Die Top-5-Handelsstrategien

Eine Trading-Strategie festzulegen ist einer der wichtigsten Schritte für erfolgreiches Trading. Erfahren Sie, was die fünf beliebtesten Trading-Strategien sind und welche Unterschiede sie aufweisen.

Eine Trading-Strategie festzulegen ist einer der wichtigsten Schritte für erfolgreiches Trading. Es gibt verschiedene Arten von Trading, im Wesentlichen unterscheiden sie sich allerdings voneinander durch den Zeitrahmen, für den sie am besten geeignet sind, sowie durch Gewinnmargen. Es gibt Trader, die große Gewinne von langfristigen Positionen erzielen wollen, sowie diejenigen, die sich mit kleineren Gewinnen von kurzfristigen Positionen zufrieden geben.

Bei den einzelnen Handelsstrategien sind jedoch auch viele Ähnlichkeiten zu sehen. Beispielweise, ermöglicht Ihnen jede Trading-Strategie, mit Long- und Short-Positionen zu handeln, wodurch Sie von sowohl fallenden als auch steigenden Märkten profitieren können.

Schauen wir aber genauer auf die Eigenheiten der Top-5-Handelsstrategien.

Day-Trading

Day-Trading beschreibt eine Trading-Strategie, nach der Trader ihre Positionen vor der Marktschließung am Abend eröffnen und auch wieder schließen. Durch diese Taktik vermeiden sie einige Risiken und auch Zusatzkosten, die durch die Übernachtfinanzierungskosten anfallen könnten.

Ein Day-Trader kann pro Tag eine große Anzahl von Trades ausführen. Demnach ist es wichtig, aktuelle Markt-Nachrichten genau zu verfolgen sowie regelmäßig den Markt zu analysieren, um erfolgreich zu handeln. Day-Trader zielen darauf ab, schnelle Gewinne von kleinen Kursbewegungen zu erwirtschaften. Diese Art von Trading ist am bestem für Vollzeit-Trader geeignet, die genug Zeit haben, um die Märkte ständig zu beobachten.

Aufgrund einer kurzen Zeitspanne können sich Day-Trader kurzzeitige Bewegungen gegen ihre Positionen nicht leisten. Dies bedeutet, dass sie ihre Verluste schnell verringern sollten, um die Gewinne auf einem stabilen Niveau zu halten. Um das Verlustrisiko zu minimieren, können sich Day-Trader der Stops und Limits bedienen, um die potenziellen Verluste auf ein vordeterminiertes Level einzuschränken.

Positionstrading

Im Gegenzug zum Day-Trading basiert Positionshandel darauf, eine Position über einen längeren Zeitraum offen zu halten. Häufig über Wochen, Monate oder sogar Jahre. Positionstrading unterscheidet sich von den anderen hier geschilderten Handelsarten hinsichtlich des Zeitfensters, da dies keine kurzzeitige Trading-Strategie ist.

Somit sind die Positionshändler über die Marktfluktuationen nicht besorgt und können kurzfristige Rückgänge ignorieren, da sie Profite einnehmen können, sobald sich der Markt von dem Verfall erholt.

Positionstrader platzieren im Vergleich zu den Day-Tradern weniger Trades, sie halten jedoch ihre Position über eine längere Zeit offen, so dass sie einen höheren Wert erreicht. Diese Taktik lässt zwar höhere Gewinne erwirtschaften, geht allerdings mit einem höheren Risiko einher.

Innerhalb des Positionstradings werden verschiedene Strategien genannt, wie etwa Range-, Pullback- und Breakout-Trading. Üblicherweise basiert das Positionstrading auf der fundamentalen und technischen Analyse. Es werden auch solche Tools wie der Fibonacci Retracement-Indikator eingesetzt, der Phasen der Unterstützung und des Widerstands definieren lässt.

Swing-Trading

Ein Swing-Trader nutzt eine Mischung aus der fundamentalen und technischen Analyse, um die sog. „Swings“ in Kursbewegungen eines Vermögenswertes zu erkennen. Ein „Swing High“ tritt auf, wenn sich der Kurs nach oben bewegt, ein „Swing Low“ bezeichnet hingegen einen Kursrückgang. Im Gegensatz zu den zuvor genannten Trading-Strategien sieht das Swing-Trading keine festen Zeitrahmen vor. Die meisten Händler nutzen diese Strategie für Trades im Zeitraum von 2 Tagen oder einer Woche.

Der Hauptzweck dieser Strategie-Art besteht darin, einen Trend zu identifizieren und Gewinne durch Kauf im Kurstief und durch Verkauf im Kurshoch zu erzielen. Swing-Trader sind auf der Suche nach hochvolatilen Märkten, da auf diesen Märkten „Swings“ mit hoher Wahrscheinlichkeit auftreten können.

Zudem legen Swing-Trader mehr Fokus auf den inneren Wert als auf den aktuellen Marktwert. Der innere Wert ist eine Einschätzung des wahren Wertes, welcher nicht unbedingt dem aktuellen Marktpreis eines Vermögenswertes entspricht. Als Beispiel nehmen wir den inneren Wert der börsennotierten Unternehmen.

Swing-Trader suchen nach den Phasen, in denen der aktuelle Marktwert von Aktien eines Unternehmens oberhalb oder unterhalb deren inneren Werts liegt. Das ist der Moment, in dem sie einen Trade platzieren würden, mit der Hoffnung, dass der Preis an den inneren Wert angepasst wird.

Trend-Trading

Im Vergleich zu anderen Trading-Strategien ist das Auftreten eines Trends für das Trend-Trading entscheidend. Was die Zeitspanne angeht, eignet sich diese Strategie sowohl für lang-, mittel- und kurzfristiges Handeln. In dem Fall ist es für Händler wichtig, den Zeitpunkt zu erkennen, zu dem sie ihre Position schließen werden, um die Gewinne zu steigern.

Üblicherweise entwickeln Trader einen Handelsplan mit festgelegten Voraussetzungen für den Einstieg sowie Ausstieg, mit technischen Analysen und Fundamentalanalysen, die zur Identifizierung der aktuellen Markttrends dienen.

Dies kann sich sowohl auf einen Kursanstieg als auch einen Kursverfall beziehen. Zum Beispiel, ein starker Kurs nach unten würde darauf hindeuten, dass Verkäufer den Markt dominieren. Und umgekehrt, ein starker Trend nach oben würde bedeuten, dass es mehr Käufer als Verkäufer gibt, die die Preise hochtreiben.

Scalping

Scalping ist eine Form von Day-Trading und bezeichnet ein Handelsverhalten, in dem eine Position über einen sehr kurzen Zeitraum - in der Regel ein paar Minuten oder sogar Sekunden - offen gehalten wird. Händler, die diese Trading-Strategie anwenden, werden Scalper genannt.

Im Gegensatz zu den Swing-Tradern würden Scalper Märkte vermeiden, die durch unvorhersehbare und schnelle Veränderungen gekennzeichnet sind. Sie suchen zwar nach Marktvolatilität, aber nur solange dies nach den vorherigen Mustern verläuft. Da der Gewinn pro Trade üblicherweise gering ausfällt, werden in dieser Handelsart hochliquide Märkte bevorzugt.

Um erfolgreich zu sein, sollten sich Scalper an die zuvor festgelegten Handelsparameter zum Marktausstieg sehr strikt halten. Dies liegt daran, dass jegliche Verluste sehr schnell Gewinne übersteigen können. So wird eine defizitäre Position so bald wie möglich geschlossen, anstatt den Kursrückgang abzuwarten. Aus diesem Grund bedienen sich Scalper oft des automatisierten Handels, um von dessen schnelleren Order-Ausführungen zu profitieren.

Da Trader ihre Position über eine sehr kurze Zeit offen halten, ist das Risiko entsprechend gering, was den Hauptvorteil dieser Strategie ausmacht. Zusätzlich sind kleine Bewegungen an den Börsen üblicher als größere Veränderungen, was den Tradern mehr Gelegenheiten bietet, Gewinne zu erwirtschaften.


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