Rohstoff Update
Der Goldpreis hat aus charttechnischer Sicht die Bodenbildung nahezu abgeschlossen. Für eine nachhaltige Trendwende muss jedoch noch ein entscheidender Widerstand überwunden werden: die viel beachtete 200-Tage-Linie. Gelingt der Ausbruch, könnte sich das charttechnische Bild deutlich aufhellen.
Mit dem Sprung über die Oberseite der Handelsspanne bei 4.203 USD wurde der Grundstein für die Bodenbildung gelegt und wichtiger Schritt nach vorne gemacht. Doch der eingangs erwähnte exponentielle 200-Tage-Durchschnitt bei aktuell 4.278 USD könnte der Erholung einen Strich durch die Rechnung machen. Mit anderen Worten, die besagte Glättungslinie muss auf Schlusskursbasis überwunden werden.
Erst dann wäre das Schlimmste überstanden und der Goldpreis könnte seine Erholung fortsetzen. Erstes Ziel: Das altbekannte und oft getestete markante Tief bei 4.382 USD. Darüber wartet dann im Tageschart der ehemalige Aufwärtstrend bei 4.452 USD. Gelingt der Sprung darüber, würde sich das gelbe Edelmetall wieder im Aufwärtstrend befinden.
Der nächste Analyseschritt ist, zu ermitteln, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für einen Ausbruch gen Norden ist. Dafür werfen wir einen Blick auf den Directional Movement-Index (DMI). Der ADX (10 Tage), der die Trenddynamik misst, zieht deutlich an und signalisiert mit einem Wert von über 20 eine neue Trendphase. Und was macht der Kaufdruck (DI+)? Dieser steigt ebenfalls und liegt zurzeit wieder über dem Verkaufsdruck (DI-). Folglich könnte der Sprung über die 200-Tage-Linie gelingen. Dennoch sollte im Hauptchart ein Schlusskurs darüber abgewartet werden.
Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen
Szenario |
Trigger |
Zielbereich |
Stopp |
Long |
Wichtig ist nun ein beherzter Sprung über die 200-Tage-Linie |
4.382 USD |
4.098 USD |
Short |
Der Goldpreis beißt sich an der 200-Tage-Linie die Zähne aus und kehrt in die Handelsspanne zurück |
3.959 USD |
4.278 USD |
Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen