Setzt Gold die Abwärtsbewegung fort?

Vergangene Woche durchbrach Gold die vielbeachtete und psychologisch wichtige Marke von 1200 USD je Feinunze. Doch bedeutet dies nun die Einleitung eines nachhaltigen Abwärtstrends? 

Gold

Aus meiner Sicht nein - solange wir nicht unter 1170 USD fallen. Anstatt von einem Unterstützungslevel bei 1200 zu sprechen sehe ich eher eine Unterstützungszone in einer Tradingrange von 1170 – 1200 USD. In dieser Range hatten wir in der Vergangenheit bereits markante Höchst- bzw. Tiefstpunkte, welche nun ihre Wirkung entfalten sollten. Zusätzlich dazu liegt bei ziemlich genau 1170 USD das 61.8% Fibonacci Retracement Level aus der Aufwärtsbewegung vom Dezember 2015 – Juli 2016.

Trump Wahl belastet Gold

Nach der Wahl Donald Trumps verlor Gold gut 100 USD, was auf zwei Faktoren zurückzuführen ist. Zum einen setzte der US-Dollar zu einem Höhenflug an. So stieg der Dollar-Index von 98 auf knapp unter 102 Punkte. Für Investoren, die nicht den USD als Hauptwährung haben, wird ein Investment in das Edelmetall, welches in USD gehandelt wird, somit teurer. Zum anderen beflügelt Trump die Wachstumsfantasien der US-Amerikanischen Wirtschaft, welches zu einer Risk-On Positionierung geführt hat. Geld wurde folglich aus sicheren Häfen, wie Gold, abgezogen und in Aktien investiert.

Neuauszählung könnte zum Unsicherheitsfaktor werden

Unterstützung könnten Goldinvestoren nun von der US-Amerikanischen Grünenpolitikerin Jill Stein erfahren. Nach einem ersten Verdacht von Unregelmässigkeiten bei der Wahlauszählung in den US-Bundesstaaten Wisconsin, Pennsylvania und Michigan (alle Staaten gingen knapp an Trump) hat sie nun die notwendigen finanziellen Mittel zusammen um eine Neuauszählung in allen drei Staaten zu beantragen. Den Antrag auf Neuauszählung in Wisconsin hat sie bereits am vergangenen Freitag gestellt, die weiteren Fristen sind für Pennsylvania der 28. November und für Michigan der 30. November. Dieser neue Unsicherheitsfaktor könnte den Goldpreis stützen.

Für mich ergeben sich zwei Szenarien: Sollte die Verunsicherung am Markt wieder zunehmen, sollte dies den Goldpreis stützen. Sollten wir die Marke von 1170 USD je Feinunze jedoch nachhaltig nach unten brechen, wäre ein Rücksetzer auf die Dezember 2015 Lows möglich. 

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