Fiatgeld Definition

Was ist Fiatgeld?

Als Fiatgeld wird eine nationale Währung bezeichnet, die nicht an den Preis eines Rohstoffes wie Gold oder Silber gebunden ist. Der Wert des Fiatgelds basiert grösstenteils auf dem Vertrauen der Öffentlichkeit zum Herausgeber der Währung – in der Regel ist es die Regierung oder die Zentralbank des jeweiligen Landes.

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Fiatgeld vs. Warengeld

Fiatgeld, auch bekannt als Fiat-Währung, ist das Gegenteil von Warengeld. Der Unterschied zwischen Fiatgeld und Warengeld bezieht sich auf ihren inneren Wert. Historisch gesehen hat Warengeld einen inneren Wert, der aus den Materialien, aus denen es hergestellt wurde, wie Gold- und Silbermünzen, abgeleitet wurde. Fiatgeld dagegen hat keinen inneren Wert – es ist im Wesentlichen ein Versprechen der Regierung oder der Zentralbank, dass die Währung dazu in der Lage ist, gegen Güter in ihrem Wert eingetauscht zu werden.

Beispiele für Fiatgeld

Bekannte Beispiele für Fiatgeld sind das Pfund Sterling, der Euro und der US-Dollar. Genau genommen können nur wenige Währungen wirklich echtes Warengeld genannt werden. Der Grossteil ist, auf die eine oder andere Weise, eine Art von Fiatgeld.

Vor- und Nachteile von Fiatgeld

Vorteile

Da Fiat-Währung keine knappe oder beschränkte Ressource – wie Gold – ist, hat die Zentralbank eines Landes mehr Kontrolle über ihre Bereitstellung und ihren Wert. Das bedeutet, dass Regierungen das Angebot von Krediten, die Liquidität und die Zinssätze zuverlässiger verwalten können.

Im Gegensatz zum Warengeld, welches von der Entdeckung einer neuen Goldmine beeinflusst werden könnte, wird das Angebot an Fiatgeld von der Regierung der jeweiligen Währung reguliert und kontrolliert. Das Risiko einer unerwarteten Abwertung durch das Angebot ist beim Fiatgeld geringer, da jede Erhöhung des Angebots durch die Regierung der Währung vorherbestimmt ist.

Nachteile

Da Fiatgeld nicht an einen materiellen Vermögenswert gebunden ist, hängt sein Wert von verantwortungsvoller Fiskalpolitik und Regulierung der Regierung ab. Unverantwortliche Geldpolitik kann zur Inflation und sogar zur Hyperinflation einer Fiatgeld führen.

Zusätzlich besteht bei Fiatgeld eine höhere Gefahr von Blasen – wirtschaftlichen Zyklen, in denen es zunächst einen starken Preisanstieg gibt, bevor es zu einem ähnlich starken Preisrückgang kommt.

Die gestiegene Verbreitung von Blasen liegt daran, dass es bei Fiat-Währungen einen praktisch unbegrenzten Vorrat gibt, was bedeutet, dass die quantitative Lockerung eine Option für Regierungen darstellt. Während dies möglicherweise die Wirtschaft antreiben kann, kann quantitative Lockerung auch zu höheren Inflationsraten führen. Dies kann alles beeinflussen, von Immobilienpreisen bis hin zum nationalen Schuldenstand, und das wiederum kann sich auf die Finanzmärkte auswirken.

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