Dax im Bann der China-Krise – Erholungsbewegung im frühen Handel

25.08.2015 - 10:27 Uhr: Nach einem denkwürdigen Wochenauftakt gilt es sich für die Marktteilnehmer nun erst einmal zu sortieren.

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Quelle: Bloomberg

Am gestrigen ‚Black Monday‘ hatte der eskalierende Ausverkauf am chinesischen Aktienmarkt auch den deutschen Leitindex massiv unter Druck gesetzt. Sorgen um den konjunkturellen Zustand der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft hatten die Börse in Shanghai mit einem dramatischen Abschlag von rund neun Prozent aus dem Handel gehen lassen.

Die sich anschließende Schockwelle riss die weltweit wichtigsten Leitindizes tief in die Verlustzone. In der Spitze verlor der Dax knapp acht Prozent. Sein Tagestief markierte das heimische Börsenbarometer bei 9.320 Zählern. Auch wenn die Verluste zuletzt noch zu einem guten Teil eingegrenzt werden konnten, schlossen Dax, Dow und Co. hinter dunkelroten Vorzeichen.

Trotz neuerlicher Kursverluste in Fernost und entsprechend schwacher Vorgaben sind hierzulande nun erste Erholungsbewegungen zu beobachten. In diesem Kontext von einer Trendwende zu sprechen wäre aber verfrüht. Angesichts des Sturzfluges und der dadurch bedingten, extrem überverkauften Marktlage dürfte es sich vielmehr um technische Gegenreaktionen handeln.

Letztere können in Anbetracht des Ausmaßes der gestrigen Abwärtsbewegung weit gen Norden tragen, müssen aber nicht nachhaltiger Natur sein. Das übergeordnete Momentum liegt bis auf weiteres auf Seiten der Bären. Vorsicht ist also angebracht. Kurzfristig bis mittelfristig dürfte weiterhin eine hohe Volatilität das Kursgeschehen prägen. Anleger mit einem langfristigen Anlagehorizont dürften Kurstände unterhalb von 10.000 Punkten wiederum als attraktive Einstiegsniveaus schätzen.

Neben dem China-Crash und seinen Folgen stehen am Dienstag vor allem Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten im Fokus. Investoren schauen unter anderem auf die aktuellen Daten des Case-Shiller-Hauspreisindex für Juni, den Service-Einkaufsmanagerindex und den Verbrauchervertrauensindex jeweils für August sowie die Neubauverkäufe für den Monat Juli. Bereits am Vormittag sorgt ein besser als erwartet ausgefallener Ifo-Geschäftsklimaindex (August) in Deutschland für etwas Rückenwind. 

Zur Stunde notiert der Dax bei 9.963 Zählern 3,3 Prozent fester. Der Euro zeigt bei aktuell 1,1537 US-Dollar ein Minus von 0,4 Prozent. Die Feinunze Gold verliert dagegen 0,5 Prozent auf derzeit 1.149 US-Dollar.  

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