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Ölpreis – Wird sich die Opec einig?

Der Ölpreis ist in den vergangenen Wochen stark unter Druck geraten. Die schwächelnde Konjunktur drückte bereits vor dem Coronavirus auf die Stimmung. Kann die eine Förderkürzung die Situation entspannen?

Konjunktursorgen

In dieser Woche konnte sich der Ölpreis bisher gut behaupten und wieder in die Nähe des Bruchpunktes bei $49 heranlaufen. Den Ölmarkt stützen die Erwartungen an eine zusätzliche OPEC+-Förderkürzung. Die Parteien verhandeln derzeit wie hoch diese ausfallen soll.

Laut einer Bloomberg-Umfrage lag die Produktion der OPEC im Februar im Monatsdurchschnitt bei 27,91 Millionen Barrel, was einem Rückgang von 480.000 Barrel im Vergleich zum Januar-Niveau entspricht. Dies ist die niedrigste monatliche Produktion der Opec-Staaten seit April 2009. Libyen, das von der Vereinbarung über Produktionskürzungen ausgenommen ist, war bürgerkriegsbedingt einer der Hauptgründe für die niedrige Förderung. Lybien ist und bleibt zunächst die große Unbekannte innerhalb der OPEC+ und erschwerte allgemein die Entscheidungsfindung bei der Opec-Sitzung, da nicht abzusehen ist, wann sich die libysche Produktion wieder normalisieren wird.

Opec-Treffen

In Wien treffen sich ab diesem Donnerstag die Förderstaaten des Rohölkartells Opec. Es geht um die Frage, ob die Produktionsmenge weiter gekürzt werden soll. Laut Medienberichten gibt es Streit zwischen den Ölriesen Saudi-Arabien und Russland. Die Saudis als Opec-Führungsmacht wollen demnach die Tagesförderung um bis zu 1,5 Millionen Barrel verringern. Russland, das der Opec nicht angehört, scheint sich bisher nur für eine kleine Kürzung auszusprechen. Eine Lösung des Disputs ist bislang nicht in Sicht.

Die Uneinigkeit der Parteien zeigt auch die Abreise von Russlands Energieminister Novak. Allerdings betonte Novak, dass er am 6. März zum Treffen mit der OPEC nach Wien zurückkehren wird. Er bestätigte auch, dass seine gestrige Abreise aus Wien „geplant" gewesen sei.

Gestern wurde berichtet, dass Novak das Treffen verließ, da Russland angeblich den Vorschlag Saudi-Arabiens ablehnt, die OPEC+ Ölförderung um 1,5 Millionen Barrel pro Tag zu reduzieren. Berichten zufolge war Riad später bereit, eine Förderkürzung um 800.000 Barrel pro Tag vorzuschlagen.

In Russland äußerte sich Präsident Putin zur künftigen Strategie. Die Abhängigkeit Russlands vom Öl kann nicht „über Nacht" gelöst werden. In einem Gespräch mit der TASS wies Putin darauf hin, dass das Land seine Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringere, dass der Wandel aber schrittweise erfolgen müsse.

Putin stellte weiter fest: „Der Anteil der Nicht-Öl- und Nicht-Gas-Einnahmen für Russland wächst immer mehr. Es erfordert aber Zeit und kann nicht auf Anhieb geschehen“.

Ölpreis Chart

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