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Market Update

EZB Leitzins aktuell – Christine Lagarde hält wohl die Füße still

Es gilt bereits seit Wochen als ausgemachte Sache, auch heute wird die EZB den Leitzins nicht anrühren. Neben der anschließenden Pressekonferenz könnte auch die jüngste Aufwertung des Euro zum US-Dollar ein Thema sein.

Quelle: Bloomberg
Quelle: Bloomberg

Written by

Christian Henke

Christian Henke

Chief Market Analyst

Veröffentlicht am

Wichtigste Punkte:

  • Heute dürfte die EZB den Leitzins unverändert belassen. Interessant dürfte sein, ob sich Christine Lagarde zur aktuellen Euro-Stärke äußern wird
  • Charttechnisch steht beim EUR/USD eine Entscheidung an. Oberhalb der Marke von 1,18 USD könnte die Euro-Stärke an Fahrt aufnehmen

Wie reagiert die EZB auf die Aufwertung des Euro gegenüber dem Dollar?

Im Augenblick besteht aus Sicht der Europäischen Zentralbank kein Handlungsbedarf. Die Inflation ist im Januar in der Eurozone auf 1,7% gesunken und liegt damit unter dem Zielwert der EZB von 2,0%. Zudem erachten die Währungshüter die Wirtschaft als stabil. Somit dürfte der Leitzins (Einlagezins) bei unverändert 2,0% belassen werden. Auch für die kommenden Monate sind keine Zinsschritte in Aussicht.

Allerdings hat der Euro gegenüber dem US-Dollar zuletzt deutlich aufgewertet. Dieser Umstand könnte bei der EZB zu einem Thema werden. Laut dem österreichischen Notenbankchef Martin Kocher könnte die Europäische Zentralbank infolgedessen eine Zinssenkung durchaus in Erwägung ziehen. Eine dauerhafte Euro-Stärke wäre für die exportorientierte Wirtschaft auf dem alten Kontinent fatal und könnte die Konzerne mitunter hart treffen.

EZB Leitzins in %

Quelle: Trading Economics
Quelle: Trading Economics

Die 1,18-USD-Marke muss fallen

Charttechnisch betrachtet könnte sich die derzeitige Euro-Stärke sogar weiter zunehmen. Im Wochenchart streiten sich zurzeit Bullen und Bären um den Widerstand bei 1,18 USD. Gelingt der Ausbruch nach oben, müsste beim EUR/USD mit einem Kurs von 1,23493 USD gerechnet werden. In diesem Bereich liegt das Hoch von Anfang Januar 2021.

Rückendeckung bekommt die Einheitswährung von den technischen Indikatoren. Die drei exponentiellen 21-, 34- und 55-Wochen-Durchschnittslinien steigen und sichern bei aktuell 1,16772/1,14577 USD als Unterstützungen nach unten ab. Der Moving Average Convergence/Divergence-Indikator (MACD) versucht, über die Nulllinie zu kommen. Gelingt dies auf Wochenbasis, wäre dies ein neues mittelfristiges Kaufsignal.

EUR/USD Chart auf Wochenbasis 

Quelle: IG Handelsplattform; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen
Quelle: IG Handelsplattform; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen

Long- und Short-Setups

Long-Szenario

  • Der Widerstandsbereich bei 1,18 USD kann nachhaltig bezwungen werden
  • Anschließend geht es zuerst in Richtung 1,20 USD und dann bis zum Hoch bei 1,23493 USD aus dem Jahr 2021
  • Der Stop Loss könnte knapp unterhalb des ehemaligen Hochs bei 1,14950 USD platziert werden

Short-Szenario

  • Der Ausbruch gen Norden scheitert und der EUR/USD muss sich zurückziehen
  • Erstes Korrekturziel wäre dann das einstige Hoch bei 1,14950 USD
  • Oberhalb der Widerstandsmarke bei 1,18 USD sollten Short-Positionen geschlossen werden

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