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FOREX
Der Euro hat gegenüber dem Schweizer Franken im Oktober 3,1 Prozent verloren. Damit verzeichnete EUR/CHF den größten Monatsrückgang seit 2021 . Zum Novemberstart bleibt das Währungspaar angeschlagen: Unterhalb von 0,9215 bis 0,9257 dominieren die Abwärtsrisiken.
Gegen Mittag notiert EUR/CHF bei rund 0,9201 Franken je Euro. Vom Anstieg zwischen dem Tief bei 0,8981 und dem Septemberhoch um 0,9487 sind damit bereits mehr als die Hälfte der Gewinne wieder verloren.
Ein fallender EUR/CHF-Kurs bedeutet einen stärkeren Schweizer Franken. Für einen Euro erhält man dann weniger Franken. Der Kursrückgang von 3,1 Prozent im Oktober entspricht umgekehrt einer Aufwertung des Frankens gegenüber dem Euro von rund 3,2 Prozent.
Sorgen um Frankreichs Staatsfinanzen und die politische Unsicherheit vor der Präsidentschaftswahl 2027 können den Euro zusätzlich belasten. Steigende Risikoaufschläge französischer Staatsanleihen wären ein Zeichen wachsender Nervosität – und könnten die Nachfrage nach dem Schweizer Franken als sicherem Hafen stärken. Für EUR/CHF zählen deshalb neben den Zinsperspektiven von EZB und SNB vor allem die Entwicklungen am französischen Anleihemarkt. Eine Beruhigung könnte eine Erholung des Euro unterstützen.
Seit dem kräftigen Rücksetzer Anfang Oktober bildet EUR/CHF tiefere Hochs und tiefere Tiefs. Dieses Muster kennzeichnet einen kurzfristigen Abwärtstrend. Der RSI liegt mit rund 41 unter der neutralen Marke von 50 und bestätigt die schwache Kursdynamik.
Zudem ist der Euro unter die orange markierte Zone zwischen rund 0,9215 und 0,9257 gefallen. Die frühere Unterstützung wird damit zum Widerstand. Innerhalb dieses Bereichs verläuft auch die blaue Durchschnittslinie bei etwa 0,9236. Am oberen Rand liegt die eingezeichnete Fibonacci-Marke bei 0,92574.
Solange EUR/CHF diese Zone nicht zurückerobert, bleibt eine nachhaltige Erholung fraglich.
Auf der Unterseite steht zunächst das jüngste Tief um 0,9185 im Blick. Fällt der Kurs nachhaltig darunter, rückt die nächste orange Unterstützungszone zwischen rund 0,9125 und 0,9150 in den Fokus. An ihrem oberen Rand liegt die im Chart eingezeichnete Fibonacci-Marke bei 0,91518.
Darunter folgt der Bereich um 0,9070 bis 0,9085. Das Ausgangstief der vorherigen Aufwärtsbewegung liegt bei rund 0,8981.
Für Entspannung müsste EUR/CHF zunächst über 0,9215 steigen und anschließend die Zone bis 0,9257 überwinden. Ein Tagesschluss oberhalb dieser Hürde würde eine größere Erholung begünstigen. Als nächster Widerstand käme dann die orange markierte Zone zwischen rund 0,9360 und 0,9428 infrage.
| Szenario | Möglicher Auslöser | Nächste Kursziele | Szenario infrage gestellt |
|---|---|---|---|
| Long: kurzfristige Erholung | Tief um 0,9185 hält; Rückkehr über 0,9215 | 0,9236; anschließend 0,9257 | Erneuter Rückfall unter 0,9185 |
| Long: größere Erholung | Tagesschluss über 0,9257 und erfolgreicher Rücktest | 0,9360; anschließend 0,9428 | Rückfall unter 0,9215 |
| Short: Fortsetzung des Abwärtstrends | Bruch von 0,9185; anschließende Rückeroberung scheitert | 0,9152–0,9125; darunter 0,9085–0,9070 | Rückkehr über 0,9215 |
| Short: Erholung scheitert | Abweisung in der Widerstandszone 0,9215–0,9257 | 0,9185; anschließend 0,9152 | Tagesschluss über 0,9257 |
Nach dem starken Franken-Monat bleibt EUR/CHF unter Druck. Solange der Euro unter 0,9215 bis 0,9257 handelt, überwiegen charttechnisch die Abwärtsrisiken. Unterhalb von 0,9185 würde die Unterstützungszone um 0,9125 bis 0,9150 in den Mittelpunkt rücken. Erst eine Rückeroberung von 0,9257 würde das Bild spürbar aufhellen.
Hinweis: Frühere Wertentwicklungen oder Simulationen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Morning Report
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