Wie werden Vanilla Options gehandelt?

Vanilla Options sind derivative Finanzinstrumente und werden in Form von Kontrakten gehandelt. Der Kauf von Vanilla Options-Kontrakten gibt Ihnen das Recht, aber nicht die Pflicht, einen Basiswert zu einem festgelegten Preis und an einem vordefinierten Datum zu kaufen oder zu verkaufen. Erfahren Sie in fünf Schritten wie Vanilla Options gehandelt werden – von deren Preisgestaltung bis zur Platzierung Ihres ersten Trades.

Sind Sie bereit mehr über den Optionshandel zu erfahren?

Optionen sind komplexe Finanzinstrumente und Ihr Vermögen ist gefährdet. Verluste können extrem schnell entstehen.

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Trading Vanilla Options – Schritt für Schritt

Nutzen Sie Vanilla Options, um sowohl auf steigende als auch fallende Märkten zu handeln. Die Preisgestaltung macht sie ideal für eine Reihe von einzigartigen Handelsstrategien.

Folgen Sie diesen 5 Schritten, um mit dem Handel von Vanilla Options zu beginnen:

  1. Lernen Sie Grundregeln der Vanilla Options-Preise
  2. Der Unterschied zwischen Kaufen und Verkaufen
  3. Wählen Sie eine Handelsstrategie für Vanilla Options
  4. Konto eröffnen und kapitalisieren
  5. Ersten Trade platzieren

1. Lernen Sie Grundregeln der Vanilla Options-Preise

Ein wichtiges Merkmal von Vanilla Options ist, dass sich die Optionsprämie nicht in gleicher Weise errechnet, wie der Preis einer CFD- oder Barrier. Anstatt sich eins-zu-eins mit dem Preis des Basiswertes zu bewegen, beeinflussen eine Reihe verschiedener Faktoren die Preise der Vanilla Options:

  1. Das Level des zugrunde liegenden Marktes (Basiswert)
  2. Die verbleibende Zeit bis zur Fälligkeit der Option
  3. Die Volatilität des Basiswerts

Die Einheiten dieser Faktoren werden als Griechen (engl. Greeks) bezeichnet und können Ihnen dabei helfen, das mit ihnen jeweils verbundene Risiko zu berechnen.

Delta

Delta misst die Sensitivität einer Vanilla Option gegenüber des Preises des Basiswertes (underlying). Delta hilft Ihnen, eine Preisänderung der Option im Vergleich zu einer Preisänderung des Basiswertes zu berechnen, d.h. wie viele Punkte sich der Wert Ihrer Option bei jeder Bewegung eines Punkts des Basiswerts bewegt. Die Voraussetzung dafür ist, dass alle anderen Faktoren gleich bleiben.

Vega

Das Vega einer Option misst ihre Sensitivität gegenüber der Volatilität des Basiswertes bzw. wie stark sich der Wert der Option pro 1%-Änderung der Volatilität ändert. Diese ist in der Regel umso höher, je mehr Zeit bis zum Verfallsdatum bleibt. Zudem führt eine höhere Volatilität gewöhnlich zum Anstieg des Wertes einer Option.

Theta

Theta misst den Zeitwertverfall einer Option und beschreibt, wie viel eine Option an Wert verliert, wenn ihr Verfallsdatum näher rückt; vorausgesetzt, alle anderen Faktoren bleiben gleich. Je höher das Theta einer Option ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie im Laufe der Zeit an Wert verliert.

Bevor Sie Vanilla Options handeln, ist es wichtig, dass Sie diese Faktoren verstehen – stellen Sie also sicher, dass Sie wissen, wie die Preise für Vanilla Options beeinflusst werden können.

2. Der Unterschied zwischen Kaufen und Verkaufen

Die Komplexität ihrer Preisgestaltung bedeutet, dass Vanilla Options schwer zu prognostizieren und verstehen sein können. Bevor Sie handeln, sollten Sie sich vergewissern, dass Sie mit den oben besprochenen Griechen vertraut sind und wissen, wie sich diese auf den Optionspreis auswirken.

Allerdings ist die Berechnung des Gesamtrisikos beim Kauf einer Vanilla Option relativ unkompliziert. Beim Kauf einer Option zahlen Sie eine Prämie, um Ihre Position zu eröffnen. Diese gezahlte Prämie ist Ihr maximaler Verlust. Beim Eröffnen und Schließen Ihrer Position werden Sie zudem eine geringe Kommission zahlen.

Allerdings ist der Verkauf von Vanilla Options mit einem deutlich höheren Risikoprofil verbunden. Wenn Sie eine Option verkaufen, zahlen Sie die gleiche Kommission wie beim Kauf, jedoch anstatt die Prämie zu zahlen, erhalten Sie diese in diesem Szenario. Daraus ergibt sich für Sie die Pflicht, den Basiswert zum Ausübunspreis (Strike) zu kaufen oder zu verkaufen – und es gibt keine feste Prognose, wie weit entfernt der Kurs des Basiswerts zum Ausübungszeitpunkt vom Ausübungspreis sein wird. Sie zahlen auch eine Margin, um Ihre Position zu öffnen (Einschussmargin) und zu halten (Haltemargin).

Beim Verkauf von Put-Optionen könnte sich der Markt möglicherweise bis auf null bewegen. Beim Verkauf von Call-Optionen ist das Risiko potenziell unbegrenzt, da es keine Grenze gibt, wie weit sich der zugrunde liegende Marktwert über dem Ausübungspreis bewegen könnte.

3. Wählen Sie eine Handelsstrategie für Vanilla Options

Die einfachste der Optionsstrategien beinhaltet den Kauf eines Calls oder Puts, abhängig davon, ob Sie auf einem Markt bullish (in Erwartung steigender Kurse) oder bearish (in Erwartung fallender Kurse) sind. Da der Preis einer Vanilla Option jedoch nicht nur vom Kurs des Basiswerts beeinflusst wird, können Sie mit verschiedenen Strategien für Vanilla Options auch verschiedene Handelsziele erreichen.

Absichern von Investitionen gegen Kursrisiken (Hedging)

Der Kauf einer Put-Option auf einen Vermögenswert, den Sie bereits besitzen, wird als Protective Put-Strategie (auch Married Put) bezeichnet. Sie würden diese Strategie anwenden, um Ihre Investition gegen mögliche Abwärtsbewegungen des Marktes abzusichern – wenn der Vermögenspreis selbst fällt, helfen Ihnen Ihre Gewinne aus der Put-Option, Ihren Verlust zu begrenzen. Gibt es einen Aufwärtsbewegung des Marktes, verlieren Sie nur die Prämie, welche Sie für die Eröffnung Ihrer Position bezahlt haben.

Handel auf Volatilität

Kaufen Sie eine identische Call- und Put-Option (gleicher Markt, Ausübungspreis und Ausübungszeitpunkt) gehen Sie eine kombinierte Optionsstrategie, einen sogenannten Long Straddle ein. Diese Strategie würden Sie in Erwartung einer hohen Volatilität bei gleichzeitiger Unsicherheit bezüglich der Marktentwicklung wählen. Sobald sich der Basiswert so weit bewegt, dass er die Kosten für Ihre beiden Prämien deckt, haben Sie einen Gewinn erzielt.

Begrenzen Sie Ihre Investitionsausgaben

Wenn Sie auf einem Markt gemäßigt bullish sind, können Sie die Prämie, die Sie für einen Handel mit einem Bull Call Spread zahlen, reduzieren. Dazu gehört der Kauf einer Call-Option auf einem Markt, kombiniert mit dem Verkauf einer Call-Option auf demselben Markt, zu einem höheren Ausübungspreis. Die aus der verkauften Call-Option erhaltene Prämie reduziert Ihre anfänglichen Investitionsausgaben, begrenzt aber auch Ihr potenzielles Gewinnpotenzial, sollte der Marktpreis über den höheren Ausübungspreis hinausgehen.

4. Konto eröffnen und kapitalisieren

Sie können schnell und unkompliziert ein IG-Optionskonto erstellen. Auf diesem können Sie sowohl Vanilla als auch Barriers handeln. Die Registrierung ist in wenigen Schritten abgeschlossen.

Nachdem wir Ihnen einige Fragen zu Ihrer Handelserfahrung gestellt und wir Ihre Identität überprüft haben, können Sie sich sofort einloggen und ein Startkapital einzahlen. Hierzu stehen Ihnen verschiedene Zahlungsmöglichkeiten zur Verfügung – Sie können mit Kreditkarte, Debitkarte (Girokarte) oder PayPal auf Ihr Konto einzahlen.

Sollten Sie sich zuerst mit den Besonderheiten von Vanilla Options vertraut machen wollen, können Sie dies kostenlos auf einem Demokonto tun. Hier können Sie mit einem virtuellen Kapital in Höhe von 10.000 € den Handel mit Vanilla Options und Barriers üben. Es besteht keine Verpflichtung, ein Live-Konto zu eröffnen.

5. Ersten Trade platzieren

Sie haben gelernt, wie Vanilla Options funktionieren, haben Ihre Strategie gewählt und ein Guthaben auf Ihr Handelskonto eingezahlt. Jetzt sind Sie bereit, Ihren ersten Trade zu platzieren. Sie können sowohl Call- als auch Put-Vanilla Options auf der IG-Plattform kaufen und verkaufen, sodass Sie auf das Steigen und Fallen eines Markts spekulieren können; was ein wesentlicher Vorteil des Optionshandels ist.

Die Kosten für die Eröffnung Ihrer Option zum Kauf sind die Optionsprämie multipliziert mit der Handelsgröße. Angenommen, der Deutschland 30 handelt bei 10920 und Sie kaufen eine Deutschland 30 Call-Option mit einer Prämie von 59/65; der Ausübungspreis soll bei 11020 liegen. Ein Kontrakt ist 1 € wert, also zahlen Sie eine Prämie von 65 €, um Ihre Position zu öffnen. Diese Prämie ist der Maximalbetrag, den Sie verlieren können, wenn Ihre Option wertlos verfällt. Zuzüglich zahlen Sie eine Kommission von 0,10 €.

Sollte sich der Deutschland 30 vor dem Verfallsdatum über 11020 bewegen, hat Ihre Option einen inneren Wert und gilt als im Geld. Läuft Sie über 11085 ab, hat sich die von Ihnen entrichtete Prämie amortisiert und Ihr Position beginnt Gewinn zu erzielen. Sollte Ihre Optionsprämie vor dem Verfallsdatum über den Betrag hinausgehen, den Sie entrichtet haben – z.B., wenn sich der Deutschland 30 zu Ihren Gunsten bewegt und der Zeitwert Ihrer Option hoch ist oder wenn die Volatilität ausreichend zunimmt – können Sie Ihre Position auch vorzeitig schließen, um damit Gewinn zu erzielen.

Wenn Sie eine Vanilla Option-Position zum Verkauf öffnen, erhalten Sie diese Prämie, indem wir Geld auf Ihr Handelskonto gutschreiben. Dies ist dann Ihr maximaler Gewinn bei einem Verkauf einer Vanilla Option.

Auf unserer Online-Handelsplattform können Sie alle Ihre Positionen auf einen Blick überwachen. Alle Vanilla Options-Positionen werden bei Verfall als Barmittel ausgezahlt.

Häufig gestellte Fragen

Sind Vanilla Options Derivate?

Ja, Vanilla Options sind eine Art Finanzderivat. Das bedeutet, dass Sie beim Handel mit Vanilla Options ein Produkt handeln, das auf einem zugrunde liegenden Markt basiert, anstatt den Vermögenswert (das Handelsobjekt) selbst zu besitzen. Dies gibt Ihnen die Möglichkeit, die Vorteile des gehebelten Handels zu nutzen und von steigenden und fallenden Märkten zu profitieren.

Welche Märkte können mit Vanilla Options gehandelt werden?

Mit Vanilla Options können Sie Positionen auf einer Auswahl von wichtigen FX-Paaren, globalen Aktienindizes und Rohstoffen bei IG eröffnen.

Welche Plattformen können für den Handel mit Vanilla Options genutzt werden?

Sie können IG Vanilla Options auf unserer Online-Handelsplattform und unseren mobilen Apps handeln.

Welche Arten von Optionskontrakten gibt es?

Es gibt zwei Arten von Optionskontrakten: Call und Put. Wenn Sie Vanilla Options handeln, können Sie sowohl Call- als auch Put-Optionen kaufen und verkaufen. Der Kauf eines Call gibt Ihnen das Recht, aber nicht die Pflicht, den zugrunde liegenden Markt am Ausübungszeitpunkt zum Ausübungspreis zu kaufen. Der Kauf einer Put-Option gibt Ihnen das Recht, zu verkaufen. Der Verkauf eines Call gibt Ihnen die Pflicht zum Verkauf, und der Verkauf eines Put gibt Ihnen die Pflicht zum Kauf.

Was ist der Ausübungspreis (Strike) beim Handel mit Vanilla Options?

Beim Handel mit Vanilla Options ist der Ausübungspreis der vordefinierte Preis, zu dem die Option ausgeübt werden kann. Beim Kauf ist dies der Marktwert, zu dem Sie das Recht haben, den zugrunde liegenden Markt zu kaufen oder zu verkaufen. Beim Verkauf ist es der Marktwert, bei dem Sie die Pflicht haben, den Basiswert zu kaufen oder zu verkaufen.

Angenommen, Sie haben einen Kontrakt einer Deutschland 30 Call-Option gekauft, mit Fälligkeit im März, zu einem Ausübungspreis von 10920. Wenn der Preis des Deutschland 30 vor dem Ausübungszeitpunkt soweit über 10920 steigt, dass sich die gezahlte Prämie amortisiert, könnten Sie sich entscheiden, Ihre Option unter dem Marktwert zu kaufen und anschließend den Gewinn aus dem höheren Marktwert mitzunehmen. Wenn der Preis des Deutschland 30 den Ausübungspreis bis zur Fälligkeit nicht überschreitet, verlieren Sie die zum Kauf der Option gezahlte Prämie.

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