Die besten Positionstrading-Strategien

Positionstrading kann ein großartiges Mittel sein, um langfristige Positionen auf Aktien und andere Vermögenswerte einzunehmen. Doch während langfristige Positionen ein größeres Gewinnpotenzial haben, ist auch das Risiko höher.

Was ist Positionstrading und wie funktioniert es?

Beim Positionstrading muss eine Position für einen langen Zeitraum offen gehalten werden. Dementsprechend lassen sich Positionshändler weniger von kurzzeitigen Marktfluktuationen beunruhigen und halten eine Position in der Regel über Wochen, Monate oder Jahre.

Positionstrading kann sich entweder auf das Spekulieren auf einen Preis oder auf Investments beziehen. Die zweitgenannten sind die gängigste Form des Positionshandels, wobei die meisten Positionshändler langfristige Investitionen in Aktienportfolios, Anlagefonds oder Pensionsplänen halten. Investments sind allerdings allein auf das Long-Gehen limitiert, während beim Positionstrading mit CFDs auch die Möglichkeit besteht, short zu gehen.

Positionshändler nutzen oft die Fundamentalanalyse und die technische Analyse, um die potenziellen Trends und Risiken eines Marktes zu bewerten, bevor sie eine Position eröffnen. Sie können auch die nachfolgenden Strategien anwenden, um die Kurs-Charts zu analysieren und Vorhersagen über Marktbewegungen zu treffen.

Lesen Sie mehr über technische vs. Fundamentalanalyse

Handelsstrategie mit Unterstützung und Widerstand

Unterstützungs- und Widerstandslevel helfen Positionshändlern zu erkennen, ob die Kursbewegung eines Vermögenswertes eine Abwärts- oder Aufwärtstendenz aufweist. Basierend auf ihrer Einschätzung können sie entscheiden, ob sie ihre Position auf einen bestimmten Vermögenswert eröffnen oder schließen wollen.

Ein Unterstützungslevel ist der Kurs, unter den ein Vermögenswert üblicherweise nicht fallen wird, da die Käufer dazu tendieren, den Vermögenswert auf diesem Level zu kaufen. Im Gegensatz dazu ist das Widerstandslevel der Punkt, an dem der Kurs eines Vermögenswertes aufhört zu steigen. In diesem Fall würden die Trader ihre Position schließen und den Gewinn einstreichen, anstatt ihre Position zu behalten, bis der Kurs wieder fällt.

Mit Hilfe einer Handelsstrategie mit Unterstützung und Widerstand können Trader Chartmuster analysieren. Dies kann für Positionshändler sehr nützlich sein, wenn sie langfristige Positionen auf bestimme Vermögenswerte einnehmen wollen.

Bei der Identifizierung des Unterstützungs- und Widerstandslevel sind drei Hauptfaktoren zu beachten.

  • Der historische Kurs ist die zuverlässigste Quelle, um das Unterstützungslevel und Widerstandslevel zu identifizieren. Zumeist werden Zeiträume mit signifikanten Kurssteigerungen und -Rückgängen als wichtige Indikatoren für zukünftige Bewegungen genutzt.
  • Ebenso können Positionshändler die vorherigen Unterstützungs- und Widerstandslevels in Betracht ziehen, um einen Indikator für zukünftige Kursbewegungen zu haben. Wenn ein Unterstützungslevel beispielsweise durchbrochen wird, könnte er für zukünftige Trades zu einem Widerstandslevel werden.
  • Zuletzt bieten technische Indikatoren, wie etwa die weiter unten erläuterten Fibonacci Retracements, dynamische Unterstützungs- und Widerstandslevel, deren Bewegungen derjenigen des Preises des Vermögenswertes entsprechen.

Breakout-Trading-Strategie

Beim Breakout-Trading wird versucht, eine Position in den frühen Phasen eines Trends zu besetzen. In der Regel bildet eine Breakout-Strategie die Grundlage für den Handel großer Kursbewegungen.

Ein Breakout-Trader wird eine Long-Position eröffnen, nachdem der Aktienkurs das Widerstandslevel durchbrochen hat, oder eine Short-Position eingehen, wenn der Aktienkurs unter das Unterstützungslevel gefallen ist. Für ein erfolgreiches Breakout-Trading ist das richtige Erkennen der Phasen von Unterstützung und Widerstand essenziell.

Range-Trading-Strategie

Range-Trading ist eine Strategie, die am besten an einem Markt funktioniert, der häufigen Kursschwankungen ausgesetzt ist. Vom Range-Trading profitieren insbesondere Forex-Trader, weil Forex-Märkte nicht immer einen klar erkennbaren Trend aufweisen.

Eine Range-Trading-Strategie kann am besten von einem Trader angewendet werden, der es versteht, überkaufte und überverkaufte Vermögenswerte zu identifizieren. Das Ziel ist es, die überverkauften Vermögenswerte zu kaufen und die überkauften zu verkaufen. In diesem Fall bezeichnet ein „überverkaufter Vermögenswert“ einen Vermögenswert, der sich dem Unterstützungslevel nähert, während ein „überkaufter Vermögenswert“ ein Vermögenswert ist, der sich dem Widerstandslevel nähert.

Pullback- und Retracement-Trading-Strategie

Ein Pullback ist ein kurzzeitiger Einbruch oder eine temporäre Umkehr im Kursverlauf eines sich normalerweise im Aufwärtstrend befindlichen Vermögenswertes. Pullback-Trading ermöglicht es Tradern, von diesen Kursschwankungen zu profitieren. Das Ziel ist es, niedrig zu kaufen und hoch zu verkaufen, sobald der Vermögenswert sich aus dem Pullback herausbewegt und seinen Aufwärtstrend fortsetzt.

Pullbacks werden manchmal auch Retracements genannt, sollten aber nicht mit Reversals verwechselt werden. Reversals sind nämlich langfristige oder permanente Abweichungen von einem vorherrschenden Trend.

Bei der Bestimmung, ob ein Marktabfall ein Pullback oder ein Reversal ist, kann das Fibonacci Retracement durchaus hilfreich sein.

Wie nutzen Positionshändler das Fibonacci Retracement?

Das Fibonacci Retracement ist eine Form der technischen Analyse, die Positionshändlern bei der Entscheidung helfen kann, wann sie eine Position eröffnen und schließen sollten.

Um die Fibonacci Retracements zu berechnen, zeichnen Positionshändler sechs Linien entlang eines Kurscharts des Vermögenswertes. Die erste Linie geht entlang des 100 %-, die nächste entlang des 50 %- und die letzte entlang des 0 %-Niveaus. Folglich werden Positionshändler drei weitere Linien bei 61,8 %, 38,2 % und 23,6 % zeichnen.

In der Theorie entsprechen diese Prozentwerte dem Goldenen Schnitt, der in diesem Fall dazu genutzt werden kann, um zu identifizieren, wo sich die Unterstützungs- und die Widerstandslevel befinden. An diesen Punkten sollten sich Positionshändler dazu entschließen, eine Position zu eröffnen oder zu schließen.

Fazit

Positionstrading klingt simpel. Um erfolgreich damit zu handeln, müssen allerdings detaillierte Fundamental- und technische Analysen durchgeführt werden und Positionshändler sollten zudem über ein ausgeprägtes Wissen über die Märkte verfügen. Nachfolgend finden Sie einige wichtige Punkte, die Sie für jede Strategie beachten sollten:

  • Unterstützungs- und Widerstandslevels, die Positionshändlern erkennen lassen, wann der Kurs einen Abwärts- oder einen Aufwärtstendenz aufweist. Die Unterstützung ist der Kurs, unter den ein Vermögenswert üblicherweise nicht fällt, und der Widerstand ist der Punkt, an dem der Kurs eines Vermögenswertes dazu tendiert, nicht weiter zu steigen.
  • Breakout-Trading ist eine gute Strategie für die frühen Phasen eines Trends, aber Trader müssen Phasen der Marktunterstützung und des Marktwiderstands identifizieren können, um Trading-Möglichkeiten richtig zu erkennen.
  • Range-Trading wird am besten an Märkten verwendet, die sich ohne klaren Trend auf und ab bewegen, wie einige Forex-Märkte.
  • Eine Pullback-Trading-Strategie kann es Positionshändlern ermöglichen, zu einem geringen Preis zu kaufen und zu einem hohen Preis zu verkaufen, während sich der Kurs eines Vermögenswertes nach einem temporären Abfall erholt, anstatt weiter in ein permanentes Reversal zu fallen.

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