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Wer gewinnt den Wettlauf um die Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus?

Viele Unternehmen haben hart daran gearbeitet, einen Coronavirus-Impfstoff herzustellen. Entdecken Sie die besten Covid-19-Impfstoffaktien, die Sie derzeit sehen können.

Die besten Unternehmensaktien im Kampf um den Corona-Impfstoff: Welches sind die am weitesten fortgeschrittenen Impfstoffe?

Im Folgenden konzentrieren wir uns auf die am weitesten fortgeschrittenen Impfstoffkandidaten.

University of Oxford und AstraZeneca

Die University of Oxford erprobt derzeit einen der am weitesten fortgeschrittenen Impfstoffkandidaten. Der Impfstoffkandidat ChAdOx1 nCoV-19 hat in bisherigen Studien am Menschen keine unerwünschten Reaktionen gezeigt. Das Immunsystem der Freiwilligen hat in einer ähnlichen Weise reagiert, die bei Tieren beobachtet wurde, die dadurch erfolgreich vor dem Virus geschützt werden konnten.

Ob dies auch beim Menschen der Fall ist, wird die laufende Phase-III-Studie zeigen, in der das Medikament an Zehntausenden von Freiwilligen, vor allem in den USA, aber auch in Brasilien und Südafrika, erprobt wird.

Nach Angaben der WHO soll die Phase-III-Studie in Brasilien etwa ein Jahr dauern und im Oktober 2021 enden, nachdem sie zuvor von Juli 2021 verschoben worden war. Interessanterweise gab die Universität bekannt, dass eine kleine Gruppe, der zwei Dosen verabreicht wurden (während alle anderen nur eine erhielten), „die stärkste Immunreaktion“ zeigte, und dass die Menschen möglicherweise mehrere Impfungen erhalten müssen, wenn sich der Kandidat als erfolgreich erweist. Dies war auch bei einer Reihe anderer Impfstoffe der Fall, die sich in der Entwicklung befinden.

AstraZeneca hat eine formelle Partnerschaft mit der Universität geschlossen und wird im Erfolgsfall die Herstellung und den Vertrieb des Impfstoffs übernehmen. Viele Regierungen auf der ganzen Welt haben bereits über zwei Milliarden Dosen vorbestellt, darunter das Vereinigte Königreich, die USA, die EU, Indien und eine Reihe von internationalen Impfstoff- und Gesundheitsinstitutionen.

Sinovac

Das chinesisches Biotech-Unternehmen Sinopharm hat bereits im Januar mit der Arbeit an seinem Impfstoffkandidaten CoronaVac begonnen. In China wurden Phase-I- und Phase-II-Studien an 743 Personen durchgeführt und bisher wurden keine unerwünschten Nebenwirkungen festgestellt.

Die Phase-II-Studie wird voraussichtlich Ende 2020 abgeschlossen sein, aber die Arbeit an Phase III, in der der Impfstoff an fast 9000 medizinischen Fachkräften in Brasilien getestet wird, hat bereits begonnen.

Sinovac arbeitet bei der Studie mit dem brasilianischen Arzneimittelhersteller Butantan zusammen, sagt aber, dass das Unternehmen „mit mehreren Unternehmen ausserhalb Chinas für Phase-III-Wirksamkeitsstudien zusammenarbeitet“.

Die vorläufigen Ergebnisse der Phase-III-Studie in Brasilien liegen wahrscheinlich im September 2021 vor und die Studie soll offiziell im Oktober 2021 abgeschlossen werden.

Moderna

Moderna arbeitet mit dem National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID), das zum US-Gesundheitsministerium gehört, zusammen an einem Impfstoffkandidaten, der mRNA-1273 getauft wurde. Das US-Unternehmen war ganz vorne mit dabei, als die Genomsequenz des Virus Anfang dieses Jahres veröffentlicht wurde. Die Phase-II-Studie ist in vollem Gange und die Ergebnisse einer Studie, die nicht am Menschen durchgeführt wurde, zeigte, dass zwei Dosen des Impfstoffkandidaten „einen schnellen Schutz vor einer SARS-CoV-2-Infektion bieten“.

Die Phase-III-Studie wurde genehmigt und umfasst 30 000 Freiwillige in den USA, die bis September rekrutiert wurden. Sie ist Teil der „Operation Warp Speed“ von der US-Regierung und wird voraussichtlich im Oktober 2022 abgeschlossen sein.

Moderna hat auch Partnerschaften mit anderen Unternehmen in den USA geschlossen, um die Produktionskapazitäten zu erweitern, falls sich der Kandidat als erfolgreich erweisen sollte, und gibt an, dass das Unternehmen zunächst 500 Millionen Dosen pro Jahr liefern wird. Es erwägt aber eine Verdoppelung auf eine Milliarde Dosen im Jahr 2021. Das Unternehmen gibt zudem an, dass es Ende Juli über Kundeneinlagen in Höhe von rund 400 Mio. $ verfügte, die für eine mögliche Verteilung des Impfstoffkandidaten im Erfolgsfall vorgesehen sind.

BioNTech, Fosun Pharma und Pfizer

BioNTech hat eine Partnerschaft mit Pfizer geschlossen, um seine Impfstoffkandidaten weltweit zu entwickeln, mit Ausnahme von China, wo das Unternehmen eine Partnerschaft mit Fosun Pharma aufgebaut hat. Zwei Primärkandidaten wurden vorläufigen Tests unterzogen. Dabei wurde einer der Kandidaten als für den Menschen besser verträglich eingestuft. Dieser bevorzugte Kandidat wurde dann zu einer Phase-II/III-Studie mit bis zu 30 000 Freiwilligen in den USA, Argentinien, Brasilien und Deutschland weitergereicht.

„Unter Annahme eines klinischen Erfolgs sind Pfizer und BioNTech auf dem besten Weg, bereits im Oktober 2020 eine behördliche Genehmigung zu beantragen und, falls eine behördliche Genehmigung oder Zulassung erteilt wird, bis Ende 2020 bis zu 100 Millionen Dosen und bis Ende 2021 etwa 1,3 Milliarden Dosen zu liefern“, sagte BioNTech im Juli.

Das Unternehmen hat bei einem erfolgreichen Impfstoff bereits Lieferverträge mit zahlreichen Ländern geschlossen, darunter mit den USA, Kanada, Japan und dem Vereinigte Königreich.

Impfstoffe in klinischen Phase-II-Studien

Derzeit befinden sich zwei Kandidaten in Phase-II-Studien, die in Phase III übergehen sollen.

CanSino Biological und das Beijing Institute of Biotechnology

CanSino Biologics arbeitet mit dem Beijing Institute of Biotechnology an seinem Impfstoffkandidaten Ad5-nCOV. Gemeinsam haben die beiden Partner im Mai die Ergebnisse einer Phase-I-Studie veröffentlicht und erklärten dann, dass die Phase-II-Studie, die an 508 Personen in Wuhan in China durchgeführt wurde, eine weitere Untersuchung durch eine Phase-III-Studie rechtfertige.

Es ist nicht klar, wann die Phase-III-Studie beginnen wird, aber es wurde berichtet, dass CanSino beabsichtigt, sie an bis zu 40 000 Menschen in Ländern wie Russland, Brasilien, Chile und Saudi-Arabien zu testen.

Anhui Zhifei Longcom Biopharmaceutical und Chinese Academy of Sciences

Anhui Zhifei Longcom, ein Geschäftsbereich des chinesischen Unternehmens Chongqing Zhifei Biological Products, arbeitet mit dem Institut für Mikrobiologie der Chinese Academy of Sciences an einem potenziellen Impfstoffkandidaten. Die Phase-I-Studien begannen im Mai und bereits Mitte Juli wurde mit den Phase-II-Studien an 900 Probanden begonnen.

Impfstoffe in klinischen Phase-I/II-Studien

Derzeit gibt es elf Kandidaten, die sich gleichzeitig in Phase-I/II-Studien befinden. Das bedeutet, dass sie sofort nach Abschluss von Phase I in Phase II eintreten können. Die meisten dieser Kandidaten befinden sich noch in Phase I, die Studien zu Phase II sollen aber schnellstmöglich abgeschlossen werden.

Das Institut für medizinische Biologie der Chinese Academy of Medical Science

Das Institut für medizinische Biologie der Chinese Academy of Medical Science leitete im Juli eine Phase-I/II-Studie für seinen Kandidaten ein. Insgesamt 96 Teilnehmer sollten an der Phase-I-Studie und 375 Teilnehmer an der grösseren Phase-II-Studie teilnehmen.

Laut Unterlagen, die bei der US National Library of Medicine eingereicht wurden, ist das primäre Abschlussdatum der Studie auf November 2020 festgelegt, wobei die Studie ein Jahr später formell abgeschlossen werden soll.

Inovio-Pharmaceuticals

Inovio Pharmaceuticals arbeitet mit dem International Vaccine Institute an seinem Kandidaten namens INO-4800, ein weiterer Kandidat, der im Rahmen der „Operation Warp Speed“ der US-Regierung im Eilverfahren getestet werden soll.

Präklinische Studien an Tieren legen nahe, dass der Impfstoff „einen vollständigen Schutz gegen die Replikation von SARS-CoV-2 in der Lunge bietet“, und Zwischendaten aus seiner Phase-I-Studie an 40 Personen haben gezeigt, dass er bei 94 % der Patienten eine Immunantwort hervorruft.

Im April wurde mit der Durchführung klinischer Studien in den USA begonnen, die anschliessend auch in China und Südkorea durchgeführt wurden. Im Juni wurde in Südkorea eine Phase-I/II-Studie begonnen und das Unternehmen strebt an, die Daten im Herbst 2020 zu veröffentlichen, bevor vor Jahresende 2020 eine Million Dosen eines wirkenden Impfstoffs entwickelt werden sollen.

AnGes und Takara Bio

AnGes hat sich mit der Universität Osaka, aus der das Unternehmen hervorgegangen ist, zusammengetan, um an einem Impfstoff gegen das Coronavirus zu arbeiten. Ist der Impfstoffkandidat erfolgreich, wird zukünftig Takara Bio die Herstellung übernehmen, das ebenfalls Bestandteil der Partnerschaft ist. Es ist die am weitesten fortgeschrittene Studie, die in Japan durchgeführt wird. Die Phase-I/II-Studien werden an 30 Personen durchgeführt, wobei die ersten Daten Ende September vorlagen.

Cadila Healthcare

Cadila Healthcare, auch als Zydus Cadila bekannt, ist eines von zwei Unternehmen, das in Indien führend bei der Entwicklung eines Impfstoffs ist. Der Impfstoffkandidat heisst ZyCov-D. Während der Phase-I-Studien erwies er sich als sicher und die Phase-II-Studien begannen offiziell Anfang August. Insgesamt werden über 1000 Patienten an zwei Studien teilnehmen.

Cadila hat bereits zuvor erklärt, dass das Unternehmen das Ziel verfolgt, die Phase-II-Studien innerhalb von drei Monaten nach Beginn abzuschliessen. Anschliessend möchte sich das Unternehmen mit den Aufsichtsbehörden treffen, um sich beraten zu lassen, wie es weitergehen soll.

Genexine

Genexine war das erste einheimische Unternehmen, das einen Impfstoffkandidaten mit dem Namen CX-19 in Korea in die klinische Erprobung brachte. Diese begannen im Juni und das Unternehmen gab an, dass Phase I innerhalb von drei Monaten abgeschlossen sein würde, bevor zu Phase II „in der zweiten Jahreshälfte“ übergegangen wird.

Diese Studien werden in zahlreichen Ländern durchgeführt, „einschliesslich Ländern, in denen die Verbreitung von Covid-19 schwerwiegend ist“. Genexine sagt auch, es sei „das einzige Unternehmen, das gleichzeitig präventive Impfstoffe und Covid-19-Behandlungen entwickelt“, nachdem es sich mit der US-Firma NIT zusammengetan hat, um in den USA klinische Studien mit Hyleukin-7, einer Behandlung für Patienten, die an dem Virus leiden, zu beginnen.

Bharat Biotech

Bharat Biotech, ein grosser Impfstoffentwickler und -hersteller, ist das zweite indische Unternehmen, das mit klinischen Studien begonnen hat. Das Unternehmen ist an zahlreichen Projekten beteiligt.

Ein prospektiver Impfstoff mit dem Namen CoroFlu wurde von FluGen mit dem Namen M2SR entwickelt. Es handelt sich dabei um einen Grippeimpfstoffkandidaten, der sich bereits in Phase-I/II-Studien als sicher für den Mensch erwiesen hat. Der Kandidat wird jetzt für das Coronavirus angepasst und laut Bharat können „klinische Tests am Menschen im Herbst 2020 beginnen“.

Ein weiteres Projekt umfasst die Entwicklung eines völlig neuen Impfstoffkandidaten, der von der Thomas Jefferson University of Philadelphia in den USA entwickelt wurde. Es gab auch eine überraschende Ankündigung, dass das Unternehmen mit dem National Institute of Virology „Indiens ersten Impfstoffkandidaten gegen Covid-19“ namens COVAXIN entwickelt habe. Bereits im Juli wurde mit den klinischen Tests begonnen.

Interessanterweise räumte Bharat auch ein, dass das Unternehmen daran arbeite, auf den Nutzen von Antikörpern zu setzen, da dies ein schnellerer und effektiverer Weg zur Bekämpfung des Virus sein könne. Daneben räumte das Unternehmen auch ein, dass die Impfstoffentwicklung ein „langsamer und teurer Prozess mit Unsicherheiten“ sei.

Johnson & Johnson

Johnson & Johnson (J&J), die Pharmasparte von Janssen Pharmaceuticals, begann mit der Entwicklung von drei Kandidaten und hat sich nun für einen führenden Kandidaten entschieden, der weiteren Tests unterzogen werden soll, wobei die verbleibenden zwei Kandidaten auch als „Backup“ dienen sollen.

Die Phase-I-Studie mit dem führenden Kandidaten Ad26.COV2.S begann Mitte Juli in den USA und Belgien, nachdem sie um zwei Monate vorgezogen worden war.

Das Unternehmen hat erklärt, dass es „davon ausgeht, dass die ersten Chargen eines Impfstoffs gegen Covid-19 Anfang 2021 zur Genehmigung für den Notfalleinsatz verfügbar sein könnten“. J&J verfügt über riesige Herstellungskapazitäten und strebt ausserdem die „weltweite Bereitstellung von mehr als einer Milliarde Dosen eines Impfstoffs“ an.

Novavax

Novavax’ Impfstoffkandidat NVX-CoV2373 wurde im Juli am Menschen erprobt und Anfang August wurden vorläufige Ergebnisse aus Phase I veröffentlicht, die darauf hindeuteten, dass der Impfstoff bei den 131 beteiligten Personen sowohl sicher als auch wirksam war.

Dies ist ein weiteres Medikament, das von der „Operation Warp Speed“ profitieren wird, sollte es sich als erfolgreich erweisen. Es liegt bereits ein Vertrag vom US-Verteidigungsministerium zur Herstellung des Impfstoffs vor.

British American Tobacco

Es ist schon sehr überraschend, dass der Tabakriese British American Tobacco, auch als BAT bekannt, an einem Impfstoff forscht. Tatsächlich ist es aber seine US-Biotechsparte Kentucky Bioprocessing, das die „neue, schnell wachsende Tabakpflanzentechnologie“ nutzt. Laut Unternehmensangaben bieten Tabakpflanzen „im Vergleich zu herkömmlichen Methoden das Potenzial für eine schnellere und sicherere Impfstoffentwicklung“.

Die erste Phase-I/II-Studie umfasst 180 Teilnehmer und die ersten Daten werden im Januar 2021 verfügbar sein. BAT hat erklärt, dass es sich zum Ziel gesetzt hat, eine Million bis drei Millionen Dosen pro Woche herzustellen, wenn der Impfstoff erfolgreich ist, indem es seine eigenen Einrichtungen nutzt und Partnerschaften mit anderen Unternehmen eingeht.

Arcturus

Arcturus ist mit seinem Impfstoffkandidaten LUNAR-COV19 führend in Singapur, den das Unternehmen zusammen mit der Duke NUS Medical School testet. Das Unternehmen sagte, es werde „so bald wie möglich mit der Verabreichung von LUNAR-COV19 an Menschen beginnen“, nachdem es im Juli die Zulassung erhalten hat. An der Studie nehmen 108 Teilnehmer teil.

Das Unternehmen hofft, dass die Daten noch vor Ende des Jahres verfügbar sind, und hat erklärt, dass es die Herstellung auf „potenziell Hunderte von Millionen Dosen in den Jahren 2020 und 2021“ ausweitet. Es hat bereits einen Liefervertrag mit Israel unterzeichnet, wenn der Impfstoffkandidat erfolgreich ist.

Was wir über Coronavirus-Impfstoffe wissen

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) befanden sich Ende Juli 2020 26 Impfstoffkandidaten in der klinischen Testphase am Menschen. Derzeit befinden sich nur sechs Impfstoffkandidaten in der abschliessenden Phase III, zwei in Phase II, elf befinden sich derzeit gleichzeitig in der Phase I/II-Tests und zehn weitere Kandidaten befinden sich in Phase I. Darüber hinaus befinden sich noch weitere 139 Kandidaten in der präklinischen Testphase, d. h. ihre klinische Erprobung an Menschen steht noch aus.

Die Anzahl der potentiellen Impfstoffe, die entwickelt werden, nimmt weiterhin rasant zu. Im April gab es gerade einmal 50 Kandidaten. Die Unternehmen arbeiten weiterhin zusammen, um die erforderlichen Produktionskapazitäten zur Produktion riesiger Mengen sicherzustellen, die benötigt werden, wenn ein aussichtsreicher Kandidat gefunden wird.

Derzeit werden verschiedene Arten von Impfstoffen entwickelt. Die Verabreichungsmethoden reicht von Injektionen und Inhalation bis hin zu Tabletten, die oral eingenommen werden. Einige Unternehmen erproben neue Kandidaten, während andere Unternehmen prüfen, ob bereits entwickelte Medikamente entweder als Impfung, zur Behandlung oder sogar für beides wirksam sein könnten.

Ganz wesentlich dabei ist, dass bereits entwickelte Medikamente, die zur Behandlung oder Impfung gegen andere Krankheiten zugelassen sind, wesentlich schneller verteilt werden können, wenn sie nachweislich wirksam gegen Covid-19 sind. Doch auch viele Unternehmen, die ein grundsätzlich neues Medikament entwickeln, legen ein beeindruckendes Tempo vor.

Wie laufen die klinischen Tests zur Erforschung eines Coronavirus-Impfstoffs ab?

Die Entwicklung von Impfstoffen ist riskant und teuer. Derzeit sucht die Welt in Rekordzeit nach einem Impfstoff. Das College of Physicians of Philadelphia in den USA gibt an, dass die Entwicklung eines Impfstoffs oftmals „10 bis 15 Jahre“ dauern kann. Laut GlaxoSmithKline (GSK) kann es sogar bis zu 18 Jahre dauern und selbst wenn der aussichtsreiche Impfstoffkandidat den Prozess im Schnelldurchgang durchläuft, dauert es bestenfalls sechs Jahre.

Angesichts dessen, dass die ersten potenziellen Impfstoffe erst in diesem Jahr aufgetaucht sind, ist es schier unglaublich, dass einige Unternehmen das Ziel verfolgen, noch vor Ende 2020 einen einsatzbereiten Impfstoff herzustellen und zu verteilen.

Der Grund dafür, dass die Entwicklung eines neuen Impfstoffs in der Regel so lange dauert, liegt darin, dass er vor seinem Einsatz in der breiten Öffentlichkeit streng getestet werden muss. Dabei soll nicht nur dessen Wirksamkeit festgestellt werden, sondern auch, ob er sicher ist. Die ersten Phasen werden im Rahmen präklinischer Studien durchgeführt, bei denen die Impfstoffkandidaten an Tieren getestet werden, bevor sie in die klinische Erprobung am Menschen gehen.

Bis klinische Studien durchgeführt werden können, muss der Impfstoffkandidat drei Phasen durchlaufen, die alle erfolgreich abgeschlossen sein müssen, bevor die Aufsichtsbehörden über eine Zulassung und die Verteilung an die Öffentlichkeit entscheiden.

Bei der ersten Phase handelt es sich um eine Phase-I-Studie, bei der der Kandidat an einer kleinen Gruppe von Personen getestet wird, um festzustellen, ob unerwünschte Nebenwirkungen auftreten und ob er sicher ist. In dieser Phase wird zudem bereits die Dosierung überwacht, um sicherzustellen, dass sie ausreichend ist.

Dann tritt der Impfstoffkandidat in Phase II über, in der es darum geht, zu beweisen, dass er sich für den Einsatz am Menschen eignet. Dazu gehört auch die Erprobung an einer grösseren Gruppe von Personen, wodurch die Forscher auch einen besseren Einblick in seine Wirksamkeit erhalten.

Wenn er sich als erfolgreich erweist, tritt er in Phase III ein – die letzte und grösste Hürde. In dieser Phase werden gross angelegte Studien mit Zehntausenden von Menschen durchgeführt. Dabei konzentrieren sich die Tests eher auf die Wirksamkeit anstatt auf die Sicherheit, obwohl beides genau überwacht wird.

Wenn Phase III gut verläuft, wird der Impfstoffkandidat den Behörden vorgestellt, die darüber entscheiden, ob das Produkt lizenziert und zugelassen wird. Doch viele Länder haben ihre eigenen Regulierungsbehörden und Prozesse, obwohl die meisten in irgendeiner Form dem dreiphasigen Modell folgen.

Aufgrund des verzweifelten Bedarfs an einem Impfstoff bauen viele Regierungen auf der ganzen Welt die bürokratischen Hürden ab, um so eine schnellere Durchführung von Studien ermöglichen. Die US-Regierung versucht beispielsweise mit der „Operation Warp Speed“ jeden Kandidaten durchzusetzen, sodass er ohne Verzögerung verteilt werden kann, sobald er sich als sicher und effektiv erweist. Viele Unternehmen führen Phase-I/II-Studien oder Phase-II/III-Studien gleichzeitig durch, um den Prozess insgesamt zu beschleunigen.

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