Off Book Definition

Was ist ein Off-Book-Handel?

Als Off-Book-Handel bezeichnet man den Vorgang des Aktienhandels ausserhalb einer Börse oder einer regulierten Einrichtung. Sie werden in der Regel über den Freiverkehrsmarkt (OTC) abgewickelt. Off-Book-Transaktionen werden direkt zwischen zwei Parteien durchgeführt, ausserhalb oder „abseits“ der Orderbücher.

Sobald ein Preis zwischen den beiden Parteien vereinbart wurde, ist es üblich, dass einer der Teilnehmer den Handel und seine Parameter an die Börse – und den breiteren Markt – übermittelt, um die Ausführung „On Exchange“ zu bringen.

Wenn ein Handel On Exchange durchgeführt wird, findet der Handel direkt im Orderbuch statt und ist für die breite Öffentlichkeit des Marktes sichtbar.

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Off-Book-Handel – ein Beispiel

Angenommen, Sie möchten Aktien der Firma ABC kaufen, und eine andere Partei möchte dieselbe Anzahl von ABC-Aktien verkaufen. Keiner Ihrer Broker hat direkten Zugriff auf das Orderbuch. Daher wird die Transaktion abseits der Börse ausgeführt. Dieser Handel war „Off Book“.

Sie entscheiden sich jedoch beide für die Erstellung eines Handelsberichts, der die Transaktion „On Exchange“ bringt und eine öffentliche Aufzeichnung der Transaktion erstellt.

Würde Ihr Broker über einen direkten Marktzugang (Direct Market Access, DMA) verfügen, hätten Sie ihn anweisen können, eine Kauf- oder Verkaufsorder direkt in das Orderbuch zu stellen.

Vorteile und Nachteile des Off-Book-Handels

Vorteile des Off-Book-Handels

Eine Off-Book-Order ist nicht so abhängig von den Regeln eines Börsen- oder Handelssystems. Dies bedeutet, dass sie den Teilnehmern viel mehr Freiheit und Flexibilität dabei bieten, ihre eigenen Preise zu wählen und die Rahmenbedingungen ihres eigenen Handels zu umreissen. Die Gegenparteien können eine private Vereinbarung abschliessen, die ihren Bedürfnissen und Zielen entspricht.

Nachteile des Off-Book-Handels

Off-Book-Handel kann ein höheres Adressausfallrisiko mit sich bringen, da es nur wenige Regeln oder vertragliche Verpflichtungen gibt.

Für den einen oder anderen Off-Book-Handel existieren überhaupt keine offiziellen Aufzeichnungen. Der Nachteil dabei ist, dass Off-Book-Handel häufig von Personen betrieben wird, die ihr Verhalten vor anderen verbergen wollen.

Das Fehlen einer offiziellen Regulierung kann ebenfalls ein Grund zur Sorge sein, da keine der Parteien verpflichtet ist, den Handel bei einer Börse zu melden oder die Aufträge gegenüber einem Verwaltungsorgan zu veröffentlichen. Und selbst wenn Off-Book-Handel gemeldet wird, sodass sie „On Exchange“ ausgeführt werden, kann der Prozess zeitaufwändig sein und erheblichen Verzögerungen unterliegen. Dies liegt daran, dass die Börse den Handel nicht sofort erfassen muss.

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