Dax leckt seine Wunden – Nach EZB nun NFPs im Fokus

04.12.2015 - 10:20 Uhr: Am Tag nach der denkwürdigen EZB-Pressekonferenz gilt es sich für die Anleger erst einmal zu sortieren.

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Quelle: Bloomberg

Viel Zeit wird dafür nicht bleiben, da per monatlichem US-Arbeitsmarktbericht (Nonfarm Payrolls) bereits heute der nächste großkalibriger Impulsgeber auf der Tagesordnung steht. 

Am Donnerstag hatte Mario Draghi für einen Show „Down“ im wahrsten Sinne des Wortes gesorgt. Angesichts des Verzichts auf eine monetäre Ausweitung der monatlich milliardenschweren Anleihekäufe (lediglich eine zeitliche Verlängerung wurde angekündigt), brach der deutsche Aktienmarkt komplett weg und schloss unterhalb von 10.800 Punkten. Wie befürchtet konnte der EZB-Chef mit der enormen Erwartungshaltung an den Märkten nicht Schritt halten, worauf das korrelierende Rückschlagpotenzial leidlich ausgeschöpft wurde.

Womöglich dürfte eine derart fulminante Marktreaktion aber dann doch übertrieben sein! Am übergeordnet positiven Bild hat sich nicht wirklich etwas geändert hat. Die Hausse ist intakt, die Europäische Geldpolitik wird noch lockerer als zuvor und der daraus resultierende Anlagenotstand wird sich eher noch verschärfen. Aktien und im Besonderen dividendenstarke Qualitätstitel werden vor diesem Hintergrund auch weiterhin gefragt sein. Eine Dezember-Schwäche wiederum ist nicht ungewöhnlich, zumal die vorherige EZB-Phantasie am heimischen Aktienmarkt für eine Übertreibung nach oben gesorgt hatte, deren Enttäuschung dann einen ebenso überzogenen Abwärtsschock bewirkte. Das muss aber nicht heißen, dass nicht noch weiterer Druck aufkommen kann.

Bereits heute rückt nämlich schon der nächste Top Event in den Fokus: wie an jedem ersten Freitag im Monat wartet mit dem offiziellen US-Arbeitsmarktbericht ein weiterer potentieller Market Mover auf die Investoren. Dies umso mehr, da die Beschäftigungszahlen (ex Agrar) für November starken Einfluss auf den Zinsentscheid der Federal Reserve Mitte Dezember haben könnten. Erwartet wird ein Job-Zuwachs von 200.000 Stellen gegenüber dem Vormonat. Im Oktober waren noch 271.000 neue Beschäftigungsverhältnisse außerhalb der Landwirtschaft geschaffen worden. 

Zur Stunde notiert der Dax bei 11.771 Punkten 0,2 Prozent schwächer. Der Euro findet sich, nach dem gestrigen Aufwärtsschub, mit einem Abschlag von 0,4 Prozent bei aktuell 1,0888 US-Dollar wieder. Gold zeigt bei 1.061 US-Dollar ein moderates Minus von 0,1 Prozent je Feinunze.

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