Edelmetalle
Der Silberpreis setzt seinen parabolischen Aufwärtstrend auch zu Jahresbeginn fort und markiert nahezu täglich neue Allzeithochs. Seit Jahresanfang liegt das Plus bereits bei über 30 %. Nun rückt mit der psychologischen 100-US-Dollar-Marke ein zentraler Meilenstein in den Fokus.
Parabolischer Trend intakt: Silber bleibt technisch klar im Aufwärtsmodus
Entscheidungszone: Range zwischen 86,29 und 93,36 USD
Schlüsselmarke: Ausbruch aktiviert Ziel ~100,86 USD
Risiko: Verlust der 86-USD-Zone könnte eine deutliche Korrektur einleiten
Charttechnisch zeigt sich der Silberpreis extrem dynamisch. Die Rally wurde zuletzt weiter beschleunigt und läuft aktuell an der oberen Begrenzung der jüngsten Range (86,29–93,36 USD) entlang.
Bullisches Szenario:
Ein nachhaltiger Ausbruch über 93,36 USD würde das nächste technische Kursziel bei rund 100,86 USD aktivieren. Damit käme es mindestens zu einem Test der psychologisch extrem wichtigen 100-Dollar-Marke.
Neutrales Szenario:
Bleiben Anschlusskäufe aus, ist zunächst eine Seitwärtsrotation innerhalb der Range wahrscheinlich – insbesondere bis zur Wochenmitte.
Bärisches Risiko:
Kippt das Momentum und fällt Silber unter 86 USD, würde sich das Bild klar eintrüben. In diesem Fall rückt die vormalige Unterstützungszone zwischen 83 und 70 USD wieder in den Fokus.
Historisch zeigt Silber – ähnlich wie Gold – eine auffällige saisonale Stärke in der Phase von Dezember bis März. Genau dieses Muster spielt sich auch in der aktuellen Saison ab: Vom 1. Januar bis zum 22. Februar liegt der durchschnittliche Gewinn bei +4,72 %, bei einer gleichzeitig erhöhten Volatilität von 31,53 %. Über die gesamte betrachtete Saisonphase hinweg ergibt sich im Mittel sogar ein Plus von +10,63 %, während der durchschnittliche Rückgang bei −5,38 % liegt. Damit bleibt die Saisonalität klar auf der Seite der Bullen – ein Rückenwind, der in einer trendstarken Marktphase wie aktuell nicht unterschätzt werden sollte.
Gleichzeitig liefert die Gold-Silber-Ratio ein wichtiges Gegengewicht in der Bewertung. Durch den rasanten Anstieg des Silberpreises ist die Ratio regelrecht eingebrochen und notiert inzwischen auf historisch sehr niedrigen Niveaus. Das deutet darauf hin, dass Silber im Verhältnis zu Gold kurzfristig stark übergelaufen ist. In der Vergangenheit gingen solche Extremphasen häufig entweder mit längeren Konsolidierungen oder auch mit scharfen Korrekturen einher. Für sich genommen ist das kurzfristig noch kein Verkaufsargument – es erhöht aber das Rückschlagsrisiko, sobald das Momentum nachlässt oder Anschlusskäufe ausbleiben.
Trigger: Ausbruch & Akzeptanz über 93,36 USD
Ziele:
100,00 USD (psychologische Marke)
100,86 USD (Range-Projektion)
Stopp: Unter 90,80 USD
Trigger: Bruch unter 86,00 USD
Ziele:
83,00 USD
70,00 USD (alte Range-Unterkante)
Stopp: Über 88,50 USD
Der Silberpreis befindet sich weiter in einem intakten parabolischen Aufwärtstrend. Ein Ausbruch könnte den Weg in die Dreistelligkeit ebnen. Gleichzeitig steigen mit zunehmender Höhe die Risiken:
Saisonalität und Momentum sprechen noch für die Bullen – die Gold-Silber-Ratio mahnt jedoch zur Vorsicht.
Hinweis: Frühere Wertentwicklungen oder Simulationen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.