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DAX: Erster Herbststurm auf dem Frankfurter Börsenparkett

Von einem gelungenen Start in den goldenen Oktober kann wahrhaftig nicht Rede sein.

Der DAX musste in den ersten beiden Handelstagen des neuen Börsenmonats deutlich Federn lassen. Dennoch besteht die Hoffnung auf eine Jahresendrally.

200-Tages-Linie im Visier

Damit hätten die wenigsten Anleger gerechnet, dass die einfache 200-Tage-Linie ins Visier geraten könnte. Gestern war dies jedoch der Fall. Vorangegangen waren deutliche Kursverluste zu Beginn dieses Monats.

Die beiden ehemaligen Kurslücken bei 12.107/12.042 Punkten sowie bei 11.989/11.930 Zählern wurden überrannt. Auch die psychologische Marke bei 12.000 Punkten hatte den Bären nicht viel entgegen zu setzen und wurde ebenfalls unterschritten. Die genannten Unterstützungen fungieren nun als Widerstände.

Erst die erwähnte 200-Tage-Linie bei aktuell 11.826 Punkten und die stabile Unterstützungszone bei 11.840/11.800 Zählern konnten den Sturzflug aufhalten. Darunter sollte es nach Möglichkeit nicht gehen. Die nächste charttechnische Verteidigungslinie liegt dann bei 11.400 Punkten.

DAX auf Tagesbasis

Quelle: IG Handelsplattform

Kommt diesmal eine Jahresendrally?

Aus statistischer Sicht sind die Aussichten auf eine Jahresendrally gar nicht mal so schlecht. In den letzten zweiundzwanzig Jahren konnte der DAX zwischen Oktober und Dezember in mehr als 80% der Fälle um durchschnittlich rund 5% zulegen. Allerdings waren die Jahre 2017 und 2018 enttäuschend. Des Weiteren verschiebt sich der Start des genannten saisonalen Musters in Vorwahljahren auf Mitte bis Ende November. Dann aber könnte der deutsche Leitindex deutlich an Fahrt aufnehmen.

Der größte Spielverderber könnte der immer noch andauernde Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie die möglichen Auswirkungen des Zollstreits auf die Konjunktur sein. Zuletzt sind Rezessionsängste aufgekommen. Und dies mögen die Anleger bekanntlich nicht.

DAX-Performance im Schlussquartal in %

Quelle: IG Research

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