Dax taumelt gen Süden - Korrekturende noch nicht in Sicht

07.05.2015 - 11:20 Uhr: Auch am Donnerstag findet der Dax keinen Halt. Nach zuletzt zwei Erholungsversuchen nimmt das Börsenbarometer erneut den Süden ins Visier. Das heutige, bis dato vorläufige Bewegungstief wurde bei 11.172 Punkten markiert. 

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Quelle: Bloomberg

Zuletzt regelmäßig schwächer als erwartet ausgefallene US-Konjunkturdaten haben den Euro mittlerweile über die Marke von 1,1380 US-Dollar gehievt. Zur Erinnerung: Mitte April testete die europäische Einheitswährung noch ein Level von 1,05 US-Dollar. Schwache US-Daten schieben die amerikanische Zinswende immer weiter nach hinten, was wiederum den Greenback belastet. Der im Umkehrschluss erstarkende Euro lässt wiederum die Gewinne der insbesondere auf den Export ausgerichteten Unternehmen in Deutschland schmelzen. Einer der maßgeblichen Kurstreiber der Aktienmarkt-Hausse hierzulande lässt also zusehends Federn.

Mittel- bis langfristig, sprich am großen Bild, ändert sich allerdings wenig. Angesichts der EZB-Liquiditätsoffensive, eines nach wie vor relativ schwachen Euros sowie des zinsbedingten Anlagenotstandes gibt es kaum renditeträchtige Alternativen zu Aktien. Die aktuelle Korrekturbewegung hat vielmehr die extrem überkaufte Marktlage abbauen können. Auch hier noch einmal zu Erinnerung: In der ersten Handelswoche diesen Jahres notierte der Dax noch unterhalb von 9.400 Zählern. Ende April präsentierte sich der Dax oberhalb von 12.000 Punkten. Vor diesem Hintergrund gewinnen die aktuellen Preisniveaus zunehmend an Attraktivität für langfristig orientierte Investoren.

Nichtsdestotrotz liegt das Momentum nach wie vor auf Seiten der Bären. Der Dax ist auch heute wieder schwer unter Druck. Sollte sich die jüngste Abwärtsbewegung nochmals forcieren, repräsentiert die obere Begrenzung der ehemaligen Schiebezone aus Januar/Februar zwischen 10.600 und 11.000 Dax-Punkten eine signifikante charttechnische Supportregion.

Zur Stunde verliert der deutsche Leitindex 1,3 Prozent auf bei 11.205 Zähler. Der Euro legt 0,3 Prozent auf 1,1382 US-Dollar zu. Die Feinunze Gold weist bei aktuell 1.184 US-Dollar einen Abschlag von 0,6 Prozent aus.

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