S&P 500: Schwerer Schlag ins Kontor

02.09.2015 – 11:00 Uhr: Die Kursturbulenzen an den chinesischen Börsen haben sich auch an den weltweiten Aktienmärkten negativ bemerkbar gemacht.

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Quelle: Bloomberg

An der Wall Street sieht es charttechnisch betrachtet nicht zum Besten aus. Der S&P 500 zeigt sich im Big Picture angeschlagen. Der Mix aus vier verschiedenen Indikatoren hat sich in das Lager der Bären geflüchtet.

Bei dem besagten Mix werden der MACD, das Momentum, der Relative Stärke Index (RSI) sowie der Williams %R auf Monatsbasis dargestellt.

MACD

Bei diesem klassischen Trendfolgeindikator werden die herkömmlichen Parameter auf 3,6, und 2 abgeändert, um auf Monatsbasis aussagekräftige Signale zu generieren. Ein Kaufsignal liegt vor, wenn sowohl die MACD-Linie als auch die Signallinie am Ende eines Monats oberhalb der Nulllinie schließen. Umgekehrt liegt ein Verkaufssignal vor.

Momentum

Das Momentum ist eigentlich ein klassischer Oszillator. Mit der Verwendung der Nulllinie wird daraus jedoch ein Trendfolgeindikator. Die Einstellung beträgt 9 Monate. Ein Monatsschlusskurs oberhalb dieser Linie hat ein Einstiegssignal zur Folge. Unterhalb der Nulllinie wird ein Baisse-Signal geliefert.

Relative-Stärke-Index (RSI) und Williams %R

Bei dem RSI und Williams %R handelt es sich ebenfalls um alt gediente Oszillatoren. Die klassischen Parameter werden hierbei nicht berücksichtigt. Wichtig ist dagegen die 50iger Marke. Darüber befindet sich der Basiswert in einem Aufwärtstrend, darunter folglich in einem Abwärtstrend.

Kauf- und Verkaufssignale

Der genannte Mix generiert ein Kaufsignal, wenn sich mindestens drei von vier Indikatoren im positiven Terrain aufhalten. Bei einem Unentschieden besteht kein Handlungsbedarf. Bei drei von vier Verkaufssignalen besteht die Gefahr einer Baisse. Im Januar 2012 lagen auf Monatsbasis drei Einstiegssignale vor. Der Schlusskurs betrug zu diesem Zeitpunkt 1.310 Punkte. Ende August hatte sich die charttechnische Lage deutlich verschlechtert. Am letzten Handelstag des besagten Monats schloss der S&P 500 mit 1.965 Zählern. Die technische Ampel war mit drei Ausstiegssignalen bei den genannten Indikatoren auf Rot gesprungen. In dem Zeitraum von Januar 2012 bis August 2015 verzeichnete der marktbreite US-Index ein Plus von 50%.

Im Langfristchart streiten sich Bullen und Bären nun um die waagerechte Trendlinie bei 1.851/1.820 Punkten. Bei einem Bruch nach unten müsste mit einem weiteren Rückgang bis in den Bereich bei rund 1.500 Zählern gerechnet werden.

S&P 500 auf Monatsbasis

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Quelle: IG Handelsplattform

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