Was ist Forex?

Forex (auch als FX bekannt) ist die Kurzform für Foreign Exchange und bezeichnet einfach den Vorgang, bei dem eine Währung in eine andere umgerechnet wird. Forex ist der grösste Finazmarkt der Welt – und einer der am meisten volatilen.

Forex-Handel erklärt

Forex oder Devisenhandel ist ein Vorgang, bei dem Einzelpersonen, Unternehmen und Zentralbanken eine Währung in eine andere umrechnen. Viele Devisengeschäfte werden aus praktischen Gründen abgewickelt. Die meisten Transaktionen mit Währungsumrechnung werden aber mit dem Ziel durchgeführt, Gewinne zu erwirtschaften.

Mit einem Handelsvolumen von über $5 Billionen Dollar pro Tag ist der Forex-Handel der grösste Finanzmarkt der Welt und dies hat zur Folge, dass manche Währungen extrem volatilen Kursschwankungen unterliegen können. Diese Volatilität ist der Grund dafür, warum Forex so attraktiv für manche Trader ist: sie bietet bessere Aussichten auf hohe Profite, wobei das Risiko ebenfalls steigt.

Was ist ein Wechselkurs?

Der Wechselkurs ist der Kurs, zu dem eine Währung in eine andere getauscht werden kann. Er wird in Paaren notiert, wie z.B. GBP/USD (das britische Pfund und der US-Dollar). Der Wechselkurs ist entweder variabel – d.i. er ändert sich jeden Tag – oder fix an eine Währung gekoppelt. Zum Beispiel: der Katar-Riyal ist an den US-Dollar gebunden, mit einem festen Wechselkurs von $1/3.64 QR.

Warum Forex handeln?

Es gibt mehrere Gründe dafür, warum jemand wollen oder brauchen könnte, sich an dem Devisenmarkt zu beteiligen. Die Mehrheit aller Forex-Trades lässt sich jedoch auf zwei Hauptaktivitäten zurückführen.

Einkauf von Waren oder Dienstleistungen im Ausland

Es ist eine Art Forex Trading, die die meisten kennen. Wann immer ein individueller Trader oder ein Unternehmen etwas in einer anderen Währung kaufen will, muss ein Forex-Trade eröffnet werden. Und für Handelsarten wie internationales Trading ist der Devisenmarkt unerlässlich.

Währungstrades, die aus praktischen Gründen zwar jede Sekunde ausgeführt werden, machen somit nur einen relativ geringen Teil des gesamten Devisenhandels aus.

 

Spekulieren

Die meisten Forex-Trades werden mit dem Ziel durchgeführt, Profite zu erzielen. Trader, die auf Kursänderungen spekulieren, erwarten keine Auslieferung der betroffenen Währung. Stattdessen wollen Sie von Bewegungen am Devisenmarkt profitieren.

Die wichtigsten Anleger können mehrere grosse Forex-Trades innerhalb eines Tages ausführen, indem sie fortlaufend auf Kursschwankungen reagieren und diese antizipieren. Die relative Leichtigkeit, mit der Devisen gehandelt werden können, lässt sie als ein sehr liquides Asset erscheinen, was zum Teil erklären mag, warum Forex viel volatiler als andere Märkte sein kann.

Wer handelt Forex?

Zu den grössten Tradern am Devisenmarkt gehören grosse internationale Banken wie Citigroup, UBS und Barclays, die darauf abzielen, aus Marktpreisentwicklungen Gewinne zu erzielen. Die vier grössten von ihnen machen ca. 50% des gesamten Devisenhandels aus. Allerdings nimmt auch eine Vielzahl von individuellen Tradern am Forex-Markt teil.

Auch Zentralbanken und Regierungen nutzen den Devisenhandel, um das Angebot an einheimischer Währung in ihrer Wirtschaft zu kontrollieren. Und Einzelpersonen, Unternehmen und Finanzinstitutionen – sie alle tauschen Währungen, für Überseehandel, bei Auslandsreisen oder auch wenn sie in Auslandsmärkten investieren.

Was bewegt den Devisenmarkt?

Wie die meisten Finanzmärkte, werden Devisenkursschwankungen hauptsächlich durch Angebot und Nachfrage bestimmt.

Banken und andere Anleger neigen dazu, ihr Kapital in Wirtschaften mit einem starken Ausblick zu investieren. Und wenn eine positive Nachricht über eine bestimmte Region die Märkte erreicht, ermutigt es die Investoren, und die Nachfrage nach der Landeswährung nimmt zu.

Die Diskrepanz zwischen dem Angebot und der Nachfrage kann dazu führen, dass der Währungskurs steigt, es sei denn, das Angebot ist parallel dazu gestiegen. Ebenso kann eine negative Nachricht die Investitionsbereitschaft lähmen und den Währungskurs fallen lassen. Aus diesem Grund spiegeln Währungen tendenziell die wirtschaftliche Verfassung der Region wider, die sie vertreten.

Faktoren, die Nachfrage nach einer Währung beeinflussen können

Es gibt viele Faktoren, die die Nachfrage nach einer Währung kurz-, mittel- oder langfristig beeinflussen können.

Kurzfristige Erwägungen Risikobereitschaft, Volatilität, Preisschwankungen an den Rohstoffmärkten, Zinspreisfindung und -positionierung
Mittelfristige Erwägungen Leistungsbilanzüberschuss/-defizit, Fiskalpolitik, politisches Risiko, Renditespreads (oder -differenzen) und relatives Wirtschaftswachstum
Langfristige Erwägungen Kaufkraftparität, Nettoauslandsaktiva und Geschäftsbedingungen

 

Die Marktstimmung kann auch als eine wichtige Triebkraft des Devisenhandels fungieren. Wenn Trader glauben, dass sich eine Währung in eine bestimmte Richtung entwickelt, handeln Sie dementsprechend und können auch andere dazu bewegen, es ihnen gleichtun, und die Nachfrage sinkt bzw. steigt dadurch entsprechend.

Es ist aber nicht nur die Nachfrage, die einen Währungskurs beeinflussen kann. Das Angebot wird von Zentralbanken kontrolliert, und die von ihnen angekündigten Massnahmen können sich erheblich auf den Währungskurs auswirken. Bei quantitativer Lockerung, zum Beispiel, wird mehr Geld in eine Wirtschaft gepumpt und es kann daher dazu führen, dass deren Währungskurs fällt.

Wo kann man Devisen handeln?

Anders, als es bei den Aktien und Rohstoffen der Fall ist, findet der Devisenhandel nicht an einer Börse statt. Forex ist ein Over-the-Counter-Markt (OTC) und Währungen werden direkt zwischen zwei Parteien getauscht.

Dies bedeutet grundsätzlich, dass der Devisenmarkt über ein globales Bankennetzwerk betrieben wird, mit vier Hauptzentren in verschiedenen Zeitzonen: London, New York, Sydney und Tokio. Und da es keinen zentralen Standort gibt, über den die Trades ausgeführt werden müssten, können Sie am Devisenmarkt 24 Stunden am Tag traden.

Um Forex zu handeln, brauchen Sie einen Forex Broker. Alternativ können Sie von Bewegungen am Devisenmarkt profitieren, indem Sie Derivate wie CFD Trading oder Digital 100s traden.

Segmente des Devisenmarkts

Es gibt drei Devisenmarktsegmente: Spot, Forward und Future.

Spot

Bei einer Transaktion am Devisenkassamarkt einigen sich zwei Parteien auf Kauf einer Währung durch Verkauf einer anderen zum aktuellen Marktpreis.

Beim Spot Forex haben wir mit einem physischen Austausch der Währungen zu tun, der zu einem genau bestimmten Zeitpunkt, nachdem der Trade ausgeführt wurde, stattfindet – d.i. ‘on the spot’ (sofort) – oder innerhalb eines kurzen Zeitraumes danach.

Forward

Bei einer Transaktion am Forward Devisenmarkt kaufen oder verkaufen Sie einen bestimmten Währungsbetrag zu einem festgelegten Preis. Der Kontrakt kann aber entweder zu einem festgelegten Zeitpunkt oder innerhalb eines Zeitraumes in Zukunft geschlossen werden.

Forward-Kontrakte können benutzt werden, um den Währungskurs für eine zukünftige Transaktion zu buchen, wenn Sie einen Kursanstieg antizipieren.

Future

Bei einer Transaktion am Future Devisenmarkt kaufen oder verkaufen Sie einen bestimmten Währungsbetrag zu einem festgelegten Preis, an einem bestimmten Datum in der Zukunft.

Der Future-Markt ist dem Forward-Markt sehr ähnlich, ausser dass alle Futures-Kontrakte rechtlich verbindlich sind und ein bestimmtes Verfallsdatum haben, an welchem die Währung ausgetauscht werden muss.

Klassifizierung von Währungspaaren

Theoretisch können Sie jede beliebige Währung der Welt in eine andere konvertieren, was bedeutet, dass die Vielzahl von Forex-Paaren, die gehandelt werden könnten, recht beträchtlich ist.

Haupt-Paare

In der Praxis werden bei den meisten Forex Trades nur einige ausgewählte Währungspaare gehandelt, die als Hauptwährungspaare bekannt sind. Es variiert stark, welche Währungen bei einem Hauptwährungspaar gepaart sind – je nachdem, mit wem Sie sprechen, aber zumeist sind es die folgenden sechs, die zusammen mehr als 80% des globalen Handelsvolumnes bei Forex ausmachen:

Währungspaar Währungsbezeichnungen
EUR/USD Euro/US Dollar
USD/JPY US Dollar/Yen
GBP/USD Pfund Sterling/US Dollar
USD/CHF US Dollar/Schweizer Franken
USD/CAD US Dollar/Kanadischer Dollar
AUD/USD Australien-Dollar/US Dollar

 

All diese Paare enthalten den US-Dollar, die weitaus am meisten gehandelte Währung der Welt.

Neben- und exotische Währungspaare

Paare, die seltener gehandelt werden, werden als Nebenwährungspaare bezeichnet. Sie werden auch Cross Currency Paare oder einfach Crosses genannt, insbesondere, wenn sie ohne den US-Dollar gebildet werden. Die beliebtesten Nebenwährungspaare beinhalten oft den Euro (EUR), das Pfund Sterling (GBP) oder den Yen (JPY).

Manche Forex-Broker stellen auch exotische oder neu aufkommende Währungspaare zur Auswahl. Diese paaren in der Regel eine Hauptwährung mit einer Währung einer kleinen Wirtschaft oder eines Schwellenlandes, zum Beispiel GBP/MXN (Pfund Sterling vs. Mexikanischer Peso) oder USD/PLN (US-Dollar vs. Polnischer Zloty).

Nach regionalen Kriterien gruppierte Paare

Sie können auch Forex-Paaren begegnen, die sich auf eine Region beziehen, darunter australasiatischen Paaren oder skandinavischen Paaren. Bei diesen Paaren werden Währungen von deren jeweiligen Regionen gegenübergestellt, oder sie werden mit anderen aus aller Welt gepaart. Zum Beispiel: der AUD/NZD (Australien-Dollar vs. Neuseeland-Dollar) könnte als ein australasiatisches Paar kategorisiert werden, während der EUR/NOK (Euro vs. Norwegische Krone) ein skandinavisches Paar wäre.

Erfahren Sie, wie Forex-Handel funktioniert

Für weitere Informationen zu den Mechanismen des Forex-Handels – darunter Haupt- und Neben-Währungspaaren, Pips und Hebel – besuchen Sie bitte die Seite Wie funktioniert der Forex-Handel.

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