Weiter zum Inhalt

Optionen und CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 71 % der Privatkundenkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. 71 % der Privatkundenkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter.

Was ist der Unterschied zwischen Optionen und Optionsscheinen?

Optionen und Optionsscheine sind bekannte Derivate und werden oft verwechselt. Dennoch unterscheiden sie sich deutlich in Risiko, Preisbildung und Handel. Erfahren Sie, welches Produkt besser zu Ihrem Trading-Stil passt.

Traden Quelle: Bloomberg

Optionen und Optionsscheine: ein Überblick

Sowohl Optionen als auch Optionsscheine sind derivative Finanzinstrumente. Ihr Wert leitet sich von einem zugrunde liegenden Basiswert ab, etwa einer Aktie, einem Index oder einem Rohstoff.

Beide Produkte ermöglichen es Ihnen, auf steigende (Call) oder fallende Kurse (Put) zu spekulieren. Zudem verfügen sie über eine feste Laufzeit, innerhalb derer sich der Markt in die gewünschte Richtung bewegen muss.

Trotz dieser Gemeinsamkeiten unterscheiden sich beide Produkte deutlich in ihrer Struktur und Funktionsweise.

 

Gemeinsamkeiten von Optionen und Optionsscheinen

Optionen und Optionsscheine weisen einige grundlegende Gemeinsamkeiten auf. Beide ermöglichen es Tradern, sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse zu setzen, und beide sind an eine feste Laufzeit gebunden.

Darüber hinaus wird der Preis beider Produkte von mehreren Faktoren beeinflusst, darunter Volatilität, Restlaufzeit und der Kurs des Basiswertes. Diese Einflussgrößen werden am Optionsmarkt als „Options-Griechen“ bezeichnet.

Der entscheidende gemeinsame Nenner ist jedoch: Beide Produkte sind Derivate, deren Wert sich aus einem zugrunde liegenden Markt ableitet.

 

Die wichtigsten Unterschiede zwischen Optionen und Optionsscheinen

Trotz ähnlicher Grundstruktur unterscheiden sich Optionen und Optionsscheine in mehreren zentralen Punkten.

Übersicht der Unterschiede

Merkmal Optionen Optionsscheine
Handelsplatz Terminbörse / OTC OTC / Börse
Standardisierung Hoch Individuell
Preisbildung Angebot & Nachfrage Emittent
Emittentenrisiko Nein Ja
Strategien Vielfältig (inkl. Stillhalter) Eingeschränkt

 

Zusammensetzung und Standardisierung

Optionen sind standardisierte Produkte, die an Terminbörsen gehandelt werden. Das bedeutet, dass Laufzeiten, Kontraktgrößen und Ausstattungsmerkmale klar definiert sind.

Optionsscheine hingegen werden von Banken emittiert und können individuell ausgestaltet sein. Dadurch kann es mehrere Produkte mit ähnlichen Eigenschaften geben, die sich dennoch im Detail unterscheiden.

Handelsplatz

Optionen werden ausschließlich an Terminbörsen gehandelt. Dort treffen Angebot und Nachfrage direkt aufeinander, was zu einer transparenten Preisbildung führt. Optionsscheine hingegen werden häufig außerbörslich (OTC) über den Emittenten gehandelt oder als Wertpapier an Börsen.

Preisbildung

Die Preisbildung bei Optionen erfolgt am Markt durch Angebot und Nachfrage. Bei Optionsscheinen wird der Preis hingegen maßgeblich vom Emittenten gestellt. Das kann zu weniger Transparenz führen.

Emittentenrisiko

Ein wesentlicher Unterschied liegt im Risiko. Optionen unterliegen einer Clearingstelle, wodurch das Kontrahentenrisiko minimiert wird. Bei Optionsscheinen besteht hingegen ein Emittentenrisiko: Im Falle einer Insolvenz kann das Produkt wertlos werden.

Handelsmöglichkeiten und Strategien

Optionen bieten deutlich mehr strategische Möglichkeiten. Neben einfachen Call- und Put-Positionen können Trader auch komplexe Strategien oder Stillhaltergeschäfte umsetzen. Optionsscheine sind in ihrer Struktur einfacher, bieten aber weniger Flexibilität.

Optionen vs. Optionsscheine: welches Produkt ist besser?

Eine pauschale Antwort gibt es nicht – es kommt auf Ihren Trading-Stil an.

Optionen bieten mehr Flexibilität, Transparenz und Sicherheit, sind jedoch komplexer in der Anwendung. Optionsscheine sind einfacher zugänglich, bringen jedoch zusätzliche Risiken mit sich, insbesondere durch den Emittenten. Für viele Trader sind daher standardisierte Optionen die professionellere Wahl.

Welche Möglichkeiten bietet IG für den Optionshandel?

Bei IG haben Sie zwei Möglichkeiten, auf Optionsmärkte zuzugreifen:

Zum einen können Sie klassische Optionen handeln. Diese bieten Ihnen die volle Flexibilität des Optionsmarktes, inklusive komplexer Strategien und einer Preisbildung durch Angebot und Nachfrage.

Zum anderen stehen Ihnen sogenannte Knock-out-Optionen zur Verfügung. Diese ermöglichen es Ihnen, mit klar definiertem Risiko zu handeln, da die Position automatisch geschlossen wird, sobald ein bestimmtes Kursniveau erreicht wird.

Der Vorteil: Sie können je nach Erfahrung und Risikoprofil zwischen komplexeren und einfacheren Instrumenten wählen.

 

Praxisbeispiel: Optionen vs. Optionsscheine am Beispiel einer Aktie

 

Merkmal Option (z. B. Apple) Optionsschein (z. B. Apple)
Basiswert Apple Inc. Aktie Apple Inc. Aktie
Handelsplatz Terminbörse / OTC Emittent / Börse
Preisbildung Angebot & Nachfrage Vom Emittenten gestellt
Laufzeit Standardisiert Frei wählbar durch Emittent
Risiko Kein Emittentenrisiko Emittentenrisiko vorhanden
Flexibilität Hoch (Strategien möglich) Eingeschränkt
Transparenz Hoch Geringer

 


Im praktischen Beispiel wird der Unterschied besonders deutlich. Während eine Option auf Apple Inc. an einer Terminbörse gehandelt wird und ihr Preis durch Angebot und Nachfrage entsteht, wird ein Optionsschein von einem Emittenten herausgegeben und entsprechend bepreist.

Das bedeutet, dass Trader bei Optionen von einer transparenten Marktstruktur profitieren, während bei Optionsscheinen zusätzliche Faktoren wie die Preisstellung des Emittenten eine Rolle spielen können.

Experten-Fazit: Wann eignen sich Optionen oder Optionsscheine?

Aus Marktsicht zeigt sich, dass viele Trader die Unterschiede zwischen Optionen und Optionsscheinen unterschätzen. Optionsscheine wirken auf den ersten Blick einfacher, bringen jedoch strukturelle Nachteile mit sich – insbesondere in Bezug auf Preisbildung und Emittentenrisiko. Optionen hingegen bieten mehr Transparenz und strategische Möglichkeiten, erfordern jedoch ein tieferes Verständnis des Marktes.

Für Trader bedeutet das konkret: Wer langfristig professionell handeln möchte, kommt an Optionen kaum vorbei. Einfachere Produkte wie Knock-outs können jedoch ein sinnvoller Einstieg sein.

❓ Häufig gestellte Fragen zu Optionen und Optionsscheinen

Was ist der Hauptunterschied zwischen Optionen und Optionsscheinen?

Der wichtigste Unterschied liegt in der Preisbildung und im Emittentenrisiko. Optionen werden an Börsen gehandelt, während Optionsscheine von Emittenten ausgegeben werden.

Sind Optionen oder Optionsscheine sicherer?

Optionen gelten als sicherer, da sie über Clearingstellen abgewickelt werden. Optionsscheine bergen ein Emittentenrisiko.

Was eignet sich besser für Anfänger?

Optionsscheine sind einfacher zu verstehen, während Optionen mehr Wissen erfordern. Alternativ können strukturierte Produkte wie Knock-outs den Einstieg erleichtern.

Kann man mit beiden Produkten long und short gehen?

Ja, sowohl Optionen als auch Optionsscheine ermöglichen es, auf steigende und fallende Kurse zu setzen.

 


Diese Information wurde von IG Europe GmbH und IG Markets Ltd (zusammen IG) bereitgestellt. Zusätzlich zum untenstehenden Haftungsausschluss enthält das auf dieser Seite enthaltene Informationsmaterial weder eine Auflistung unserer Handelspreise noch ein Angebot oder eine Aufforderung zu einer Transaktion in ein Finanzinstrument. IG übernimmt keine Verantwortung für die Verwendung dieser Kommentare und die daraus resultierenden Folgen. Es wird keine Zusicherung oder Gewähr für die Richtigkeit oder Vollständigkeit dieser Informationen gegeben. Folglich trägt der Anleger alleinverantwortlich das Risiko für einzelne Anlageentscheidungen. Jede angebotene Studie berücksichtigt nicht das Investment spezifischer Ziele, die finanzielle Situation und die Bedürfnisse einer bestimmten Person, die sie empfangen kann. Sie wurde nicht in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit des Investment Researchs (Anlageforschung) erstellt und gilt daher als Werbemitteilung. Obwohl IG nicht ausdrücklich darauf beschränkt ist, vor der Umsetzung unserer Empfehlungen zu handeln, versucht IG diese nicht zu nutzen, bevor sie den Kunden zur Verfügung gestellt werden. Sehen Sie die nicht-unabhängige Recherche und Quartalszusammenfassung an.

Erfahren Sie mehr darüber, wie Sie die Märkte handeln können

Entdecken Sie unsere Bandbreite an handelbaren Märkten und lernen Sie, wie sie funktionieren – mit dem kostenlosen Kurs „Einführung in die Finanzmärkte“ der IG Academy.

Das könnte Sie ebenfalls interessieren

Finden Sie heraus, welche Gebühren mit Ihren Trades, durch unsere transparente Gebührenstruktur entstehen können.

Entdecken Sie, warum sich so viele Kunden für IG entscheiden und was IG zu einem weltweit führenden CFD-Anbieter macht.

Bleiben Sie mit unserem anpassbaren Wirtschaftskalender über die bevorstehenden marktbewegenden Ereignisse informiert.