Unternehmensspaltung: Chancen und Risiken für ThyssenKrupp

(Werbemitteilung): Der Mischkonzern ThyssenKrupp plant eine Betriebsaufspaltung in zwei eigenständige börsennotierte Unternehmen. Es wird sich in Kürze herausstellen, welches der beiden Unternehmen Anlegern begehrter sein wird.

Die ThyssenKrupp AG entstand in 1999 aus der Verschmelzung der Friedrich Krupp AG Hoesch-Krupp und der Thyssen AG. ThyssenKrupp ist ein deutscher Industriekonzern welches sich in verschiedene Geschäftsfelder vertieft. Beispiele dieser Geschäftsaktivitäten sind Maschinen und Anlagenbau, Automobil und Infrastruktur mit Schwerpunkt in der Stahl-Verarbeitung.

Am 27. September 2018 veröffentlichte der ThyssenKrupp Vorstand, den Konzern in zwei Gruppen aufzuspalten – Thyssen Krupp Materials AG (ein Werkstoffunternehmen) und Thyssen Krupp Industrials AG (ein Industriegütergeschäft). Zwar sollen beide ThyssenKrupp Konzerne weiterhin den Namen ThyssenKrupp behalten, jedoch als eigenständige Unternehmen an der Börse notiert werden.

Die ThyssenKrupp Aktien zeigten nach der Ankündigung der Betriebsaufspaltung einen Anstieg von bis zu 15 Prozent.


Was ist eine Betriebsaufspaltung?

Bei einer Betriebsaufspaltung wird ein Unternehmen in zwei oder mehrere selbstständige Einheiten aufgespaltet. Diese Einheiten sind einzeln steuerlich verpflichtet, bleiben aber personell und wirtschaftlich verbunden. Die gespaltenen Unternehmen können entweder bestimmte betriebliche Funktionen übernehmen oder die betrieblichen Funktionen und Anlagevermögen auf zwei Unternehmen teilen.

Betriebsspaltungen auch bekannt als Spinn-off können durch verschiedenen Gründen entstehen, wenn ein Geschäftsbereich Problemhaft und finanziell belastend ist oder wenn das Unternehmen sich in zwei völlig andere Richtungen bewegt, wie in diesem Fall mit ThyssenKrupp.

Das Unternehmen plant eine „Echte Betriebsaufspaltung“ wobei ein einheitliches Unternehmen in zwei selbstständige Betriebsunternehmen aufgespaltet wird. ThyssenKrupp soll aus zwei verschieden Konzernen bestehen, um sich unabhängig weiter zu entwickeln.

Betriebsaufspaltung: ThyssenKrupp

ThyssenKrupp. Konzernchef Guido Kerkhoff erklärt, dass diese Unternehmungsspaltung dazu führen soll, dass beide Konzerne sich so besser weiterentwickeln können. Beide Teile sollen nach Angaben als eigenständige Gesellschaften an der Börse notiert werden und somit neue Anleger gewinnen.

Der Konzernchef Kerkhoff schließt den Verkauf der Marinesparte noch aus. Der Bau von U-Booten und Kriegsschiffen soll sich dem Werkstoffkonzern anschließen.

ThyssenKrupp geplanter Split, beruhend auf den Resultaten der anstehenden Hauptversammlung:

Das bis dato erfolgreichste Geschäftsjahr ThyssenKrupps mit einem Umsatz von rund 47,125 Milliarden Euro war 2005/2006 (Stand Ende 2018). Zwar noch nicht ganz aufgeholt liegt ThyssenKrupps Umsatz in 2017 bei 41,447 Milliarden Euro. Die erhoffte Spaltung soll nach Meinung ThyssenKrupp einen höheren Umsatz erzielen. Von der Spaltung erhofft sich die Unternehmensleitung einen höheren Umsatz.

Chancen der ThyssenKrupp Betriebsaufspaltung

Laut Konzernchef Guido Kerkhoff wird sich sich ThyssenKrupp durch die Betriebsaufspaltung beider Konzerne besser auf verschiedene Geschäftsbereiche fokussieren und somit bessere Entwicklungschancen erreichen können. Die Erwartung ist, dass die Konzerne neue Anleger gewinnen.

Anleger haben durch die Betriebsaufspaltung die Entscheidung, welches Geschäft Ihren Erwartungen nahekommt und sind nicht einen diversifizierten Konzern überlegen.


Risiken der Thyssen-Krupp Betriebsaufspaltung

Durch die große Veränderung wird Thyssen-Grupp viele Herausforderungen bewältigen müssen wie einen möglichen Abstieg aus dem Dax. Bei einer Betriebsaufspaltung sind außerdem erhöhte Steuern- und Umbau kosten zu erwarten. Analysten schätzen das diese kosten bei circa einer Milliarden Euro liegen würden.

ThyssenKrupp ist ein globaler Konzern, jedoch ist es nicht sicher ob beide Konzerne es an die Börse schaffen. Aktienkurse können durch eine Spaltung sich mehr volatile auswirken, da Anleger sehr Vorsicht vorgehen und dass Unternehmen sich erst an den Markt anpassen.


ThyssenKrupp Aktienkurs

ThyssenKrupps Börsenwert Mitte 2018 lag bei circa 17,3 Milliarden US-Dollar. Kurz nachdem der Interimschef Guido Kerkhoff die Betriebsaufspaltungspläne verkündigte, stieg der ThyssenKrupp Aktienkurs um 16 Prozent in die Höhe und am Ender der Woche bei plus 7 Prozent. Eine Erleichterung für Anleger nach dem Abwärtstrend Ende Januar und einen lang haltenden senkrechten Aktienstand. Auch ThyssenKrupp konnte endlich nach langer Zeit Aufatmen da das Unternehmen unter Druck von Aktionäre waren wegen schwachen Leistungen und die Erwartungen die Erträge der Aktionäre zu steigern.

Das Unternehmen besitzt insgesamt über 200.000 Aktionäre. Die ThyssenKrupp Aktien sind wie folgt aufgeteilt (stand Anfang 2018):

  • Privatanleger: ~ 10 %
  • Institutionellen Anleger und Anlegern: ~ 69 %
  • Alfried Krupp von Bohne und Halbach-Stiftung: ~ 21 %

Durch die Unternehmungsspaltung sollen Aktionäre Anteile der neuen Gesellschaft erhalten. Die geplante Aufspaltung wird zum gesellschaftlichen Politikum, indem Aktionäre in einer Hauptversammlung über die ThyssenKrupp AG Betriebsaufspaltung entscheiden. Dies könnte bis zu 18 Monaten dauern bis konkrete Entscheidungen über die Aufspaltung getroffen und eingeführt werden.


Was bedeutet eine Aufspaltung für ThyssenKrupp Anlegern?
Eine konkrete Thyssenkrupp-Aktie Prognose zum jetzigen Zeitpunkt sei noch zu früh. Zwar meint der Konzernchef das die Betriebsaufspaltung, die einzige Möglichkeit ist um Aktionären die besten Aktienleistungen anzubieten.

Für Anleger wird es interessant welcher Thyssen-Konzern sich an der Börse stärker entwickelt, falls diese Konzerne es getrennt an die Börse schaffen. Der Aktienkurs des Unternehmens nahm einen weiteren schlag, nachdem Kerkhoff die Risiken und Nebenwirkungen des Teilungsplanes nannte sowie den möglichen Ausstieg aus dem Dax.

Falls beide Konzerne an der Börse notiert werden, kann es jedoch einige Zeit brauchen bis ein Aktienwert sichtbar wird.

Betriebsaufspaltung traden

Generelle Meinungen ob eine Unternehmungsspaltung positiv oder negativ für das Unternehmen und Anlieger sein könnte ist oft schwierig. Deshalb ist es wichtig das Unternehmen selbst unter die Lupe zu nehmen und erforschen Sie die Gründe, wieso das Unternehmen sich entschieden hat um eine Betriebsaufspaltung durchzuführen.

Durch ein Split-Off können Anleger selber entscheiden, welches Unternehmen sie weiterhin traden wollen. Falls beide ThyssenKrupp Aktien an der Börse notiert werden, könnten Anleger selbst durch CFD Trading entscheiden welche Firma Ihren Erwartungen entsprechen.


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