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Brexit

Die Brexit-Verhandlungen sind auf ein weiteres Hindernis in Form eines Hung Parliament gestoßen. Erfahren Sie, was das für die Märkte bedeutet, und beziehen Sie Position mit IG.

Der Brexit sorgte 2016 für viel Bewegung an den Märkten. Erfahren Sie mehr zu den anderen finanziellen Schlüsselereignissen 2016.

Was ist Brexit?

Brexit ist eine Kombination aus den Wörtern "Britain" und "Exit" und bezieht sich auf den möglichen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union.

Die fortdauernde Mitgliedschaft Großbritanniens in der EU wurde bereits 2013 in Frage gestellt, als David Cameron der britischen Bevölkerung versprochen hatte, über einen Verbleib abzustimmen, wenn die Conservative Party die Parlamentswahlen 2015 gewännen. Möglich gemacht wurde die Abstimmung durch die so genannte European Union Referendum Bill, die die Königin in ihrer letztjährigen Ansprache verkündete.

Brexit: Was bisher geschah?

Nachdem Großbritannien im Juni 2016 für einen Austritt aus der EU gestimmt hatte, startete nun am 29. März der offizielle zweijährige Countdown zum Brexit.

Der Zeitplan für die nächsten Jahre strotzt nur so vor Ereignissen, die alle einen erheblichen Einfluss auf die Verhandlungen haben könnten. Aber es scheint, dass man bereits bei der ersten Hürde gestrauchelt ist: Theresa Mays vorgezogene Wahlen – die ihr ein deutliches Mandat hatten verschaffen sollen – endeten mit einem Hung Parliament. Und noch vor dem Beginn der Verhandlungen hat May nicht nur die Kontrolle über die Regierung verloren, sonder auch ihre Authorität, die ihre Verhandlungsposition gegenüber den EU-Regierungs- und Staatschefs gestärkt hätte.

Mays Brexitplan dürfte vage gewesen sein. In ihren zwölf Zielen für die bevorstehenden Verhandlungen hat sie allerdings ihre Absicht bekundet, den Binnenmarkt aufzugeben. Trotzdem haben die Händler Gründe für Optimismus gefunden: Das Versprechen neuer globaler Handelspartner, eine parlamentarische Abstimmung über den endgültigen Deal und die Verfolgung eines "schrittweisen Übergangs" boten alle eine Stabilität, die bisher nicht vorhanden war.

Aber der Wahlausgang hat diesen Plan auf den Kopf gestellt. Jetzt muss May sowohl ihre eigene Partei als auch die Opposition zufriedenstellen, was zweifelsohne zu einem sanfteren Brexit führen wird, als sie sich ursprünglich gewünscht hat. Wie genau sich dies entwickeln wird bzw. was genau der Labour-Parteichef Jeremy Corbyn erwartet, bleibt unklar, und diese anhaltende Ungewissheit wird die Märkte weiterhin im Schach halten.

Mit dem Hung Parliament ist dennoch keine dramatische Zunahme an Unsicherheit zu erkennen. Mays Vorhaben wurde längst als idealistisch oder unmöglich abgeschrieben, und ihre Zurückhaltung, Einzelheiten zu liefern (um die Interessen Großbritanniens am besten zu schützen, hat sie gesagt), hat viele Fragen offen gelassen. Außerdem hätten die Gespräche nur dann ein Ende genommen, wenn das Parlament mit dem von der Regierung abgewickelten Abkommen zufrieden gewesen wäre.

Die Briten stimmten für den Brexit

Am 23. Juni 2016 sagten mehr als 30 Mio. Menschen im Vereinigten Königreich „ja“ zum Austritt aus der EU. Die Wahl ging 51,9% zu 48,1% aus: Ein Stimmenunterschied von 1,3 Mio.

Es gab erhebliche Unterschiede in den einzelnen Regionen. London, Schottland und Nordirland stimmten für den Verbleib, während der Rest von England und Wales mit jeweils 53,4% und 52,5% für den Austritt waren. Das Referendum deckte die tiefe Zerrüttung im Vereinigten Königreich auf und spiegelte sich in den Verhandlungen, Herausforderungen und Repressalien in den darauf folgenden Monaten wider.

Brexit-Auswirkungen

Der Sterling wird zweifellos im Zentrum des Gesprächs stehen, da er für alle Entwicklungen anfällig bleiben wird, die von Tradern als Erfolge bzw. Niederlagen auf beiden Seiten des Verhandlungstisches wahrgenommen werden. Wie sich diese Erfolge und Niederlagen manifestieren könnten – und wie bedeutend ihr Einfluss auf das Pfund sein dürfte – wird sich mit der Zeit erst zeigen. Man sollte dennoch die Hauptpaare wie EUR/GBP und GBP/USD im Auge behalten und auch die möglichen Auswirkungen von „Trumponomics“ auf den US Dollar bedenken.

Angesichts ihrer weitgehend internationalen Ausrichtung werden die Währungsbewegungen auch einen großen Einfluss auf den FTSE 100 haben. Dieser hat nach den vorgezogenen Wahlen sein Momentum fallen sehen, da das widerstandsfähige Pfund die Erträge seiner Konstituenten in Übersee schlägt. Ebenso könnte der FTSE 250 besonders harten Strafen, die gegen Großbritannien beantragt werden könnten, zum Opfer fallen, obwohl er überraschenderweise seit Anfang 2017 allmählich steigt, und selbst die Neuwahlen konnten diesen Anstieg nicht stoppen.

Mittlerweile könnte die Nachricht, dass Goldman Sachs, HSBC und UBS beabsichtigen, Operationen aus London zu verlagern, ein Zeichen für weitere Veränderungen sein. Auch eine Reihe von anderen börsennotierten Unternehmen könnten ähnliche Entscheidungen treffen, die einen großen Einfluss auf ihre Aktienkurse haben dürften, und nur die scharfsinnigsten Trader werden darauf rechtzeitig reagieren können.

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