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Nasdaq 100 im Aufwind

04.11.2015 - 10:00 Uhr: Die Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks befinden sich pünktlich zu Beginn des Schlussquartals wieder im Aufwind.

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Quelle: Bloomberg

In Europa orientieren sich DAX & Co. in Richtung ihrer Rekordstände. Die US-amerikanische Technologiebörse ist diesbezüglich schon ein gutes Stück weiter. Vielmehr steht der Nasdaq 100 unmittelbar vor einem neuen mittelfristigen Kaufsignal.

Mustergültiger Langfristchart

Wir werfen zuerst einen Blick auf das so genannte Big Picture. Der Langfristchart auf Monatsbasis sieht mustergültig aus. Die Technologiebörse befindet sich in einem bis zum heutigen Tag intakten Aufwärtstrendkanal. Gerade die untere Begrenzung des Trendkanals hat zuletzt eine wichtige charttechnische Rolle gespielt. Auch die Wall Street war im August und September unter Druck geraten. Infolgedessen mussten zwei wichtige Unterstützungen ins Geschehen eingreifen. Dies waren zum einen die besagte Trendkanallinie bei aktuell 4.170 Punkten und zum anderen die Unterseite der immer noch gültigen Schiebezone bei 4.089/4.094 Zählern. Die genannten Verteidigungslinien konnten die anstürmenden Bären in Schach halten. Im vergangenen Monat hatten die Marktteilnehmer an der New Yorker Technologiebörse allen Grund zur Freude. Nach dem Test der Unterstützungen konnte sich der Nasdaq 100 davon deutlich nach oben entfernen. Und die Bullen hatten plötzlich Rückenwind. Die mittelfristige und aus dem Jahr 2011 stammende und im August 2015 unterschrittene Aufwärtstrendlinie konnte im Oktober zurückerobert werden. Diese Trendlinie bei momentan 4.530 Punkten fungiert nun wieder als Unterstützung.

Vorsicht Doppelhoch

Mit diesem Teilerfolg hat sich der Nasdaq 100 jedoch nicht begnügt. Die Reise gen Norden ging lustig weiter. Ende des vorherigen Monats schloss das besagte Börsenbarometer mit 4.648 Zählern knapp unterhalb der oberen Begrenzung der erwähnten trendlosen Marktphase. Gemeinsam mit dem Hoch bei 4.695 Punkten von Juli dieses Jahres hat sich im Monatschart ein Doppelhoch gebildet. Eine solche Chartformation kommt in der Regel am Ende eines Aufwärtstrends vor und kündigt fallende Notierungen an. Aber so weit sind wir beim Nasdaq 100 noch nicht. Bei einem beherzten Sprung über die Rekordstände bei 4.635/4.695 Zählern wäre die Gefahr eines Doppelhochs und einer möglichen Trendwende gebannt. Vielmehr könnte der US-Technologieindex seine Kletterpartie fortsetzen. Gleich drei Anlaufstellen wären dann denkbar. Aus der Höhe der Schiebezone errechnet sich ein Aufwärtspotenzial bis 5.300 Punkte. Zuvor könnte die psychologische Preisregion bei 5.000 Zählern angesteuert werden. Drittes Kursziel ist die obere Trendkanallinie bei derzeit 5.470 Punkten. Aber kommen wir noch einmal zurück zum beschriebenen Doppelhoch bzw. zum möglichen Ende der langjährigen Hausse. Ein wesentlicher Bestandteil der Umkehrformation ist die Nackenlinie, in diesem Fall dient die Unterseite der Preisspanne als solche. Erst bei einem Bruch der Nackenlinie nach unten müssten rückläufige Notierungen in Betracht gezogen werden. Gleichzeitig würde auch die untere Trendkanallinie der Vergangenheit angehören. Aus der Höhe des Doppelhochs lässt sich ein Abwärtspotenzial bis in den Bereich bei rund 3.500 Zählern ableiten. Zuletzt (3. November) konnte die erwähnte Obergrenze bei 4.635/4.695 Zählern überwunden werden. Da wir uns auf der langfristigen Zeitebene befinden, bedarf es eines Monatsschlusskurses oberhalb der genannten Barriere.

Jahresendrally an der Wall Street

Seit einigen Wochen ist das Wort „Jahresendrally“ wieder in aller Munde. Von Anfang Oktober bis Ende Dezember waren am Beispiel des deutschen Leitindex DAX in der jüngsten Vergangenheit mitunter deutliche Kursgewinne zu beobachten. Besonders erfolgreich, aus rein statistischer Sicht, ist vor allem der Zeitraum vom 19. Dezember bis zum 6. Januar des Folgejahres. In den USA ist ein ähnliches saisonales Muster erkennbar. Allerdings mit einem leicht unterschiedlichen Zeitfenster. Beim Nasdaq 100 springt dabei die Periode von Mitte Dezember bis Mitte Februar ins Auge. Allein in den zurückliegenden zehn Jahren konnte die US-Technologiebörse in acht von zehn Fällen zulegen.

Bullen lieben Indikatoren

Nicht nur von der Saisonalität bekommen die Technologieaktien an der Wall Street Rückendeckung. Auch die Indikatoren halten sich im Augenblick auf der Seite der Bullen auf. Diesbezüglich verwenden wir einen Mix bestehend aus den alt bekannten „Dinosauriern“ wie Moving Average Divergence/Convergence (MACD), Momentum, Relative Stärke-Index (RSI) und Williams %R. Diese werden auf Monatsbasis dargestellt. Hierbei sollten MACD und Momentum am Ende eines Monats oberhalb der Nulllinie und RSI und Williams %R oberhalb der Marke bei 50 schließen. Bei mindestens drei von vier Kaufsignalen befindet sich der entsprechende Basiswert in einer Hausse. Umgekehrt steht die technische Ampel auf Rot. Am Beispiel des Nasdaq 100 halten sich zurzeit alle vier Indikatoren im positiven Terrain auf.

Nasdaq 100 auf Monatsbasis

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Quelle: IG Handelsplattform

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