Trump verliert seinen Glanz

Während des Wahlkampfs zum Amt des US-Präsidenten wurde Donald Trump nicht müde sich allen voran als eines zu profilieren – den geborenen Deal-Maker. 

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Ein Macher, der die Sachen nicht nur anpackt, sondern auch zu Ende führt und die Fähigkeit besitzt, andere für seine Sache zu gewinnen. Kurzum: einer mit einem klaren Plan, wie er Amerika wieder gross machen wird. Vieles hat er in dieser Zeit versprochen: den Mauerbau zu Mexiko, ein Einreisestopp für Muslime, die Rücknahme des als Obamacare bekannten Gesetzes zur Krankenversicherung, eine grosse Steuerreform und massive Infrastrukturinvestitionen. Neben den Menschen, die ihn gewählt haben, haben ihm vor allem die internationalen Finanzmärkte die Mär des Deal-Makers geglaubt. Seit seiner Wahl legte der S&P 500 in der Spitze um 15% und der Russel 2000 sogar um 22% zu. Doch seit einigen Wochen bröckelt das Image des Deal-Makers.

Trump stösst an seine Grenzen

Zunächst scheiterte er gleich zweimal mit dem Einreisestopp für Muslime. Zwar entschied er per Dekret am Kongress vorbei, doch stoppten ihn beide Male Gerichte bei seinem Vorhaben. Auch der Mauerbau wird eher zu einem Zaun und nicht nur, dass er deutlich teurer wird als angekündigt, jetzt bleiben die Amerikaner auch erstmal selbst auf den Kosten sitzen. Ende vergangener Woche dann der nächste Show-Down – die Abschaffung und Ersetzung des als katastrophal bezeichneten Obamacare. Diesmal stoppten ihn nicht Gerichte, sondern seine eigene Partei. Zu viel Widerstand kam aus den eigenen Reihen – während für die einen das neue Gesetz nicht radikal genug war, ging es für den moderaten Flügel der Republikaner zu weit. Trump scheint innerhalb der ersten zwei Monate seiner Präsidentschaft seinen Glanz verloren zu haben und die Märkte reagieren nervös. So büsste der S&P 500 mittlerweile mehr als 3% an Wert ein. Der Markt fängt an daran zu zweifeln, ob Trump sich bei diesem Thema durchsetzen kann, zumal der Beweis der Finanzierbarkeit dieser Reform noch nicht erbracht wurde. Wenn man sich anschaut, wie schlecht vorbereitet und verfrüht die Gesetzentwürfe der Trump Administration bislang waren, sind die Zweifel meines Erachtens nach berechtigt.

Scheitert Trump erneut, folgt der Crash am Aktienmarkt

Scheitert Trump auch mit der Steuerreform, werden wir einen Kursrutsch in den Aktienmärkten sehen. Dabei sollten die Niveaus vor den Wahlen nicht nur erreicht, sondern sogar unterschritten werden, denn die Gesamtsituation würde sich mit einem regierungsunfähigen Präsidenten deutlich verschlechtern.

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