Hauptwährungspaare

Welche sind die bedeutendsten Forex-Paare – und warum sind sie so begehrt?

Währungspaare wurden nicht alle gleich kreiert. Einige Währungspaare werden weit öfter gehandelt als andere. Die Königsdisziplin besteht hier aus Währungspaaren, welche aus Hauptwährungen bestehen, die auf der ganzen Welt beobachtet und gehandelt werden.

Was sind die grössten Forex-Paare?

Verschiedene Trader und Nachrichtensender haben wahrscheinlich unterschiedliche Meinungen dazu, welche Kombinationen zu den Hauptwährungspaaren gehören sollten, jedoch werden die Meisten mit Sicherheit diese vier nachfolgenden Währungen nennen:

Die meisten Verzeichnisse der grössten Währungspaare enthalten ausserdem auch die drei, gegenüber dem US-Dollar, populärsten „Rohstoffwährungen“: AUD/USD, USD/CAD und NZD/USD. Gemeinsam machen diese sieben Währungspaare ca. 80% des weltweiten Forex-Handels aus.

Zuzüglich gibt es natürlich auch einige Währungspaare, die den Dollar gar nicht beinhalten – so zum Beispiel EUR/GBP, EUR/CHF und EUR/JPY. Diese kennt man als Cross Currency Paare.

Die vier bedeutendsten Währungspaare

EUR/USD

Das Paar EUR/USD, oder auch Eurodollar genannt, ist mit Abstand das meistgehandelte Währungspaar der Welt. Das ist wenig überraschend, da es das grösste (USA) und zweitgrösste Wirtschaftssystem (Europäische Union) einander gegenüberstellt. Es ist gleichzeitig eines der jüngsten Hauptwährungspaare, da der Euro erst seit dem Jahr 2002 im Umlauf ist.

Die zwei treibenden Kräfte der Eurodollar-Volatilität sind die US-Notenbank und die Europäische Zentralbank (EZB), sowie zuzüglich die Zinssätze dieser beiden Gremien. Sobald die Notenbank Zinssätze anhebt, resultiert dies zumeist in einem stärkeren US-Dollar und somit in einem Rückgang des EUR/USD-Kurses.

Die Popularität des EUR/USD sichert eine hohe Liquidität, was bedeutet, dass Spreads oft stark wettbewerbsfähig und somit Kaufs- und Verkaufsangebote dadurch einfach zu finden sind.

USD/JPY

Was die meisten Trader zuerst beim USD/JPY merken werden, ist, dass der Wert der einzelnen Pip-Einheit um ein vielfaches grösser ist, als bei den meist anderen Währungen. Dies ist ein Resultat des relativ niedrigen Wertes des Yen gegenüber dem Dollar.

Der Yen wird oftmals als eine Hälfte eines Carry Trades genutzt. Hier leiht der Trader Geld in einem Land, in dem niedrigere Zinssätze herrschen, und investiert dann folglich in einem Land, in dem wiederrum höhere Zinssätze herrschen. Beispielsweise hat die Bank of Japan seit vielen Jahren mit niedriger Inflation und niedrigem Wachstum zu kämpfen und hat als Resultat dessen oft Zinssätze nahe des Nullpunkts, oder sogar negative Zinssätze auferlegt.

Dies hat wiederum dem Yen dazu verholfen, einen Ruf als „Zufluchtsort“ für Trader zu erreichen, was ebenfalls am Anstieg des Gopher-Kurses während Zeiten der wirtschaftlichen Unsicherheit zu erkennen ist. Viele Trader sehen so den US-Dollar gleichermassen als Zufluchtsort, was allerdings schnell zu Komplikationen führen kann.

GBP/USD

Der Cable nimmt seinen Namen von Unterwasserkabeln, die sogenannte Bid- und Ask-Quotes über den Atlantischen Ozean förderten – eine Hommage an Ihre ehrwürdige Vergangenheit. Bevor der US-Dollar den Markt übernahm, war das Britische Pfund die Reservewährung.

Die beiden Währungspaare GBP/USD und EUR/USD haben vieles gemeinsam. Zum einen, auch wenn Grossbritannien nie Teil der Europäischen Währungsunion war, ist dessen wirtschaftliche Position eng an die Europäische Union gebunden. Zum anderen, anders als die Paare USD/CHF und USD/JPY, agiert der Dollar als Notierungswährung für sowohl den Cable, als auch den Eurodollar. Dies bedeutet, dass beide Paare im Kurs steigen können, auch wenn der US-Dollar fällt, und wiederrum fallen, wenn er steigt.

Wie bei allen Forex-Paaren, haben die Richtlinien der Zentralbänke, in diesem Fall die Bank of England und die US-Notenbank, Aufsicht über beide Währungen (GBP/USD), was einen grossen Einfluss auf deren Kurse zur Folge hat.

USD/CHF

Die Anwesenheit des Schweizer Franken inmitten der vier Top-Währungen kann manchen etwas kurios vorkommen. Immerhin gehört die Schweizer Wirtschaft im Gegensatz zur Euro-Zone, Japan und Grossbritannien, nicht zur Gruppe der grossen, globalen Ökonomien.

Wie der Yen, verdankt der Schweizer Franken einen Grossteil seiner Popularität dem Status des Zufluchtsortes und sogenannten sichereren Hafens. Das macht ihn in Zeiten der wirtschaftlichen Unsicherheit oder Marktturbulenzen sehr beliebt, da Trader in der Regel Märkte suchen, die als wenig risikoreich gelten. Die Schweiz wird mit Ihrem Ruf als stabiles, sicheres und neutrales Land diesem Kriterium mehr als gerecht.

Wenn die Marktvolatilität niedrig ist, folgt der Schweizer Franken üblicherweise den Marktbewegungen des Euro. Dies ist ein Resultat der engen, ökonomischen Beziehungen der Schweiz zur Eurozone.

Rohstoffwährungen

AUD/USD

Aussie, Loonie und Kiwi werden oft als Rohstoffwährungen bezeichnet, was die Rolle natürlicher Ressourcen in ihren Ursprungsländern unterstreicht. Für AUD/USD bedeutet das oft Bergbau, Landwirtschaft verbunden mit Rindhaltung sowie Anbau von Wolle und Weizen.

Rohstoffpreise können einen grossen Einfluss auf Kursschwankungen des AUD/USD-Paares haben, gemeinsam mit Zinsentscheidungen der Reserve Bank of Australia (RBA), welche dazu neigt, einen höheren Zinssatz anzubieten, als andere grosse Zentralbanken.

USD/CAD

Auch in diesem Markt können Rohstoffpreise einen grossen Einfluss auf Kursbewegungen des Loonie haben - dank des Reichtums an Bauholz, Erdgas und Öl im zweitgrössten Land der Welt.

Indessen, hat das Paar USD/CAD eine interessante Besonderheit, da die Performance des Kanadischen Dollar stets sehr nah an der US Ökonomie hängt. Aufgrund dessen kann der Kanadische Dollar in kleineren Paaren, wie EUR/CAD Kassa, ähnlich wie der US-Dollar abschneiden. Ist er jedoch mit dem US-Dollar gepaart, fällt es Tradern generell um einiges schwerer, Kursschwankungen hervorzusehen.

NZD/USD

Die letzte grosse Rohstoffwährungspaarung ist der sogenannte Kiwi, ein Zusammenschluss aus NZD/USD. Agrikultur sowie internationaler Handel und Tourismus sind die Schlüssel zu Neuseelands Wirtschaft, somit werden alle Preisschwankungen bei weichen Rohstoffen stets auf dem NZD/USD ausgehandelt.

Wie alle Währungspaare, sollte die Rolle der jeweiligen Zentralbanken jedoch nicht unterschätzt werden. In diesem Fall gibt die Reserve Bank of New Zealand Zinssätze vor, die einen grossen Einfluss auf das NZD/USD-Paar haben können, gerade wenn dieses nicht mit den Vorgaben der Fed übereinstimmt.

Cross Currency Paare

EUR/GBP

Ein Währungspaar von wesentlicher Bedeutung für Grossbritannien und die Eurozone. EUR/GBP ist gerade seit der Bestimmung des Brexit am 23. Juni 2016 interessant geworden.

EUR/JPY

Als zweitgrösste Währung der Welt, kann der Euro in Paaren oft an Stelle des US-Dollar verwendet werden. Im EUR/JPY, dem sogenannten Yuppy, werden die, dem Yen und US-Dollar zugesagten Rufe der Zufluchtsorte („Safe Havens“), allerdings nicht anerkannt.

EUR/CHF

Wie beim EUR/GBP und CAD/USD, stehen mit dem Euro-Swissy EUR/CHF zwei eng beieinanderliegende Ökonomien gegenüber. Nach 2011 war der Wert des Schweizer Franken vier Jahre lang an den Kurs des Euro angeheftet. Alles dank der Schweizer Nationalbank.

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