DAX: Wie gewonnen so zerronnen

04.12.2015 – 15:30 Uhr: Die Mehrheit der Marktteilnehmer hatten sich von der gestrigen Pressekonferenz der EZB mehr erhofft und sahen sich sehr schnell enttäuscht.

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Quelle: Bloomberg

Prompt kam es auf dem Frankfurter Börsenparkett zu einem Ausverkauf bei den heimischen Dividendenpapieren. Obwohl die Abstrafung ein wenig zu heftig ausfiel, haben die Anleger hierzulande das niedrige Kursniveau bislang noch nicht zum Einstieg genutzt. Zu tief sitzt noch die Enttäuschung durch die Europäische Zentralbank.

Charttechnik

Der gestrige Handelstag war aus charttechnischer Sicht ein gehöriger Schlag ins Kontor. Der zuvor zurückeroberte Kreuzwiderstand bei 11.000/11.100 Punkten musste den Bären überlassen werden. Des Weiteren wurden das 50%-Retracement bei 10.861 Zählern sowie der gewichtete 200-Tage-Durchschnitt bei 10.810 Punkten überrannt. Nun könnte die nächste Anlaufstelle bei 10.494 Zählern angesteuert werden.

Konjunktur

Neben der EZB-Ratssitzung stand der heutige offizielle US-Arbeitsmarktbericht ganz oben auf der Agenda. In den USA wurden im Monat November 211 Tsd. neue Arbeitsplätze geschaffen. Die jüngsten Beschäftigungszahlen lagen damit über der Marktprognose von 200 Tsd. neuen Jobs. Die Arbeitslosenquote betrug unverändert 5,0%. Somit scheint eine Leitzinserhöhung in den Vereinigten Staaten immer wahrscheinlicher zu werden.

Der DAX verliert auch heute weiter an Boden und hält sich zurzeit mit 10.675 Punkten um 1,4% im Minus auf. Der EUR-USD kann die Preisregion bei 1,09 USD behaupten. Gold kann von der Schwäche an den Aktienmärkten profitieren und legt um 1% auf 1.073 USD je Feinunze zu.

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