BREXIT, EUR/CHF – und was nun?

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Was als Nächstes geschieht, ist nur schwer einzuschätzen, und eben diese Unklarheit ist der Grund, aus dem die Märkte in den kommenden Monaten weiterhin volatil und unvorhersehbar bleiben werden.

Die Politik wird gegenüber den Märkten in den Vordergrund treten, da Grossbritannien und die EU in langwierige und komplexe Verhandlungen eintreten werden. Die Briten wünschen weiterhin Zugang zu den europäischen Märkten, sie wollen jedoch die Kontrolle über die Einwanderung behalten, während von der EU die Freizügigkeit für alle als Voraussetzung für den Zugang zum gemeinsamen Markt erachtet wird. Im Gegensatz zu Griechenland im Sommer des Vorjahres besitzt Grossbritannien als starke Volkswirtschaft eine bessere Verwandlungsposition. Auf der Gegenseite fürchtet die EU Ansteckungsrisiken und wird daher nicht leichtfertig Zugeständnisse eingehen.

Aufgrund dieser politisch unsicheren Rahmenbedingungen sollten Anleger generell geringere Risiken eingehen. Unternehmen schieben möglicherweise auch Projekte, Personaleinstellungen und Investitionen auf, was dem Wachstum sicher nicht zuträglich ist. Derartige Märkte bergen jedoch auch Chancen. Einschneidende Ereignisse wie der Brexit bringen Liquiditätsverlagerungen mit sich, die Veräusserungen von Wertpapieren jeglicher Art bewirken – selbst von grundsoliden Wertpapieren. Daher ist es unerlässlich, liquide für den Zeitpunkt zu bleiben, an dem die Marktgrundsätze wieder greifen. Bis dahin empfiehlt es sich, die Diagramme zu studieren, die eindeutig rot blinken. Abstossen von Werten könnte eine günstige Strategie sein.

Was ist mit dem Kurs EUR/CHF?

Der geringe Risikoappetit sorgt für eine weitere hohe Nachfrage nach dem Franken. Die ohnehin schwache Inflationserwartung könnte noch weiter sinken und die Auswirkung der Negativzinsen auf den Franken weiter steigern. Auf der Gegenseite könnte der Euro starken Schwankungen unterworfen sein, je nachdem, wie sich die Verhandlungen entwickeln. Die Angst, dass weitere Länder ein Ausstiegsreferendum anstreben, könnte neuerliche Verkäufe nach sich ziehen.

Angesichts dessen und trotz der massiven risikobedingten Verkäufe vom Freitag gelang es der SNB jedoch überraschenderweise, den EUR/CHF-Kurs relativ stabil zu halten. Dies ist ein Beweis für die immer noch erhebliche Durchsetzungschance der SNB.

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