Exotische Optionen im Überblick

In diesem Artikel werden wir das interessante Thema „Exotische Optionen“ behandeln.

Was sind Exotische Optionen?

Exotische Optionen sind eine spezielle Art der Finanzderivate und besitzen recht komplizierte Auszahlungsprofile gegenüber den vergleichbaren Standard-Optionen.

Pfadabhängige Optionen

Bei pfadabhängige Optionen hängt die Auszahlung nicht nur vom Wert des so genannten Basiswertes zum Endpunkt ab, sondern vom gesamten Kursverlauf abhängt. Wir werden an dieser Stelle vor allem auf die Barriers und Range Optionen eingehen. Beide Varianten sind hierzulande sehr beliebt.

Arten der Exotischen Optionen

  1. Barriers
  2. Range-Optionen
  3. Bermuda-Optionen
  4. Chooser-Optionen
  5. Lookback-Optionen
  6. Russische Optionen

1. Barriers

Bei einer Barrier, auch bekannt als Barrier Option, erlischt die Option, wenn die vorher definierte Barriere (Barrier) erreicht wird. Dies ist speziell bei dem Knock-Out-Level der Fall. Neben den Knock-Out-Optionen gibt es noch die Knock-In-Optionen sowie die digitalen Barriers. Bei IG wird die erst genannte Art angeboten.

Der Trader kann auf steigende Notierungen (Call) oder auf fallende Kurse (Put) setzen. Bei einer Call Option liegt der zur Auswahl stehende Knock-Out-Level unter dem derzeitigen Marktpreis. Bei einer Put Option entsprechend über dem aktuellen Kurs des Basiswertes.

Barriers besitzen eine vorher bekannte Laufzeit. Steigt der Kurs des Basiswertes bei einer Call Option bis zum Laufzeitende wie gewünscht in die richtige Richtung und die Option schließt dann oberhalb des Knock-Out-Niveaus, erhält der Trader einen Gewinn. Wird dagegen die Knock-Out-Zone innerhalb der Laufzeit von sechs bis zwölf Monaten erreicht, fällt ein Totalverlust an.

Erfahren Sie nähere Details zu was Barriers sind und wie Barriers gehandelt werden.

2. Range-Optionen

Im Gegensatz zu den Barriers setzen die Anleger bei den Range-Optionen darauf, dass sich der Kurs des Basiswertes innerhalb einer definierten Bandbreite bewegt. Diese darf innerhalb der Laufzeit nicht nach oben bzw. unten verlassen werden. Geschieht dies, verliert der Trader seinen Kapitaleinsatz. Liegen die Notierungen des Basiswertes am Ende der Laufzeit innerhalb der Spanne, erhält der Marktteilnehmer eine vorher festgelegt Prämie. Bei den Range-Optionen geht der Investor von einer Seitwärtsphase bzw. leicht steigenden oder fallenden Kursen aus.

3. Bermuda-Optionen

Eine weitere exotische Options ist die Bermuda-Option. In diesem Fall gibt es mehrere Ausübungszeitpunkte. Übt der Anleger eine entsprechende Option am Ausübungszeitpunkt nicht aus, so verbleibt ein Ausübungsrecht für die folgenden Zeitpunkte. Der Name kommt daher, dass Bermuda zwischen Amerika und Europa liegt, wie auch eine Bermuda-Option Züge einer amerikanischen als auch einer europäischen Option trägt.

4. Chooser-Optionen

Diese spezielle Optionsart wird im englischen auch als „As you like it“-Option bezeichnet. Der Anleger hat zu einem definierten Zeitpunkt vor Fälligkeit die Wahl, sich zu entscheiden, ob er diese Option in eine Kauf- und Verkaufsoption umwandeln möchte.

5. Lookback-Option

Hierbei wird der Basispreis erst bei der Ausübung festgelegt. Der Basispreis ergibt sich dabei als der aus der Sicht des Optionskäufers beste preis, den der Basiswert während der Laufzeit erreicht hat. Im Fall eines Calls ist das der niedrigste Preis, bei einem Put entsprechend der höchste. Bei der Fälligkeit erhält der Käufer der Option die Differenz zwischen dem Marktpreis des Basiswertes zum Zeitpunkt der Fälligkeit und dem nun festgelegten Basispreis. Im ungünstigen Fall ist die Differenz gleich Null, ansonsten positiv.

6. Russische Optionen

Die russische Option ähnelt einer Lookback-Option. Allerdings gibt es kein Verfallszeitpunkt. Diese Optionsart gibt dem Halter die Möglichkeit, die Option jederzeit auszuüben und den bestmöglichen Zeitpunkt abhängig von der Entwicklung des zugrundeliegenden Basiswertes frei zu wählen.


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