Die Angst vor einem Italexit

15.11.2018 – 07:30 Uhr (Werbemitteilung): Das war gestern ein munteres Hin und Her auf dem Frankfurter Handelsparkett.

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Quelle: Bloomberg

Nachdem die italienische Regierung das Ultimatum der Europäischen Union verstreichen ließ, ging es zur Eröffnung für den DAX abwärts. Im weiteren Verlauf konnte sich der deutsche Leitindex zuerst wieder erholen. Doch am Ende des Tages stand ein Minus auf der Frankfurter Kurstafel.

Die Marktteilnehmer befürchten eine neue Eurokrise. Dies ist angesichts des immensen Schuldenbergs Italiens durchaus verständlich. Zuletzt fiel sogar das eine oder andere Mal das Wort „Italexit“. Die Sorge vor einem möglichen Austritts Italiens aus der Europäischen Union könnte die Finanzmärkte in Angst und Schrecken versetzen.

Am Abend hat die britische Regierung der Europäischen Kommission den Brexit-Vertrag vorgelegt. Dies sorgte in London und Brüssel für Erleichterung. Allerdings könnte das 585-Seiten-Papier noch im Unterhaus scheitern.

Vorbörslich sehen wir den DAX bei 11.404 Punkten, minimal unterhalb des Schlusskurses vom Vortag.

Termine des Tages

UK : Einzelhandelsumsätze Oktober

USA : Phily-Fed-Index November

USA : Einzelhandelsumsätze Oktober

USA : Wöchentliche Rohöllagerbestände

Quartalszahlen

D : Henkel, K+S, LPKF Laser

Charttechnik

Der gestrige Tag war aus charttechnischer Sicht interessant. Zuerst rutschte der DAX unter die horizontale Trendlinie bei 12.420 Punkten. Anschließend gelang nicht nur die Rückeroberung besagter Chartmarke, sondern sogar der zeitweise Sprung über das 23,6%-Fibonacci-Level bei 11.558 Zählern. Am Ende der Börsensitzung schloss der deutsche Leitindex jedoch leicht unterhalb der Unterstützung bei 12.420 Punkten.

Von einer nachhaltigen Erholung ist der DAX zurzeit weit entfernt. Vielmehr könnte es weiter gen Süden gehen. Ein Erreichen der unteren Abwärtstrendkanallinie bei aktuell 11.272 Zählern oder sogar der waagerechten Trendlinie bei 11.170/11.152 Punkten kann momentan nicht ausgeschlossen werden.

DAX auf Tagesbasis

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Quelle: Bloomberg

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