DAX: Grexit wird wahrscheinlicher

06.07.2015 – 15:30 Uhr: Der gestrige Sonntag hatte es in sich. Die Mehrheit der Hellenen lehnte im Referendum die von der EU geforderten Sparmaßnahmen ab.

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Quelle: Bloomberg

Folglich startete der deutsche Leitindex DAX mit tiefroten Vorzeichen in den Handel der neuen Woche. Ein wenig Rückendeckung erhielten die Bullen von Yanis Varoufakis. Der griechische Finanzminister erklärte ein wenig überraschend seinen Rücktritt.

Charttechnik

Zurzeit muss sich der steigende exponentielle 200-Tage-Durchschnitt bei aktuell 10.870 Punkten einem weiteren Test unterziehen. Mitte Juni konnte die Glättungslinie Schlimmeres verhindern. Bei momentan 10.658 Zählern liegt auf Tagesbasis der einfache und in den Medien oft zitierte 200-Tage-Durchschnitt.

Varoufakis-Rücktritt als Stütze

Rund 61% der wahlberechtigten Griechen entschieden sich im gestrigen Referendum gegen die Forderungen der internationalen Geldgeber. Damit ist die Gefahr eines Austritts Griechenlands aus der Eurozone Grexits deutlich gestiegen. Mit dem Nein zum Sparpaket hat sich die Regierung von Alexis Tsipras einen Bärendienst erwiesen. Ohne ein Entgegenkommen seitens Athens wird es wohl keine weiteren Hilfsgelder geben. Auch in Berlin ist die Geduld zu Ende. Das Bundesfinanzministerium lehnt nach eigenen Angaben einen Schuldenschnitt für Hellas ab.

Der DAX notiert zur Stunde mit 10.882 Punkten leicht unter der Preisregion bei 10.900 Zählern. Der EUR-USD nähert sich gefährlich der psychologischen Unterstützung bei 1,1000 USD. Auch beim Goldpreis dominieren rote Vorzeichen. Das gelbe Edelmetall liegt aktuell unter der wichtigen Chartmarke bei 1.180 USD je Feinunze.

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