DAX: Grexit-Gefahr nimmt zu

17.04.2015 – 15:30: Das gefühlt ewig andauernde Schuldendrama in Griechenland hat die europäischen Finanzmärkte wieder im Griff. Ein Austritt des südeuropäischen Staates aus der Eurozone wird für viele Marktteilnehmer immer wahrscheinlicher. Auf Reformpläne aus Athen wartet die Europäische Kommission bislang vergebens. Dem hellenischen Ministerpräsident Alexis Tsipras läuft zunehmend die Zeit davon.

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Quelle: Bloomberg

Charttechnik

Der DAX ist infolge des eingangs erwähnten Griechenland-Desasters in die zuletzt überwundene Trading Range zurückgekehrt. Zurzeit streiten sich Bullen und Bären um die Unterseite der Schiebezone bei 11.861/11.853 Punkten. Wird zum Wochenausklang dann noch die Fibonacci-Unterstützung bei 11.750 Zählern unterschritten, wäre die waagerechte Trendlinie bei 11.454/11.467 Punkten das nächste Ziel.

Konjunktur

Ein mögliches Indiz für einen Grexit liefern die Notenbanken einiger südeuropäischer Staaten wie beispielsweise Bulgarien, Albanien, Serbien, Zypern, Mazedonien und der Türkei. Diese haben den Tochterbanken griechischer Geldinstitute in den genannten Ländern nahe gelegt, hellenische Wertpapiere zu veräußern.

Auf der Konjunkturseite war es heute recht ruhig. Es standen lediglich die Verbraucherpreise aus der Eurozone zur Veröffentlichung an. Demnach ist die Kernrate der Verbraucherpreise im März nur noch um 0,1% gesunken, nach zuvor noch -0,3%.

Der DAX wird die laufende Woche recht wahrscheinlich mit einem mitunter deutlichen Verlust beenden. Zur Stunde notiert das heimische Börsenbarometer unterhalb der „runden“ Zahl bei 12.000 Punkten. EUR-USD und Gold zeigen sich momentan leicht erholt. 

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