DAX: Anleger warten auf Initialzündung

20.03.2017 – 07:50 Uhr (Werbemitteilung): Der Zinsentscheid der US-amerikanischen Notenbank Fed sowie die Wahl in den Niederlanden waren in der vergangenen Woche die zentralen Themen an den Finanzmärkten.

Quelle: Bloomberg

Die Leitzinserhöhung in den Vereinigten Staaten war keine große Überraschung. Positiv aufgenommen wurde die Aussage, dass die Währungshüter in den Vereinigten Staaten in diesem Jahr mit zwei weiteren Zinsschritten rechnen und nicht wie befürchtet, mit drei Zinserhöhungen. Auch der Wahlausgang im Nachbarland Niederlande beruhigte die Anleger. Im Vorfeld waren die Sorgen recht groß, dass die populistische und eurokritische Partei von Geert Wilders einen deutlichen Stimmenzuwachs verzeichnen könnte.

Ausblick

Kursrelevante Konjunkturdaten sind in dieser Woche kaum zu erwarten. In den USA stehen Daten zum Immobiliensektor, die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter auf der Agenda. Des Weiteren werden die Einkaufsmanagerindizes aus Frankreich, Deutschland sowie der Eurozone veröffentlicht. Auf der Unternehmensseite ist dagegen weitaus mehr los. Mit Deutsche Bank, Commerzbank, BMW, Continental und Fresenius Medical Care (FMC) werden fünf DAX-Konzerne ihre Quartalsberichte präsentieren. Zudem stehen die Bilanzausweise einiger Unternehmen aus dem Nebenwertesektor im Terminkalender.

Charttechnik

In der zurückliegenden Woche wäre fast der Ausbruch aus der Seitwärtsphase geglückt. Das Jahreshoch bei 12.082 Punkten, welches die Oberseite der Schiebezone darstellt, konnte zeitweise überwunden werden. Allerdings blieb ein nachhaltiger Sprung darüber aus. Gelingt dieses Unterfangen, wäre dies für den DAX eine Initialzündung. In diesem Fall könnte es dann in Richtung des Rekordhochs bei 12.400 Zählern von April 2015 gehen. Sollte es dagegen zu einer Korrektur kommen, müsste mit einem Test des steigenden gewichteten 50-Tage-Durchschnitts bei aktuell 11.871 Punkten sowie der unteren Begrenzung der Trading Zone bei 11.784/11.804 Zählern gerechnet werden.

Der Euro konnte die Aufwärtstrendlinie bei momentan 1,0726 USD zurückgewinnen. Dennoch könnte die laufende Gegenbewegung bereits in Kürze enden. Im Tageschart bereitet die fallende exponentielle 200-Tage-Durchschnittslinie bei 1,07951 USD Probleme. Zudem liegen bei rund 1,08 USD zwei waagerechte Widerstandslinien. Unterhalb des genannten Aufwärtstrends könnten der EUR-USD wieder unter Druck geraten. Mögliches charttechnisches Ziel wäre dann die Kreuzunterstützung bei 1,0465 USD, bestehend aus der unteren Abwärtstrendkanallinie sowie der horizontalen Trendgeraden.

Zur Stunde sehen wir den DAX bei 12.058 Punkten, 0,3% unter dem Schlusskurs der Vorwoche.

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