Dax unter Druck – Zinssorgen, Wirtschaftssanktionen und Geo-Risiken belasten

11.09.2014 - 16:34 Uhr: Der heutige Handelsverlauf am deutschen Aktienmarkt ähnelt dem Kursgeschehen zur Wochenmitte.

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Quelle: Bloomberg

Zwar verhelfen freundliche Vorgaben aus den Staaten und Japan vorerst zu einem freundlichen Handelsauftakt. Im weiteren Verlauf bröckeln die Kurse aber zusehends ab. Der Dax markiert ein Tagestief bei 9.630 Zählern, um sich dann zunächst wieder Richtung 9.700 Punkten zu erholen. Maßgebliche Belastungsfaktoren sind dabei die geopolitischen Risiken in der Ukraine und dem Nahen Osten sowie zunehmende Zinssorgen angesichts der nicht mehr allzu fern anstehenden geldpolitischen Wende der US-Notenbank.

Aber der Reihe nach. Der Waffenstillstand zwischen der Ukraine und den Separatisten hält zwar, ist aber äußerst brüchiger Natur. Zudem treten die seitens der Europäischen Union beschlossenen Wirtschaftssanktionen gegen Russland bereits am morgigen Freitag in Kraft. Eine adäquate Reaktion seitens Russland dürfte nicht lange auf sich warten lassen und die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den EU-Staaten, im besonderen Deutschland, und Russland noch stärker belasten. Derweil lässt Kreml-Chef Putin per Militärmanöver und probehalber Mobilmachung die militärischen Muskeln spielen.

US-Präsident Obama erklärt indes via TV-Ansprache den Islam-Extremisten vom sogenannten Islamischen Staat den Krieg und beabsichtigt die Luftangriffe auf deren Stellungen massiv auszuweiten. In Großbritannien wiederum rückt die Abstimmung über eine Unabhängigkeit Schottlands immer näher. Zudem werden die Aktienmärkte vor dem Hintergrund einer evtl. früher als gedacht anstehenden Zinswende der Fed immer nervöser. Entsprechend schwach fällt momentan auch die Performance der US-Börsen aus.  

Zur Stunde tendiert der Dax wieder gen Süden und weitet sein Verluste aus. Allerdings hält sich das heimische Börsenbarometer in Anbetracht besagter Belastungskriterien noch vergleichsweise wacker. Bei 9.662 Punkten notiert der Dax derzeit 0,4 Prozent leichter. Der Euro gewinnt dagegen 0,2 Prozent auf 1,2964 US-Dollar. Gold kennt weiter nur eine Richtung und verbilligt sich um 0,9 Prozent auf aktuell 1.237 US-Dollar pro Feinunze.

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