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Rezession USA – Warum eine Stabilisierung wahrscheinlicher ist

Aktienmarkt und Realwirtschaft sind nicht immer im Gleichschritt, über kurz oder lang passen sich beide jedoch einander an.

Kreditausfälle gehen zurück

Wirtschaftsrezessionen oder Depressionen werden in der Regel über eine abrupte „Kreditklemme“ ausgelöst. Das bedeutet, dass Unternehmen einer rigorosen und vorsichtigen Haltung der Banken ausgesetzt sind. Dies ist aktuell noch nicht zu sehen.

Die Zahlungsrückstände bei Hypotheken und Krediten, die 90 Tage oder länger in Verzug sind , haben sich seit der letzten Erhebung leicht verbessert. Die Zahl der säumigen Schuldner ist von 1,0% auf 0,9% zurückgegangen.

Es ist schwer vorstellbar, dass die Wirtschaft in eine Rezession oder Kreditkrise schlittert, wenn die Kreditausfälle bei Hypotheken und Krediten tendenziell sinken oder stabil bleiben.

Ist die Fed zu langsam?

Die Aktien-Hausse im ersten Halbjahr 2019, hängt im Prinzip mit der wirtschaftlichen Abkühlung im 3 und 4 Quartal des letzten Jahres zusammen, die dann einen Wechsel in der geldpolitische Ausrichtung der Fed auslöste. Ein mögliches Bullszenario für 2020 lautet, dass niedrigere Marktzinsen eine Stabilisierung und dann eine wirtschaftliche Erholung bewirken werden.

Derzeit hört man von Unternehmensseite, dass man Prognosen und Gewinne anpassen wird und Maßnahmen dagegen ergreifen wird. Was man von Unternehmens- und Analystenseite jedoch nicht hört ist , dass es an Geld mangelt oder die Banken den „Geldhahn“ zudrehen. Dies bedeutet, dass Verbraucher und Unternehmen die Mittel erhalten, die sie für ihre Geschäftstätigkeiten brauchen. Darüber hinaus würden sie einen zukünftigen geringeren Zinsaufwand haben, wenn Refinanzierungen gelingen. Gepaart mit soliden Einkommenszuwächsen, wie derzeit ebenfalls noch der Fall ist, sollte eine Rezession derzeit eher unwahrscheinlich sein.

Die heftigen Bewegungen am Aktienmarkt in den letzten Wochen, in beide Richtungen, sind höchstwahrscheinlich Teil eines Korrekturprozesses der seit Beginn des Sommers anhält.

Die Fed ist sehr besorgt, dass das Zinsumfeld in den USA ins Negative Umfeld abdriftet ,wie in Japan und in Europa. Allerdings hecheln die Zentralbanker, derzeit dem Markt und den Zinserwartungen hinterher. Dies ließ die Renditen der US-Staatsanleihen stark sinken, sodass der Spread von kurzlaufenden und langlaufenden Staatsanleihen invertierte. Eine Aktienmarkt Erholung ist somit solange eher unwahrscheinlich, bis die Fed mit ihren Maßnahmen, die Renditen der US-Staatsanleihen beruhigt und diese nicht mehr sinken.

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