Spread Definition

Was bedeutet Spread?

Im Trading bezeichnet der Begriff Spread die Differenz zwischen dem Kauf- (Offer) und Verkaufskurs (Bid) eines Vermögenswertes. Der Spread ist ein wichtiger Faktor beim Derivatehandel und bestimmt, wie Derivate – etwa Differenzkontrakte (CFDs) – bepreist werden.

Viele Broker, Market Maker und andere Anbieter drücken ihre Preise in Form des Spreads aus. So ist der Preis beim Kauf eines Vermögenswertes immer etwas höher als der Kurs des zugrundeliegenden Marktes, während er beim Verkauf immer ein wenig unter dem Kurs des Basiswerts liegt.

In der Finanzwelt kann der Begriff Spread verschiedene weitere Bedeutungen haben, jedoch beziehen sie sich immer auf die Differenz zweier Preise oder Kurse. Ein Beispiel für eine andere Verwendung des Begriffs stammt aus dem Optionshandel.* Hier wird vom Options Spread gesprochen. Gemeint ist das Kaufen und Verkaufen einer gleichen Anzahl von Optionen mit unterschiedlichen Ausübungspreisen (Strike) und -zeitpunkten.

Was ist CFD-Trading und wie funktioniert es?

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Was ist der Kauf-/Verkaufs-Spread?

Der Kauf-/Verkaufs-Spread, auch Bid-Ask-Spread, bezeichnet ebenfalls den Spread, der auf den Preis eines Vermögenswertes angewandt wird. Er spiegelt das Verhältnis von Angebot und Nachfrage für den Vermögenswert wider. Wenn der Kauf- und Verkaufspreis nah beieinander liegen, wird von einem engen Markt gesprochen. Das bedeutet, dass die Käufer und Verkäufer sich über den Wert des zugrundeliegenden Vermögenswertes einig sind. Ist der Spread dagegen weiter, gibt es abweichende Meinungen darüber, wie viel der Vermögenswert wert ist.

Der Bid-Ask-Spread wird durch verschiedene Faktoren bestimmt, darunter:

  1. Liquidität. Liquidität bezieht sich darauf, wie einfach es ist, einen Vermögenswert zu kaufen oder zu verkaufen. Wenn die Liquidität eines Vermögenswertes zunimmt, kommt es meist dazu, dass der Bid-Ask-Spread enger wird.
  2. Volumen. Eine Methode zur Bestimmung der täglichen Quantität beim Handel mit einem Vermögenswert. Vermögenswerte mit einem höheren Handelsvolumen haben oft engere Kauf-/Verkaufs-Spreads.
  3. Volatilität. Die Volatilität zeigt an, wie oft sich der Marktkurs in einem bestimmten Zeitraum verändert. Kommt es zu vermehrten Preisänderungen und damit zu erhöhter Volatilität, fällt der Spread meist deutlich weiter aus.

Spreadkosten erklärt

Der Spread umfasst die Gebühren, die Trader für das Abwickeln einer Position bezahlen. In einigen Fällen, wie beispielsweise bei Aktien, wird der Anbieter keinen Spread, sondern eine Kommission berechnen. Andere Vermögenswerte weisen möglicherweise eine Mischung beider Kostenarten auf.

Beim Trading von Finanzinstrumenten, die über einen Spread verfügen, hoffen Händler, dass sich der Marktpreis über (oder bei Short-Positionen: unter) den Bereich des Spreads bewegt. In diesem Fall kann der Trade mit einem Gewinn geschlossen werden. Sollte sich der Preis nicht über den Spread-Preis hinaus entwickeln, können dem Trader Verluste entstehen, selbst wenn sich der Markt in die gewünschte Richtung bewegt hat.

Beispiel für einen Kauf-/Verkaufs-Spread

Sehen wir uns einen Kauf-/Verkaufs-Spread bei IG an. In diesem Beispiel sehen Sie den Unterschied zwischen dem Preis des zugrundeliegenden Marktes – 1339,10 USD – und den Preisen, zu denen Trader eine Position eröffnen können.

Der Spread beträgt für diesen Markt 0,3 Punkte. Das bedeutet, dass auf beiden Seiten des Preises 0,15 Punkte hinzugerechnet werden. Sollte ein Trader eine Long-Position eröffnen wollen, würde er den Vermögenswert bei 1339,25 kaufen. Ein Trader, der sich short positionieren möchte, müsste den Vermögenswert bei 1338,95 verkaufen.

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