Dow Jones: Müde Bullen

24.10.2013 - 11:24 Uhr: Die Aktienindizes in den Vereinigten Staaten sind für die übrige Börsenwelt in der Regel richtungsweisend.

Allerdings haben sich die Pendants auf dem alten Kontinent in jüngster Vergangenheit von der Entwicklung an der Wall Street abgekoppelt. Unter charttechnischen Gesichtspunkten drängt sich der Dow Jones Industrial nicht auf. Vor allem die Trenddynamik lässt zu wünschen übrig.

Die europäischen Indizes, wie beispielsweise DAX und MDAX, eilen von einem neuen Hoch zum nächsten. Davon können die Anleger jenseits des Atlantiks zurzeit nur träumen. Die Verlaufshochs bei 15.711/15.724 Punkten vom 18. bzw. 19. September dieses Jahres konnten bislang nicht überwunden werden. Gemeinsam mit den Hochs bei 15.650/15.658 Punkten hat sich nun eine Widerstandszone etabliert, die es nachhaltig zu überschreiten gilt. Erst dann würde die technische Ampel auf Grün springen. Weitere Widerstände, die als künftige Kursziele fungieren würden, liegen dann nicht mehr vor. In diesem Fall kommt die klassische Fibonacci-Methode zum Einsatz. Unter Berücksichtigung der letzten markanten Korrekturphase von Mitte September bis Anfang Oktober errechnet sich ein Aufwärtspotenzial bis 16.350 Punkten.

Aktuell versucht der Dow Jones Industrial, die aus mehreren Auflagepunkten bestehende horizontale Trendlinie bei 15.385/15.415 Punkten zu bezwingen. Zurzeit liegt der US-Leitindex darüber, wenngleich noch nicht signifikant. Zwar signalisiert das Momentum eine nachlassende Trenddynamik, der Trendfolgeindikator MACD spricht für steigende Notierungen. Ziel sind zuerst die erwähnten Widerstandszonen bei 15.650/15658 bzw 15.711/15.724 Punkten. Im Fall einer Konsolidierung dienen die steigenden gewichteten Durchschnitte der letzten 20 bzw. 200 Handelstage bei 15.283 bzw. 15.187 Punkten als Unterstützungen.

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