DAX: Korrekturen bleiben Mangelware

05.02.2015 – 11:00 Uhr: Einige Anleger haben den zuletzt schnell fahrenden ICE-Börsenzug schlichtweg verpasst. Gerade diese Marktteilnehmer fragen sich nun, wann es zu einer Korrektur kommt. Rücksetzer wurden bislang stets zum Einstieg genutzt. Dennoch könnte es in diesem Monat zu einer Konsolidierung kommen.

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Quelle: Bloomberg

Zuerst werfen wir einen Blick auf den Wochenchart des deutschen Leitindex. Auf dieser Zeitebene versperrt die ehemalige untere Trendkanallinie bei aktuell 10.990 Punkten den Weg. Dieser Widerstand wurde mit dem Intra-Day-Hoch bei 10.987 Zählern in dieser Handelswoche bereits erreicht. Prallt der DAX davon nach unten ab, könnte dies der Startschuss für die mittlerweile überfällige Korrektur sein.

Angesichts der jüngsten Kletterpartie wäre ein Rücksetzer mittlerweile durchaus wünschenswert. Ausgehend vom 6. Januar bis zum genannten Rekordstand vom 3. Februar ist das heimische Börsenbarometer um 17% gestiegen. Unter Berücksichtigung dieses Aufwärtsimpulses liegt im Bereich bei 10.605 Zählern das 23,6%-Fibonacci Retracement. Weitere mathematisch abgeleitete Unterstützungen sind auf Tagesbasis bei 10.370 Punkten (38,2%-Retracement) sowie bei 10.181 Zählern (50%-Retracement) auszumachen. Auch ein Test der einstigen Widerstandsbarriere bei 10.113/10.000 Punkten wäre kein Beinbruch.

DAX auf Wochenbasis

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Quelle: IG Handelsplattform

Aber auch die Saisonalität könnte den Bären in die Karten spielen. Der Februar gilt als recht unzuverlässiger Börsenmonat. In den vergangenen zehn Jahren konnte der DAX lediglich nur fünf Mal im Plus schließen. Die Tatsachen, dass der DAX zuletzt mehr als kräftig gestiegen ist und die Europäische Zentralbank erst ab März die Geldschleuse öffnen wird, sprechen für eine kurzfristige Konsolidierung.

Saisonaler Verlauf des DAX im Februar

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Quelle: IG, eigene Berechnung

Korrektur Hin oder Her, die Aussichten für deutsche Aktien sind weiterhin gut. Oberhalb des psychologisch wichtigen Widerstands bei 11.000 Punkten könnte es zu einem weiteren deutlichen Aufwärtsimpuls kommen. Das nächste charttechnische Kursziel liegt dann bei 11.300 Zählern. Hierbei wurde die Höhe der nach oben verlassenen Seitwärtsphase berücksichtigt.

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