IG Wochenvorschau
Die wichtigsten Markt-Trigger der Woche: DAX-Setups, US-Daten, Nasdaq-Risiken und Edelmetalle im Blick.
Die neue Handelswoche startet mit hoher Erwartungshaltung an den Märkten. Trader richten ihren Blick vor allem auf DAX-Setups zur Eröffnung, die anstehenden US-Makrodaten rund um NFP und Inflation, die Lage im Nasdaq und KI-Sektor sowie auf die jüngsten Nachrichten aus China zu US-Staatsanleihen, die bereits Gold und Silber bewegen. Auch Bitcoin und die Rotation in Value-Aktien bleiben entscheidende Themen.
Zum Wochenstart steht der FDAX im Fokus. Entscheidende Referenzpunkte sind die Overnight-Range sowie das Hoch und Tief der ersten Handelsstunde – die sogenannte Initial Balance.
Solange sich der Markt in einer engen Spanne bewegt, fehlt oft der klare Vorteil für Long- oder Short-Positionen. Ein Ausbruch über das Overnight-Hoch kann Aufwärtsdynamik freisetzen, während ein Bruch der unteren Range kurzfristigen Verkaufsdruck signalisiert.
Für Intraday-Trader bleiben Preis, Zeit, Volumen und Volatilität die maßgeblichen Faktoren.
Mit den US-Arbeitsmarktdaten (Non-Farm Payrolls) und den Verbraucherpreisen (Inflation) stehen zwei klassische Volatilitäts-Treiber an. Stabile Arbeitsmarktdaten bei gleichzeitig hartnäckiger Inflation könnten die Erwartung an schnelle Zinssenkungen der Federal Reserve dämpfen – ein Szenario, das insbesondere wachstumsorientierte Aktien unter Druck setzen kann. Umgekehrt könnten schwächere Daten Hoffnungen auf geldpolitische Lockerungen befeuern.
Die Zinserwartungen bleiben ein zentraler Taktgeber für Aktien, Anleihen und den US-Dollar. Terminmarktdaten deuten aktuell eher auf eine abwartende Haltung der Fed hin. Für Trader bedeutet das: Jede neue Makroveröffentlichung kann die Wahrscheinlichkeiten für Zinsschritte neu justieren – und damit kurzfristig starke Marktbewegungen auslösen.
Der Nasdaq zeigt sich technisch angeschlagen. Nach gescheiterten Ausbruchsversuchen rücken steigende Tiefs und frühere Unterstützungen als entscheidende Marken in den Fokus. Besonders der KI-Sektor bleibt sensibel: Hohe Investitionen großer Tech-Konzerne sorgen zwar langfristig für Fantasie, kurzfristig jedoch auch für Bewertungs- und Volatilitätsrisiken. Trader achten daher verstärkt auf Trendlinien, Widerstände und Momentum-Indikatoren.
Nachrichten über eine mögliche Reduzierung chinesischer Engagements in US-Staatsanleihen erhöhen die Nervosität an den Finanzmärkten.
Edelmetalle wie Gold Kassa und Silber Kassa profitieren in solchen Phasen häufig als sichere Häfen. Kurzfristige Rücksetzer werden dabei oft schnell aufgekauft, solange der übergeordnete Aufwärtstrend intakt bleibt. Für Anleger bleibt jedoch ein diszipliniertes Risikomanagement entscheidend.
Der Bitcoin (USD) zeigt weiterhin eine enge Korrelation zu US-Technologieindizes. Entscheidende Unterstützungszonen fungieren als Gradmesser für das kurzfristige Sentiment. Ein nachhaltiger Bruch wichtiger Levels könnte Abgabedruck verstärken, während eine Stabilisierung oberhalb dieser Marken Chancen auf technische Gegenbewegungen eröffnet.
Nach starken Ausschlägen bleibt Silber volatil. Technische Retracement-Zonen dienen als Orientierung für mögliche Erholungsbewegungen. Trader achten hier besonders auf das Zusammenspiel aus Trendstärke, Volumen und Durchschnittslinien, um Fehlausbrüche zu vermeiden.
Während der Technologiesektor zeitweise schwächelt, zeigt sich im Dow Jones eine Rotation in Value-Titel. Defensive Branchen mit stabilen Cashflows gewinnen an Attraktivität. Diese Verschiebung unterstreicht, dass Marktteilnehmer derzeit selektiv vorgehen und vermehrt auf Substanzwerte setzen.