Open-Range-Breakout-Strategie

Die Open-Range-Breakout-Strategie, kurz ORB, eignet sich sowohl für den Anfänger als auch für den Fortgeschrittenen im Trading. Es gilt nur einige wenige Details zu beachten. In diesem Beispiel konzentrieren wir uns vor allem auf den deutschen Leitindex DAX.

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Ausgangsbasis der ORB-Strategie

Entscheidend bei der Open-Range-Breakout-Strategie ist das Kursgeschehen zwischen 08.00 und 09.15 Uhr. In dieser Zeit etabliert sich ein Preiskanal, der die Grundlage des Tradings darstellt. Eine Long-Position wird eröffnet, wenn die genannte Schiebezone nach oben verlassen wird. Bei Notierungen unterhalb der Preisspanne setzt der Anleger auf fallende Notierungen.

Kursziel und Stop-Loss

Die Kurszielbestimmung kann auf verschiedene Arten erfolgen. In diesem Trading-Ansatz wollen wir es relativ einfach halten und wählen als Kursziel die doppelte Trading-Range. Der Stop-Kurs wird bei einer Long-Position unter dem Tiefpunkt des Preiskanals platziert. Bei einer Short-Position entsprechend oberhalb dem Verlaufshoch der besagten Schiebezone. Somit wird ein optimales Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) von 2:1 gewährleistet.

DAX mit einer Eröffnung einer Long-Position / Quelle: IG Handelsplattform

Open-Range-Breakout Strategie01

Wir wollen nun die ORB-Strategie anhand zweier Beispiele vorstellen. Zuerst soll eine Long-Position beim deutschen Leitindex eröffnet werden. In dem ersten Fall lag der Kurskanal zwischen 08.00 und 09.15 Uhr bei 11.920 bis 11.840 Punkten. Wenige Minuten später, um 09.23 Uhr, wurde die Schiebezone im Minuten-Chart nach oben verlassen. Ein eindeutiges Kaufsignal. Die Trading-Range betrug 80 Indexpunkte. Der Wert wurde mit zwei multipliziert und zum Verlaufshoch bei 11.920 Zählern dazu addiert. Somit lag das Kursziel bei 12.080 Punkten. Die Long-Position wurde zu 11.926 Zählern eröffnet. Im frühen Mittagshandel, um 11.34 Uhr, wurde das Kursziel mit annähernd 12.090 Zählern erreicht. Eine Minute darauf konnte die besagte Position mit einem Gewinn von 161 Punkten geschlossen werden. Wenngleich es von Anfang an in die gewünschte Richtung ging, soll noch der Stopp-Kurs erwähnt werden. Dieser wurde unterhalb der genannten Preisspanne platziert und lag bei 11.840 Zählern. Im Fall eines Verlustes hätte dieser 80 Indexpunkte betragen.

DAX mit einer Eröffnung einer Short-Position / Quelle: IG Handelsplattform

Open-Range-Breakout Strategie02

An dieser Stelle gehen wir beim DAX von fallenden Notierungen aus. Die Unterseite des Preiskanals bei 9.916 Punkten wurde am 15. Januar 2015 um 09.31 Uhr im Minuten-Chart nach unten verlassen. Um 09.32 Uhr wurde eine Short-Position zu 9.914 Zählern eröffnet. Das Kursziel betrug zu diesem Zeitpunkt 9.834 Punkte (Höhe des Preiskanals wurde mit zwei multipliziert und vom Tiefpunkt des Preiskanals subtrahiert). Um 10.50 Uhr hat der DAX das genannte Ziel nicht nur erreicht, sondern sogar unterschritten. Mit 86 Zählern Gewinn wurde anschließend die Short-Position aufgelöst. Der Stop-Kurs lag in diesem Beispiel mit genau 10.000 Zählern 43 Indexpunkte über der Oberseite der Schiebezone. Dies wäre auch der theoretische Verlust gewesen.

Fazit

Der beschriebene Trading-Ansatz ist relativ einfach umsetzbar. Einziger Nachteil der beschriebenen Strategie besteht darin, dass pro Tag lediglich ein Signal generiert wird. 

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