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Dax angeschlagen – Chinas Notenbank belastet deutsche Export-Titel

11.08.2015 - 16:50 Uhr: Nach einem fulminanten Wochenauftakt macht der sogenannte „Turnaround Tuesday“ seinem Namen alle Ehre.

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Quelle: Bloomberg

Angesichts der Ende Juli gestarteten Erholungsbewegung hatte der Dax bereits die Marke von 11.700 Punkten ins Visier genommen und bis dahin sämtliche Widerstände ohne nennenswerte
Gegenwehr erobert. Die Marke von 12.000 Punkte schien nur noch eine Frage der Zeit, nur hatte da noch keiner mit einem derartigen Eingriff der chinesischen Notenbank gerechnet.

Was also ist passiert!? Nach Ansicht der chinesischen Währungshüter ist der zunehmend an Stärke gewinnende, da an den Greenback gekoppelte, Renminbi einer der maßgeblichen Belastungsfaktoren für die zuletzt stagnierenden Exportquoten Chinas. Über eine Abwertung des Yuans von 1,9 Prozent zielen die Notenbanker nun auf eine preisliche Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit für Exportgüter aus dem Reich der Mitte. Das heißt allerdings im Umkehrschluss, dass jegliche Importgüter nun entsprechend teurer werden. In selbigem Maße verschlechtert sich damit die Wettbewerbssituation ausländischer Anbieter auf dem chinesischen Markt.

Mit korrelierenden Einbußen müssen nun all jene internationalen Unternehmen rechnen, deren Absatzmarkt im Fernen Osten zuletzt zusehends an Bedeutung gewonnen hat. Und das ist im Besonderen die auf Export ausgerichtete Wirtschaft Deutschlands, vorneweg Automobil-Titel und Zulieferer wie bspw. BMW, Daimler, Volkswagen oder Continental, die am Dienstag samt und sonders zwischen vier und fünf Prozent nachgeben müssen.

Zur Stunde notiert der deutsche Leitindex bei 11.320 Zählern 2,5 Prozent schwächer, woraus ein Abschlag von 285 Punkten resultiert. Aus charttechnischer Sicht gilt es nun die Unterstützungsregion im Bereich des 38,2-prozentigen Fibonacci-Retracements bei 11.250 Zählern zu verteidigen, um weiteres Abschlagspotential bis in den Bereich von rund 11.000 Punkten zu verhindern.

Der Euro zeigt bei 1,1037 US-Dollar dagegen ein moderates Plus von aktuell 0,2 Prozent. Gold kann ebenfalls leicht zulegen und verteuert sich am späten Nachmittag um 0,2 Prozent auf momentan knapp 1.107 US-Dollar pro Feinunze.  

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