Liquidität Definition

Was ist Liquidität?

Der Begriff „Liquidität“ bezieht sich im Finanzwesen auf die Leichtigkeit, mit der ein Vermögenswert gekauft oder verkauft werden kann, ohne dass sein Preis davon direkt betroffen ist - synonym wird auch der Begriff „Marktliquidität“ verwendet. Mit einer großen Nachfrage nach einem Vermögenswert geht hohe Liquidität einher, da in diesem Fall ein Käufer (oder Verkäufer) für den Vermögenswert einfacher zu finden ist.

Bargeld wird als der Vermögenswert bezeichnet, welcher am liquidesten ist, da es sehr stabil und leicht zugänglich ist sowie einfach ausgegeben werden kann. Aus diesem Grund wird Bargeld allgemein dafür verwendet, die Liquidität von anderen Märkten zu messen. Die Liquidität einer Aktie wird beispielsweise daran gemessen, wie schnell und einfach sie zu Bargeld umgewandelt werden kann. Wenn es schwierig ist, einen Vermögenswert in Bargeld umzuwandeln, so wird er als illiquid betrachtet.

Eine Möglichkeit, die Marktliquidität zu bewerten, besteht darin, den Kauf/Verkauf-Spread zu beobachten – wenn die Liquidität eines Vermögenswertes steigt, dann geht der Kauf/Verkaufs-Spread in der Regel zurück.

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Beispiele für Liquidität

Liquide Märkte

An einem liquiden Markt erfolgen Transaktionen aufgrund einer hohen Anzahl von Käufern und Verkäufern schneller. Mit einem täglichen Handelsvolumen von mehr als 5 Billionen US-Dollar gilt beispielsweise der Forex als größter und liquidester Markt der Welt.

Große Aktienmärkte, wie die New York Stock Exchange, werden ebenfalls als äußerst liquide betrachtet, weil dort jeden Tag Tausende von Aktien den Inhaber wechseln. Die Liquidität einer einzelnen Aktie kann jedoch variieren und hängt von vielen Faktoren ab, wie ihrer Marktkapitalisierung, der Börse, an der sie gehandelt wird und ob sie in einem Index gelistet ist. Blue Chip-Aktien wie Microsoft, Google und Apple gelten als besonders liquide.

Illiquide Märkte

Illiquide Vermögenswerte können nicht so unproblematisch gekauft oder verkauft werden, da es ihnen an willigen Investoren oder Spekulanten mangelt. Einige Small Cap-Aktien haben eine geringere Liquidität als Aktien mit einer höheren Marktkapitalisierung, insbesondere diejenigen, die Over-the-Counter (OTC) gehandelt werden, weil die Small Cap-Aktien ein wesentlich geringeres Marktinteresse aufweisen.

Weitere Beispiele für illiquide Vermögenswerte sind Immobilien, einige Forex-Paare – insbesondere neu entstehende FX-Paare und exotische Paare – sowie weniger bekannte Kryptowährungen.

Vor- und Nachteile der Liquidität

Vorteile

Bei einer erheblichen Liquidität können Trader Vermögenswerte schnell und zu jeder Zeit innerhalb der Marktzeiten kaufen und verkaufen. Dies wird oftmals mit einem reduzierten Risiko in Verbindung gebracht, da sich die Marktteilnehmer von Ihren Positionen schnell zurückziehen können, ohne den Preis des Vermögenswertes bedeutend zu beeinflussen.

Neben der Tatsache, dass liquide Märkte leicht zugänglich und grundsätzlich einfacher zu handeln sind, werden sie auch durch stabilere Preise und höhere Effizienzgrade gekennzeichnet.

Nachteile

Liquidität hat kaum Nachteile. Üblicherweise gilt Mangel an Liquidität als problematisch – auch bekannt als „Liquiditätsrisiko“.

Bei einem illiquiden Markt kann es zu häufigen und wesentlichen Preisbewegungen kommen, da Angebot und Nachfrage nach dem gehandelten Wertpapier gering sind. Für Käufer und Verkäufer mag der Prozess etwas umständlicher sein, da sie sich an mehrere Parteien mit möglicherweise unterschiedlichen Preisen wenden müssen, um ihre Order in der vorgesehenen Größe ausgeführt zu bekommen.

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