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Market Update

DAX Aktuell – Donald „Taco“ Trump macht einen Rückzieher – Aber das Vertrauen ist dahin

Donald Trump wird seinem Spitznamen „Taco Man“ erneut gerecht und zieht in Davos die Zölle für die ihm nicht wohlgesonnenen europäischen Staaten zurück. Allerdings hat der US-Präsident auf dem alten Kontinent viel Vertrauen verspielt.

Quelle: Bloomberg
Quelle: Bloomberg

Written by

Christian Henke

Christian Henke

Chief Market Analyst

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Wichtigste Punkte:

  • Die gute Nachricht vorweg, Deutschland und weitere europäischen Staaten werden nicht ab dem 1. Februar mit Zöllen belegt. Die Frage bleibt aber bestehen, was kommt als nächstes
  • Für den DAX ging es gestern im Handel unter die zuvor nach oben verlassene Handelsspanne. Heute läuft die Gegenoffensive, mit dem Ziel, erneut die Seitwärtsphase gen Norden zu verlassen

Der Rückzieher von Davos

Mit Spannung wurde das Eintreffen von Donald Trump im schweizerischen Davos erwartet. Viele Marktteilnehmer befürchteten nichts Gutes. Stößt der US-Präsident in seiner „charmanten“ Art alle europäischen Staaten erneut vor den Kopf. Die NATO nahm sich Trump auch entsprechend vor. Doch dann kam die Wende.

Und dies doch recht überraschend. Die für einige europäischen Staaten, unter anderem auch Deutschland, für den 1. Februar angekündigten Zölle kommen nicht. Entspannung pur. Nachbörslich ging es für die Aktienmärkte bei IG deutlich aufwärts. Doch es bleibt ein bitterer Nachgeschmack. Vor allem drängt die die Frage auf, wie es nun mit Trump weiter geht. Was hat der US-Präsident als nächstes vor? Kommt es zu einem greifbaren Abkommen zwischen den USA und der EU in der Grönland-Frage? Auf alle Fälle ist das Verhältnis zwischen der Großmacht USA und dem alten Kontinent erst einmal gestört und das Vertrauen ist dahin.

DAX – Ist das Schlimmste nun überstanden?

Gestern Abend macht der DAX nachbörslich einen Freudensprung. Auch heute geht es vorbörslich aufwärts. Doch die Kursgewinne schmelzen ein wenig dahin. Die Anleger trauen dem Frieden zwischen den USA und der Europäischen Union offensichtlich nicht so sehr. Vielmehr dürfte die Sorge weiter im Raum stehen, inwieweit US-Präsident Trump seine Politik „America First“ weiter umsetzen wird.

Charttechnisch präsentiert sich der DAX angeschlagen. Gestern rutschte der deutsche Leitindex unter die Oberseite der Handelsspanne bei 24.645 Punkten, die erst kürzlich mit viel Anstrengung erobert werden konnte. Die exponentielle 50-Tage-Durchschnittrslinie bei 24.455 Zählern und das 38,2%-Fibonacci-Retracement bei 24.536 Punkten konnten Schlimmeres verhindern. Doch nun sollte heute die erwähnte Chartmarke bei 24.645 Zählern erst einmal auf Schlusskursbasis zurückgewonnen werden. Die nächsten Hürden gen Norden ist der Widerstandsbereich bei 24.911 Punkten. Dieser besteht aus dem 23,6%-Fibonacci-Level und der Oberseite der Abwärtslücke.

DAX Chart auf Tagesbasis 

Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen
Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen

Fünf-Jahres-Chart

UMSETZUNGSMÖGLICHKEITEN MIT KNOCK-OUTS

Steht man auf der Verkäuferseite (Short) und meint, dass der DAX in Zukunft fällt, könnten Knock-Outs von IG mit einer Knock-out-Level, oberhalb der gegenwärtigen charttechnischen Widerstandszone bei 26.269 Punkten interessant werden. Bullisch eingestellte Trader (Long) hingegen könnten in umgekehrter Weise Kock-Out-Level unterhalb von 23.021 Punkten im Blick behalten.

Morning Report

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