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DAX: Ärger aus dem Reich der Mitte

12.08.2015 – 15:45 Uhr: In den vergangenen beiden Handelstagen rutschten die Notierungen auf dem Frankfurter Börsenparkett gehörig gen Süden.

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Quelle: Bloomberg

Innerhalb kürzester Zeit hat die chinesische Notenbank in den Devisenmarkt eingegriffen und die heimische Währung abgewertet. Doch scheint die derzeitige Kursreaktion ein wenig übertrieben.

Aktuell tobt der Kampf um die psychologische Unterstützung bei 11.000 Punkten. Letztmalig konnte die genannte Chartmarke Anfang Juli die Bären in Schach halten. Beim deutschen Leitindex wurden innerhalb kürzester Zeit mehrere Unterstützungen förmlich überrannt. Sollte die Verteidigung der genannten Unterstützungen gelingen, könnte es zu einer Erholung bis zum Fibonacci-Retracement (23,6%) bei 11.250 Zählern, zur waagerechten Trendlinie bei 11.454/11.467 Punkten sowie zum Kreuzwiderstand bei 11.650/11.692 Zählern kommen. Aus dem Schneider wären die Blue Chips jedoch erst oberhalb der letztgenannten Barriere.

Konjunktur

Mit der Abwertung des Yuan zuerst um 1,9% und anschließend um 1,6% will die Regierung in Peking die Wettbewerbsfähigkeit der chinesischen Wirtschaft verbessern. Vor allem deutsche Konzerne mit einem hohen Umsatzanteil im Reich der Mitte haben kurzfristig einen Nachteil. Allerdings führt dieser Schritt zu einer Verbesserung der Stabilität der chinesischen Wirtschaft als Wachstumslokomotive, was sich mittelfristig letztendlich in höheren Gewinnen der europäischen und US-amerikanischen Unternehmen niederschlagen könnte.

Der DAX befindet sich mit aktuell 11.005 Punkten deutlich im Minus. Profiteure der momentanen Schwäche an den Aktienmärkten sind der EUR-USD sowie der Goldpreis, die mitunter deutlich zulegen können.

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