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Dax hinter roten Vorzeichen – US-Arbeitsmarktdaten ohne nachhaltige Wirkung

08.11.2013 – 15:40 Uhr: Am Tag nach der überraschenden Leitzinssenkung durch die Europäische Zentralbank kommt der Dax kaum vom Fleck. Am Donnerstag war der deutsche Aktienindex, kurz nach Veröffentlichung des Zinsentscheides, noch auf ein neues Allzeithoch knapp unterhalb von 9.200 Punkten hochgeschnellt.

Ebenso rasch drückten jedoch Gewinnmitnahmen das Börsenbarometer wieder gen Süden, sodass am Ende nahezu der komplette Tagesaufschlag verloren ging. Zudem belasteten schwache US-Börsen den hiesigen Aktienmarkt.

Dunkelrote Vorgaben aus Asien und vor allem den USA erwiesen sich dann auch am heutigen Vormittag als einer der Hauptbelastungsfaktoren und halten den Dax zum Wochenausklang im Minus. Zudem lastete die Abstufung der Bonität Frankreichs durch die Ratingagentur Standard & Poor's auf dem Kursgeschehen. Nicht zuletzt wegen der am frühen Nachmittag zur Veröffentlichung anstehenden Arbeitsmarktdaten aus den Vereinigten Staaten, verharrten nicht wenige Marktakteure zunächst an der Seitenlinie.

Besagte Zahlen fielen schließlich ambivalent aus, zumindest was die Interpretation hinsichtlich einer nahenden Drosselung der ultralockeren US-amerikanischen Geldpolitik angeht. Auf der einen Seite fielen die sog. Nonfarm Payrolls für September wesentlich besser als erwartet aus. Statt des geschätzten Stellenaufbaus von 125.000 neuen Jobs wurden tatsächlich 204.000 neue Stellen geschaffen. Auf der anderen Seite kletterte die Arbeitslosenquote im selben Monat von 7,2 auf 7,3 Prozent. Den Beginn des unter Investoren so gefürchteten Taperings hat die Federal Reserve eng mit der nachhaltigen Erholung das US-Arbeitsmarktes verknüpft. Vor diesem Hintergrund waren die Zahlen heute weder Fisch noch Fleisch. 

Entsprechend ratlos bleiben dann auch die Anleger am deutschen Aktienmarkt zurück. Nach einem kurzen Ausreißer unter die Marke von 9.000 Zählern sortiert sich der Dax wieder in die, nahezu den ganzen Tag über, dominierende Seitwärtsrange zwischen 9.015 und 9.045 Punkten ein. Zur Stunde notiert der heimische Leitindex bei 9.036 Punkten 0,5 Prozent schwächer. Gold reißt derweil, im Sog der US-Daten, die 1.300 Punkte und verbilligt sich momentan um 1,6 Prozent auf 1.286 US-Dollar pro Unze. Der Euro gibt ebenfalls nach und weist bei aktuell 1,3358 US-Dollar ein Minus von 0,4 Prozent aus.

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