EZB überrascht den Markt, indem es das QE nicht ausweitet

Nachdem die heutige Zinsankündigung der EZB erwartungsgemäss keinen weiteren Zinsschritt vorsah, wurde mit Spannung die Pressekonferenz unter Leitung des EZB Präsidenten Mario Draghi erwartet. 

ECB

Und wieder einmal schaffte Draghi es den Markt zu überraschen, diesmal jedoch anders als in der Vergangenheit - Draghi verteilte dieses Mal keine Geschenke. Während seiner Rede wurde deutlich, dass zwar ein Team damit beauftragt wurde, alle verfügbaren Optionen für das QE zu überprüfen, die EZB derzeit mit der Entwicklung des existierenden QE Programms jedoch sehr zufrieden sei. Draghi führte insbesondere die erhöhte Kreditvergabe an private Haushalte und Unternehmen und die Verschiebung der wirtschaftlichen Impulse weg vom Export und hin zum Konsum als wichtige Indikatoren für den Erfolg des existierenden QE Programms an. Aus diesem Grund wurde eine weitere Ausweitung des Programms zur quantitativen Lockerung nicht besprochen und eine solche stünde bis auf weiteres auch nicht im Raum. Die europäischen Aktienmärkte drückte es in der Folge deutlich in die Verlustzone, denn viele Händler hatten auf eine Ausweitung oder zumindest auf Hinweise darauf gehofft.

Die Dezember-Prognosen im Blickpunkt

Zwar reduzierte Draghi sowohl die Inflations- als auch die BIP Ziele für 2017 und 2018. Um eine mögliche Ausweitung des QE Programms jedoch in Betracht ziehen zu können, seien die für den Monat Dezember zu veröffentlichten Prognosen der Inflations- und BIP Ziele abzuwarten. Die Frage, wie eine Ausweitung des QE gestaltet werden könnte und ob Aktienkäufe ein mögliches Mittel seien, beantwortete Draghi kühl mit dem Hinweis darauf, dass dieses Thema nicht besprochen wurde. Die EZB hält sich somit alle Türen offen.

Erleichterung für die SNB

Draghi bekräftigte jedoch die Notwendigkeit von weiterhin niedrigen Zinsen, um den wirtschaftlichen Erholungsprozess zu bekräftigen. Für die SNB, welche nächste Woche ihre Sitzung hat, bedeutet dies zunächst, dass kein Handlungsbedarf bei den Zinsen besteht. Auch die Zurückhaltung der EZB beim Thema QE dürfte dafür sorgen, dass der Druck auf den Euro und somit auf den EURCHF zumindest nicht grösser werden sollte. Gute Nachrichten für die SNB, denn diese musste erst am Mittwoch einen neuen absoluten Rekordwert bei den Fremdwährungsreserven in Höhe von nun 626,6 Milliarden CHF verkünden. Der EURCHF sollte sich also weiterhin in einer Handelsspanne zwischen 1,08 und 1,10 Franken je Euro bewegen.

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