Rohstoffe
WTI testet die 64 USD, nachdem neue Berichte über eine mögliche Eskalation mit Iran die Märkte bewegen. Das Risiko ist da – aber noch nicht vollständig im Preis.
Ölpreis steigt über 64 USD wegen geopolitischer Spannungen
Militärische Präsenz der USA im Nahen Osten deutlich erhöht
Risiko noch nicht vollständig eingepreist – weiteres Aufwärtspotenzial möglich
Der Nahe Osten ist eine Schlüsselregion für die globale Energieversorgung. Besonders kritisch ist die Straße von Hormus – durch sie werden rund 20 % des weltweiten Ölhandels transportiert.
Eine militärische Eskalation hätte potenziell folgende Folgen:
Unterbrechung von Lieferketten
Steigende Versicherungs- und Transportkosten
Risikoaufschläge im Terminmarkt
Spekulative Käufe durch Hedgefonds
Der aktuelle Anstieg wirkt bislang moderat – was darauf hindeutet, dass der Markt noch auf Klarheit wartet.
Berichten zufolge wurde die US-Präsenz im Nahen Osten deutlich verstärkt:
Zwei Flugzeugträger
Mehrere Kriegsschiffe
Zusätzliche Kampfjets (u. a. F-35, F-22, F-16)
Über 150 Militärtransporte mit Waffen und Munition
Sollte es tatsächlich zu einer wochenlangen militärischen Auseinandersetzung kommen, könnte sich der Ölmarkt deutlich dynamischer bewegen.
Aktuell scheint der Markt nur einen begrenzten geopolitischen Risikoaufschlag zu berücksichtigen. Gründe dafür:
Händler setzen noch auf diplomatische Lösungen
Die globale Nachfrage bleibt moderat
Strategische Reserven könnten kurzfristig freigegeben werden
Aber: Sollte es zu einer direkten militärischen Eskalation kommen, wäre ein schneller Anstieg Richtung 70–75 US-Dollar durchaus realistisch.
Widerstand: 65–66 USD
Nächste Zielzone bei Eskalation: 70 USD
Unterstützung: 61 USD
Darunter droht Rückfall Richtung 58 USD
Die Volatilität dürfte steigen – insbesondere, wenn neue Nachrichten außerhalb der regulären Handelszeiten eintreffen.
Der Ölmarkt befindet sich in einer sensiblen Phase. Die Unsicherheit rund um eine mögliche Eskalation zwischen den USA und dem Iran ist noch nicht vollständig im Preis reflektiert.
Sollte sich die Lage verschärfen, könnte der Risikoaufschlag deutlich anziehen. Bleibt es hingegen bei diplomatischen Signalen, droht eine Gegenbewegung.
Für Trader bedeutet das: Nachrichtenlage eng verfolgen – Volatilität einkalkulieren.
Hinweis: Frühere Wertentwicklungen oder Simulationen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.