Market Update
Heute schauen wir uns den Nasdaq, USD/JPY und die Microsoft-Aktie an. Alle drei Basiswerte haben zurzeit Probleme mit Tops. Entweder leisten diese Widerstand oder haben bereits eine Korrektur ausgelöst.
Seit Anfang Dezember des vergangenen Jahres ist die Performance des Nasdaq doch eher enttäuschend. Es geht einfach nicht vorwärts. Übeltäter ist aus charttechnischer Sicht das Top bei 25.827 Punkten. Diese Chartmarke leistet vehement Widerstand. Nun aber steuert der US-Technologieindex diese Hürden zum wiederholten Mal an. Gelingt endlich der Sprung darüber, wäre das Allzeithoch bei 26.182 Zählern der Lohn für das lange Warten.
Allerdings steht nicht nur das Top im Weg, auch die ehemalige Aufwärtstrendlinie bei 25.797 Punkten, die es ebenfalls zu überwinden gilt. Trauen sich die Anleger erneut nicht einzusteigen, könnte es zu einer weiteren Korrektur kommen. Anlaufstellen wären dann die steigenden Tiefs bei 25.266/25.086 Zählern.
Auch der US-Dollar zum japanischen Yen hat so seine Probleme mit einem Top. Erst kürzlich scheiterte der Versuch, das markante Hoch bei 158,874 USD zu überwinden. Nach einem klassischen Fehlausbruch ging es anschließend abwärts und dies deutlich. Erst das ehemalige Hoch bei 153,233 JPY konnte den Kurssturz aufhalten, vorerst wenigstens. Nach oben stehen einer nachhaltigen Erholung das 23,6%-Fibonacci-Retracement bei 154,825 JPY, die jüngste Abwärtslücke bei 155,344/155,60 JPY sowie die exponentielle 50-Tage-Durchschnittslinie bei aktuell 156,018 JPY im Weg.
Somit könnte die Talfahrt weitergehen. Unterhalb des erwähnten Hochs bei 153,233 JPY wären das 38,2%-Retracement bei 151,976 JPY sowie das vorherige einstige Hoch bei 151,301 JPY die nächsten Anlaufstellen gen Süden.
Heute Abend nach Börsenschluss wird Microsoft Einblick in das Zahlenwerk gewähren. Und die Spannung ist groß. Kann die hohe Messlatte übersprungen werden? Eine Enttäuschung sollte vermieden werden. Charttechnisch ist die Lage eh schon sehr angespannt.
Mit den beiden Hochs bei 555,45/553,72 USD hat sich im Wochenchart ein Doppelhoch gebildet. Zu dieser Umkehrformation gehört eine Nackenlinie. In diesem Fall liegt diese bei 468,27 USD. Es handelt es sich hierbei um die Unterseite der derzeitigen Handelsspanne und gleichzeitig um die obere Begrenzung der vorherigen Trading Zone. Daher ist diese Chartmarke so wichtig. Ein Rutsch darunter sollte vermieden werden. Aus der Höhe der Chartformation lässt sich ein Abwärtspotenzial von 381,00 USD ableiten. In diesem für die Aktionäre ungünstigen Szenario würde der mittelfristige Aufwärtstrend der Vergangenheit angehören.
Kann hingegen Microsoft heute mit starken Quartalszahlen überzeugen, könnten diese den Aktienkurs beflügeln und in Richtung des genannten Tops hieven.