Rohstoff Update
Am Donnerstag verhandeln die Delegationen der USA und des Iran in Genf über das Atomabkommen. Doch dieser Tag könnte über Krieg oder Frieden entscheiden. Scheitern die Gespräche, könnte es zu einem Militärschlag gegen das Mullah-Regime kommen.
Viele Experten schätzen die Gefahr eines Militärschlages der USA gegen den Iran im Augenblick als sehr hoch ein. Vor allem, wenn Teheran in den Verhandlungen nicht nachgeben sollte. Erst kürzlich hatte US-Präsident Trump dem Iran ein Ultimatum gesetzt. Demnach könnte es bereits in wenigen Tagen zu einer militärischen Konfrontation kommen.
Am wahrscheinlichsten sind zeitlich begrenzte Präzisionsschläge gegen den Iran, um das Mullah-Regime zu einem Abkommen zu bewegen. Eine längere militärische Operation wird als zu riskant eingestuft, da dieser in der Krisenregion einen Flächenbrand auslösen könnte. Unabhängig von der Art der Eskalation dürfte der Ölpreis der Sorte WTI dann in die Höhe schießen.
Charttechnisch betrachtet bewegt sich der Ölpreis der Sorte WTI im Augenblick in Richtung der oberen Abwärtstrendkanallinie bei 67,04 USD. Knapp darüber liegt bei 67,08 USD das ehemalige Tief von Ende Mai 2023. Bei einem Wochenschlusskurs darüber wäre die Trendumkehr in trockenen Tüchern.
In diesem Fall wäre das vorherige fallende Tief bei 75,79 USD von Ende Juni des vergangenen Jahres das erste Ziel.
Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen
Sollte es am Wochenende zu einer Verschärfung der Lage rund um die Straße von Hormus kommen, könnte der Ölpreis bereits vor der offiziellen Markteröffnung am Montag reagieren.
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