DAX: Sorgen um Frexit

08.02.2017 – 07:20 Uhr (Werbemitteilung): Donald Trump, einer der derzeitigen Belastungsfaktoren an den Börsen, ist in der gestrigen Handelssitzung ein wenig in den Hintergrund getreten.

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Quelle: Bloomberg

Vielmehr machen sich die Anleger Sorgen hinsichtlich der Wahlen in Frankreich im April. Vor allem das Abschneiden der eurokritischen rechtspopulistischen Partei Front National verunsichert im Augenblick die Marktteilnehmer. Politische Ängste Hin oder Her, dem deutschen Leitindex gelang am Vortag die Rückkehr in die Gewinnzone. Rückendeckung gab es von einem schwächelnden Euro zum US-Dollar.

Ausblick

Kursrelevante Konjunkturdaten stehen heute nicht im Terminkalender. Auf der Unternehmensseite werden Rio Tinto sowie GlaxoSmithKline und hierzulande die Nebenwerte Grenke und Osram ihre Quartalsberichte präsentieren.

Charttechnik

Gestern wurde die Unterstützungszone bei 11.401/11.484 Zählern punktegenau erreicht. Von dieser Chartmarke konnte sich der DAX nach oben entfernen. Die Schiebezone bei 11.646/11.696 Punkten könnte nun angesteuert werden. Darüber wäre die derzeitige technische Korrektur beendet. Die waagerechte Widerstandslinie bei rund 11.784/11.804 Zählern wäre dann erneut die Anlaufstelle.

Beim Euro tobt momentan die Schlacht um die Unterstützung bei 1,07 USD. Ein signifikanter Schlusskurs darunter hätte das Ende der Gegenbewegung zur Folge. In diesem Fall könnte es weiter abwärts bis zur nächsten charttechnischen Verteidigungslinie bei 1,0461 USD gehen.

Charttechnisch interessant sieht es derzeit auch beim Goldpreis aus. Das Edelmetall hat Probleme, den gewichteten 200-Tage-Durchschnitt bei aktuell 1.232 USD zu überwinden. Gelingt dies nicht, könnte es wieder gen Süden gehen. Mögliche Unterstützungen sind dann das überwundene Zwischenhoch bei 1.220 USD vom 23. Januar 2017 und anschließend die untere Abwärtstrendkanallinie bei aktuell 1.206 USD

Zur Stunde sehen wir den DAX bei 11.559 Punkten, leicht oberhalb des Vortagesschlusskurses. Euro und Gold geben aktuell minimal nach.

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