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Warten auf die Jahresendrally

28.11.2016 – 11:30 Uhr (Werbemitteilung): Hierzulande hat die Weihnachtszeit begonnen. Viele Bundesbürger freuen sich auf den Heiligen Abend mit vielen Geschenken.

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Quelle: Bloomberg

Die Börsianer dagegen werden bereits vor den Feiertagen und darüber hinaus bis Silvester mitunter reichlich beschenkt. Die Rede ist von der Jahresendrally. Und wie jedes Jahr stellen sich die Anleger hierzulande die Frage, wann und ob das saisonale Muster auch eintritt. Statistisch betrachtet ist die Wahrscheinlichkeit von vorweihnachtlichen Kursgeschenken recht groß.

Zuerst wollen wir uns die klassische Jahresendrally anschauen. Oft wird in den Medien der Zeitraum vom 19. Dezember bis zum 6. Januar des Folgejahres genannt. Und in der Tat konnte der deutsche Leitindex in dieser Periode an Wert gewinnen. Beobachtungszeitraum sind die Jahre 1996 bis 2015. In 75% der Fälle freuten sich die Marktteilnehmer in den zurückliegenden zwanzig Jahren über deutliche Kurssteigerungen. Der DAX verzeichnete im Durchschnitt ein Plus von 3,2%. Allerdings fiel die Bescherung in den vergangenen zwei Jahren zum allgemeinen Leidwesen  aus.

Es lässt sich festhalten, dass das heimische Börsenbarometer in den letzten Zügen des Jahres und in der ersten Handelswoche des neuen Jahres sich zunehmender Beliebtheit erfreut. Als Gründe für die durchweg positive Kursentwicklung werden die Engagements der so genannten „großen Hände“, wie beispielsweise Versicherungen, Banken und Fondsgesellschaften genannt, die noch die Performance ihrer Produkte bis Jahresultimo verschönern wollen.

Performance beim DAX zwischen dem 19. Dezember und dem 6. Januar in den Jahren 1996 bis 2016

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Quelle: IG Research

Im zweiten Schritt wollen wir uns die Kursentwicklung im Dezember statistisch anschauen. Die Jahresendrally beginnt nicht am ersten Tag des letzten Börsenmonates. Vielmehr ging es in der Vergangenheit bis etwa dem 15. Dezember abwärts. In den vergangenen zwanzig Jahren verzeichnete der DAX in 55% der Fälle Kursverluste. Erst ab der Mitte des Monats bis zum letzten Handelstag des Börsenjahres ging es auf dem Frankfurter Handelsparkett aufwärts. Diese Wahrscheinlichkeit beträgt momentan 90%.

Insgesamt gehört das Schlussquartal zu der stärksten Marktphase des Börsenjahres. Zwischen Oktober und Dezember konnte der deutsche Leitindex von 1986 bis 2015 in insgesamt 83% der Fälle mitunter deutlich zulegen. Im Durchschnitt konnte der DAX in den letzten drei Monaten des Jahres um 5,1% zulegen.

In den Jahren 1996 bis 2015 verzeichnete das heimische Börsenbarometer sogar in 90% der Fälle stattliche Kursgewinne. Lediglich in den Jahren 1987, 2000 und 2008 mussten die Marktteilnehmer Verluste hinnehmen. Trotz dieser mehr als beachtlichen Kursentwicklung muss darauf hingewiesen werden, dass dieses saisonale Muster ein KANN und nicht zwingenderweise ein MUSS ist.

Kursverlauf beim DAX im Monat Dezember in den Jahren 1996 bis 2015

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Quelle: IG Research

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