Brexit: was sind die Folgen für die Schweiz?

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Brexit

Die Märkte sind davon ausgegangen, dass sich die Briten für einen Verbleib in der EU entscheiden. Nun ist es anders gekommen. Daher sollte dieser Überraschungseffekt auch die Auswirkungen auf die Finanzmärkte verstärken. Die unmittelbare Reaktion sollte eine extreme Volatilität zur Folge haben, gepaart mit Panikverkäufen, sowie eine Zuflucht in sichere Häfen. 

Dem Vereinigten Königreich steht nun ein zweijähriges Verfahren mit der EU bevor, um die Bedingungen für einen Ausstieg zu verhandeln. Die EU wird den Ausstieg nicht allzu einfach gestalten, um nicht anderen Ländern ein Signal zu geben, dass sie ganz einfach ebenfalls die EU verlassen können. Wir dürften daher auch weiterhin, zumindest die nächsten paar Monate, eine hohe Volatilität an den Märkten sehen.

Auswirkungen auf die Schweiz:

In der Schweiz hat man die Auswirkungen auf dem Devisenmarkt sofort gespürt. Das Währungspaar GBP/CHF fiel um 8% auf 1,31 und EUR/CHF erreichte ein Tief bei 1,0620 bevor der Kurs wieder auf 1,0730 anstieg. Die SNB hat vermutlich im FX-Markt interveniert, um einen stärkeren Franken zu verhindern. Dies ist wohl die einzige Option, welche die Zentralbank aktuell hat. Den Zinssatz zu senken, wäre in diesem Fall ineffizient, da den Märkten derzeit Sicherheit wichtiger ist als Erträge. Ausserdem sind die Renditen auf der ganzen Welt gegenwärtig allgemein sehr niedrig.

Die Schweizer Exportunternehmen könnten sowohl unter nicht-konkurrenzfähigen Preisen durch einen starken Schweizer Franken, als auch unter einer Abschwächung der Nachfrage nach Schweizer Gütern aus Europa leiden. Dies, weil Unternehmen in Grossbritannien und Deutschland, ihre Investitionen auf eine späteren Zeitpunkt verschieben oder sogar ganz einstellen könnten, bis sie wieder mehr Vertrauen in die Wirtschaft haben.

Die Schweizer Banken werden ebenfalls negativ von der Marktvolatilität beeinflusst werden, da wir bereits zu Beginn des Jahres gesehen haben, dass sie bei starken Marktschwankungen anfällig sind. Der Brexit wird wahrscheinlich auch zur Folge haben, dass die Zinsen für längere Zeit niedrig bleiben werden, was sich negativ auf die Einnahmen im Bereich Fixed Income auswirken wird.

Die Abstimmungsresultate zeigen ein klares Bild. Sie stehen Synonym für die Unzufriedenheit über die EU, über die britische Regierung und in erster Linie über den Status quo. Es handelt sich um einen Trend, den wir auch in vielen anderen Teilen der Welt beobachten können, einschliesslich in den USA mit der Popularität von Donald Trump, die zu einem weiteren Risikoereignis führen könnte.

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